BATHSHEBA – Servus

Nach einem Demo-Tape und der ersten 10″ EP „The Sleepless Gods“ veröffentlichen Bathsheba nun ihr Debütalbum „Servus“. Dieses ist ein zutiefst finsterer See voll zähflüssiger Sounds, die mitnichten die Sonnenseiten des Lebens beleuchten.

BATHSHEBA – Servus

So richtig finster wird es, wenn Frontfrau Michelle Nocon (ex-Serpentcult, Leviathan Speaks, Death Penalty) zusammen mit Schlagzeuger Jelle Stevens (ex- SardoniS), Bassist Raf Meukens (Death Penalty, Torturerama), und Gitarrist Dwight Goossens (ex- Disinterred) loslegen und von Leid, Wut und Trostlosigkeit berichten.

Dies tun sie in Form von absolut wuchtigen Doomern, die am Boden des Tonspektrums kratzen und wummernd und Weh leidend dem Hörer mächtig ins Gebälk fahren. Ein tief knurrender Bass, Festungsmauer breite Riffs und ein sich dahinschleppendes Schlagzeug bilden das Grundgerüst, auf dem aber auch immer wieder feine Melodien gebaut werden. So entspringen der Gitarre mitunter filigrane, zu Herzen gehende Klänge, während Michelle Nocon ihre beschwörenden Gesänge in das Rund des Hexenzirkels stößt.

Mal wild fauchend, mal betörend zelebriert die Zeremonienmeisterin ihre schwarze Messe, die alle Anhänger von sludgy Doom Metal in ihren Bann ziehen dürfte. „Servus“ präsentiert sich als okkulte Schönheit, die sich jederzeit in ein schauriges Monster verwandeln kann. Eine Ambivalenz, die nahezu teuflisch fasziniert!

BATHSHEBA – Servus (Svart Records)

(Jens)