NO LIGHT – Gemini

Erst vor kurzer Zeit haben sich die Dänen No Light mit einer ersten EP dem Publikum vorgestellt. Nun schieben sie mit „Gemini“ bereits ihren Debüt-Langspieler nach, der die gute alte Tradition des 90er Garage- und Noise-Rocks hochleben lässt.

NO LIGHT - Gemini
NO LIGHT – Gemini

Ohne großen Firlefanz zockt sich das Quintett in klassischer Rockformation (Gesang, 2x Gitarre, Bass, Schlagzeug) durch seine melodisch-lärmigen Songs, die allesamt ein wenig Wehmut verströmen. Vielleicht liegt das an dem thematischen Roten Faden des Albums, der sich um das Älterwerden und der damit verbundenen verwirrenden Suche nach einer Identität zwischen jugendlicher Leichtigkeit und den Verantwortungen des Erwachsenseins spinnt.

Krachig und spontan wirken die zehn Tracks, die ihre ehrlichen Melodien mit Ecken und Kanten präsentieren. Sonic Youth und Weezer lassen grüßen, wenn drahtig-schmutzige Gitarrenharmonien vom Stapel gelassen werden und sich dazu der etwas nölige Gesang von Frontmann Jakob Pritzlau gesellt.

No Light spielen ehrlichen Alternative Rock, der fast ein wenig aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Zeitlos ist aber sicherlich gutes musikalisches Storytelling, welches No Light in bester Tradition eines Neil Young oder Bruce Springsteen hier darbieten.

NO LIGHT – Gemini (Indisciplinarian)

(Jens)