Archiv der Kategorie: Musik

Megadeth – Countdown To Extinction – 20th Anniversary Edition

Megadeth veröffentlichen fette 20th Anniversary Edition ihres Klassikers “Countdown To Extinction”!

Megadeth – „Countdown To Extinction – 20th Anniversary Edition“

Etwas fatales haben diese Jubiläums-Veröffentlichungen ja schon an sich…!
Kaum hat man sich als Teenager mit feuchten Fingern und größter Vorfreude besagte Scheibe gegriffen, sind auch schon 20 Jahre ins Land gezogen und man realisiert, was man doch für ein alter Sack geworden ist. Wenn man dann allerdings heute noch mit gleicher Freude ein Album wie “Countdown To Extinction” in den CD-Schacht schiebt, spricht das nicht nur für die eigene (Rest-) Jugendlichkeit, sondern vor allem für die zeitlose Qualität der Mucke, die immer noch zum Besten gehört, was Megadeth und der Metal an sich zu bieten hat.

Toundra – (III)

Instrumentaler Postrock ist heute mitunter so abgegriffen wie das zerfledderte Klatschblatt im Wartezimmer des örtlichen Quacksalbers…!

Toundra – (III)

Als eine erfreuliche Ausnahme dieses Umstands erweisen sich die Toundra, die mit “(III)” ihr (wer hätte es gedacht?) drittes Album präsentieren. Wie schon beim Vorgänger “(II)” überzeugen die Spanier mit klasse arrangierten und spannungsreich aufgebauten Kompositionen, die nicht nur das volle Brett, sondern auch mal die filigrane Seite an den Tag legen. So kommt die Gitarre auch schon mal akustisch daher und wird nicht selten von einer Geige unterstützt.

Dabei mäandern sie sich durch druckvolle Klanglandschaften, in denen sich die sechs Tracks nach allen Regeln der Kunst austoben dürfen. Von sphärischen Momenten, über folkige Ansätze bis hin zur knallharten Breitseite, wird hier alles geboten, was sich der geneigte Fan nur wünschen kann.

Black Country Communion – Afterglow

Wenn man so will, ist bei Black Country Communion mal wieder alles beim alten.

Black Country Communion – „Afterglow“

Auch auf ihrem dritten Album, welches mit “Afterglow” diesmal sogar einen echten Titel spendiert bekommen hat, präsentiert die Supergroup mit Glenn Hughes, Joe Bonamassa, Jason Bonham und Derek Sherinian wieder lupenreinen Hard Rock, der vor Musikalität und Versiertheit nur so strotzt.

Aber was soll auch bei so einer Besetzung schon anderes herauskommen, könnte doch wohl jeder der Beteiligten bereits vor dem Frühstück einen Hit nach dem nächsten aus dem Ärmel schütteln. Dabei liegt hier aber auch das kleine Problem: Die Songs klingen fast schon zu perfekt. “Afterglow” bewegt sich von der ersten bis zur letzten Sekunde in der Rock‘n‘Roll-Eliteklasse. Ein paar Ecken und Kanten mehr hätten dem Album durchaus gut zu Gesicht gestanden.

Alex Dimou "Halemweg"

Alex Dimou „Halemweg“

Nach erfolgreichen Releases von SCSI-9 und Lee Burton, präsentiert Klik Records aus Athen nun das zweite Album des 24-jährigen griechischen producers, DJs und live-acts Alex Dimou.

Alex Dimou "Halemweg"
Alex Dimou „Halemweg“
Bereits auf seinem Debutalbum „One Of Us One Of Them“ (2010) bot Alex Dimou den Liebhabern elektronischer Musik das ganze Spektrum von clubby tracks, cinematic sounds und indie-ästhetik. Sein neues Album trägt den Titel „Halemweg“.

Beeinflusst von seiner Zeit in Berlin und den weltweiten DJ-Bookings atmet es die Luft und den Rhythmus der Städte in denen es entstanden ist. „Halemweg“ hat klare House Wurzeln und bringt den Glamour der Nu Disco zurück.

The Electro Swing Revolution Vol.3

The Electro Swing Revolution Vol. 3

Electro Swing ist ein Genre, das Ende des letzten Jahrtausends als Synthese aus Swing und elektronischen Elementen hervorgegangen ist und seitdem einen Siegeszug sondergleichen hingelegt hat.

The Electro Swing Revolution Vol.3
The Electro Swing Revolution Vol.3

Mit Vol. 3 veröffentlicht das Label Lola’s World Records nun bereits den dritten Teil der Compilation-Reihe „Electro Swing Revolution“, die von den renommierten DJs und Redakteuren Gülbahar Kültür (WDR Funkhaus Europa/Radio Bremen) und Johannes Heretsch (Radio Corax Halle/Berliner Fenster) zusammengestellt wurde.

Zu den absoluten Highlights des facettenreichen Samplers zählen gewiss die Parov Stelar-Nummer „Sally`s Dance“, die mit einem Gesangs-Feature von Cleo Panther aufwartet und jeden auf die Tanzfläche treiben dürfte, der schwungvoll-dynamische Bart & Baker-Track „The Swing Phenomenon“, der verführerisch-sinnliche Titel „Le Sexe Au Telephone“ der US-Amerikaner Thomas Feurer und Neal Pawley aka 11 Acorn Lane sowie der mit Samba-Elementen gewürzte Club Des Belugas-Track „Straight To Memphis“.

Nena - Du Bist Gut

Nena – Du Bist Gut

Heute erscheint “Du Bist Gut“, das mittlerweile 17. Studioalbum von Nena, dem Fräuleinwunder der Neuen Deutschen Welle.

Nena - Du Bist Gut
Nena – Du Bist Gut

Der Longplayer, dessen Stücke man größtenteils im Juni und Juli 2012 im Sundlaugin Studio der Band Sigur Ros auf Island einspielte, wurde soundtechnisch von Derek von Krogh, dem langjährigen Keyboarder in Nenas Band, in Szene gesetzt.

Funkelnde Kleinode wie die rockige Vorab-Single „Das Ist Nicht Alles“, das von Fragilität durchtränkte Stück „Im Reich Meiner Mitte“, der mit Punk-Anleihen aufwartende Rocker „Lied Nummer Eins“, der hitlastige Pop von „Freiheit“, die einfühlsame Piano-Ballade „Wo Ist Mein Zuhause“, der Elektropop-Track „Goldene Zeit Goldenes Land“, welcher durch ungeheures Hit-Appeal besticht, der spartanisch instrumentierte Titel „Lautlos“ sowie der melancholisch gefärbte Poprock von „Ich Hab Dich Verloren“ zieren dabei ein Werk, dessen Texte sehr persönlich ausgefallen sind.

Pit Przygodda - Lied

Pit Przygodda – Lied

Schlicht “Lied“ heißt das erste Vocal-Soloalbum von Pit Przygodda, dem ehemaligen Sänger der Hamburger Gitarrenpop-Band Go Plus, das nun beim Berliner Independent Label Solaris Empire (Kitty Solaris, Toni Kater, Bernhard Eder) erscheint.

Pit Przygodda - Lied
Pit Przygodda – Lied

Als Co-Produzent und Mischer stand dem Wahl-Hamburger Tobias Levin zur Seite, der in der Vergangenheit bereits in den Credits von Acts wie Tocotronic, Jens Friebe, Kante, Surrogat oder Contriva auftauchte.

Herausgekommen sind 11 abwechslungsreiche Songs, die sich irgendwo zwischen Singer-Songwriterstil, Pop und Chanson bewegen und dabei von einer melancholischen Grundfärbung geprägt sind. Dazu gibt es nachdenklich-persönliche Lyrics über Einsamkeit, über steinige Wege im Leben, über den Herbst und über die Liebe.

MADNESS - “Oui, Oui, Si, Si, Ja, Ja, Da, Da”

MADNESS – “Oui, Oui, Si, Si, Ja, Ja, Da, Da”

MADNESS melden sich mit neuem Album “Oui, Oui, Si, Si, Ja, Ja, Da, Da” zurück.

MADNESS - “Oui, Oui, Si, Si, Ja, Ja, Da, Da”
MADNESS – “Oui, Oui, Si, Si, Ja, Ja, Da, Da”

Das neue Werk der Briten ist mittlerweile ihr 10. Album – zählt man mal „The Madness“ von 1988 nicht dazu, als die Band nach einer Auflösung im Jahr 1986 nur noch aus vier Mitgliedern bestand und sich The Madness nannte.

10 Alben klingt viel, doch wenn man bedenkt, dass Madness seit 1976 (damals noch unter dem Namen The North London Invaders, seit 1979 dann Madness) Musik machen, sind 10 Alben nun wirklich nicht viel. Das mag auch daran liegen, dass zwischen 1985 und 1999 kein offizieller Tonträger erschienen ist.

Godspeed You! Black Emperor – Allelujah! Don’t Bend. Ascend

Was für ein Paukenschlag, ein neues Album von Godspeed You! Black Emperor…!

Wie aus dem Nichts taucht die Mutter allen Postrocks aus den Nebelschwaden der Musikszene hervor und konfrontiert uns mit einem Sound-Ungetüm, das sich nahtlos an den Vorgänger “Yanqui U.X.O.” andockt, dessen Veröffentlichung immerhin schon 10 Jahre zurückliegt.

Dies verwundert nicht, da es sich bei den beiden Haupttracks um sozusagen “altes” Material handelt, welches schon live zum Einsatz kam und nun strukturell ausformuliert für die Ewigkeit in schwarzes Vinyl geritzt wurde. Das Konzept ist natürlich voll auf die Langrille ausgelegt, so dass “Mladic” und “We Drift Like Worried Fire” das eigentliche Album bilden. Dazu gesellt sich eine 7” mit “Their Helicopters Sing” und “Strung Like Lights At Thee Printemps Erable”, zwei von dem Kollektiv in Eigenregie aufgenommenen Stücken.

Blueneck – Epilogue

War ein kennzeichnendes Trademark der bisherigen Blueneck Alben noch der gehauchte Gesang von Frontmann Duncan Attwood, gibt sich ihr neues Werk “Epilogue” nun gänzlich sprachlos.

Was geblieben ist, sind die kühl-melancholischen Klänge, die bevorzugt vom Piano vorgetragen werden. Ihr minimalistischer, sehr organisch klingender Postrock wirkt noch epischer und geht weiter in Richtung Film-Score.

Die Tracks bauen sich Schichtweise auf und kreisen mitunter nur um eine kleine Figur, die schlußendlich eine dramatische Überhöhung erfährt. Zu jeder Sekunde wird atemlose Spannung erzeugt und der innere Film spannt seine verschlungenen Pfade und Handlungsstränge.
Für Blueneck stellt dieses Album eine Zäsur dar, soll doch das neue Material für die 2013 erscheinende Gesangs-Scheibe durchaus in eine andere Richtung gehen…

The Durango Riot – Backwards Over Midnight

Auch wenn die große Schweinerock-Welle aus Skandinavien schon ein paar Jahre vorbei ist, kommen heute immer noch neue, hoffnungsvolle Vertreter dieser Zunft hervor, die wie die einstigen Heroen es verstehen, den guten alten Rock‘n‘Roll so richtig vom Stapel zu lassen.

Zu ihnen gehört auch The Durango Riot, vier Jungs aus Schweden, die ihre Mucke mit Köpfchen und Arschtritt vortragen und sich mit ihrer Mischung aus High-Voltage-Rock und einer Spur Blues schon mächtig viele Freunde erspielt haben. Ihr Sound erinnert ein wenig an die Spätphase von Gluecifer und die von den Stones beeinflußten Hellacopters Scheiben. Dabei klingen sie eigenständig und absolut versiert.

Mitreißendes Songwriting und die nötige Portion Rotz sorgen für Laune und ungetrübte Unterhaltung. Dabei spielen sie so lässig auf wie die Hives und sind mit “Backwards Over Midnight” gar nicht so weit weg vom Klassenprimus.

Sexy House Vol.2

Das Label Sushi Tunes veröffentlicht mit Vol.2 nun die zweite Edition der Compilation-Reihe „Sexy House“, welche die derzeit angesagtesten Tracks des Genres auf zwei CDs versammelt.

Insgesamt 43 heiße Tunes von Größen wie Bob Sinclar, Fedde Le Grand, Nicky Romero, Michael Gray, Thomas Gold, Sean Finn, Jean Elan, Niels van Gogh, Milk & Sugar oder Progressive Berlin sind dabei auf der vielseitigen Zusammenstellung vereint.

Als Highlights auszumachen sind sicherlich die Progressive House-Nummer „Let The Sun Shine 2012“ von Milk & Sugar, ein Remake ihres UK-Top20-Hits aus dem Jahre 2003 (hier im Tocadisco Radio Edit), welcher wiederum eine Coverversion des The 5th Dimension-Klassikers aus dem Jahre 1969 darstellt, dann „Sparks“, ansprechender Electro House von den Niederländern Fedde Le Grand und Nicky Romero, die sommerliche House-Nummer „Mas Que Nada“, eine Coverversion der gleichnamigen Jorge Ben Jor-Komposition (1963) durch Richard Grey & Nari & Milani Feat.

Kylie Minogue - The Abbey Road Sessions

Kylie Minogue – The Abbey Road Sessions

Anlässlich Kylie Minogues 25-jährigem Bühnenjubiläum erscheint bei EMI eine brandneue CD namens „The Abbey Road Sessions“, auf der sich Neuinterpretationen von zahlreichen ihrer Hits finden.

Kylie Minogue - The Abbey Road Sessions
Kylie Minogue – The Abbey Road Sessions

Eingespielt wurden die 16 Songs des Albums in den weltberühmten Abbey Road Studios im Londoner Stadtteil Westminster, wo in der Vergangenheit schon legendäre Aufnahmen von den Beatles, Shirley Bassey, Pink Floyd, Radiohead oder Oasis stattfanden.

Unterstützung erhielt die mittlerweile 44-jährige Pop-Ikone nicht nur von ihrer langjährigen Live-Band, sondern auch von einem Orchester in Komplett-Besetzung.

Auf der von Steve Anderson und Colin Elliot produzierten Scheibe versucht die Australierin den Original-Songs neues Leben einzuhauchen, was ihr mühelos gelingt.

Sandra - Stay In Touch

Sandra – Stay In Touch

80er-Pop-Ikone Sandra, die am 18. Mai ihren 50. Geburtstag feierte, wagt ein Comeback und bringt mit „Stay In Touch“ ein brandneues Album heraus.

Sandra - Stay In Touch
Sandra – Stay In Touch

Produziert wurde es von dem Kölner DJ- und Produzenten-Duo Blank & Jones, während Sandras langjähriger Wegbegleiter Jens Gad für das Songwriting zuständig war. Einige Kompositionen stammen auch aus der Feder von Hubert Kemmler aka Hubert Kah, der zudem wie zu den Sandra-Glanzzeiten als Backgroundsänger fungierte.

Delerium - Music Box Opera

Delerium – Music Box Opera

Das Ambient-Pop-Projekt Delerium mit den Masterminds Bill Leeb (Front Line Assembly, Skinny Puppy) und Rhys Fulber (Conjure One, Front Line Assembly) hat nach sechsjähriger Pause mit „Music Box Opera“ nun endlich ein neues Album am Start, an dem soundtechnisch auch Jared Slingerland und Jeremy Inkel mitwirkten.

Delerium - Music Box Opera
Delerium – Music Box Opera

Auf dem inzwischen 14. Longplayer der aus Vancouver (Kanada) stammenden Musiker fungierten unter anderem Michael Logan, Stef Lang, Nadina, Jael (Lunik), Kristy Thirsk (Rose Chronicles), Leona Naess, Anna Lynne Williams, Azure Ray und Angela McCluskey als Gastsänger.

Kreiert hat man darauf zwischen Ambient und Elektropop oszillierende Klangwelten, die mit Ethno-Elementen angereichert werden.

Emeli Sande - Our Version Of Events (Special Edition)

Emeli Sandé – Our Version Of Events

Kein Album ging im Vereinigten Königreich in diesem Jahr bislang mehr über die Ladentische als „Our Version Of Events“, das Debütalbum der schottischen Sängerin und Songwriterin Emeli Sandé.

Emeli Sande - Our Version Of Events (Special Edition)
Emeli Sande – Our Version Of Events (Special Edition)

Fünf Wochen belegte es Platz 1 der UK-Charts und befindet sich bereits über 30 Wochen in den Top 10 der offiziellen britischen Longplay-Charts.

Jetzt erscheint eine Re-Edition des Doppelplatin-Albums, welche sechs Bonus-Tracks beinhaltet: „Wonder (Naughty Boy feat. Emeli Sandé)“, „Breaking The Law (Alternate Version)“, „Easier In Bed“, „Beneath Your Beautiful (Labrinth feat. Emeli Sandé)“, „Imagine “ und „Heaven“ im Youthkills Mix.

Gleich der Opener „Heaven“, eine Reminiszenz an Massive Attacks Klassiker „Unfinished Sympathy“, weiß den geneigten Hörer mit rasanten Beats und einer bezaubernden Stimme zu betören.

The Velvet Underground & Nico - 45th Anniversary Edition

The Velvet Underground & Nico – 45th Anniversary Edition

Unglaublich, aber wahr: das legendäre Meisterwerk von Velvet Underground & Nico erschien vor 45 Jahren zum ersten Mal.

The Velvet Underground & Nico - 45th Anniversary Edition
The Velvet Underground & Nico – 45th Anniversary Edition
45 Jahre ist es jetzt her, dass dieser Meilenstein der Musikgeschichte zum ersten Mal erschien, genauer gesagt am 12.3.1967. Nun 45 Jahre später feiern wir diese Veröffentlichung noch einmal.

Und auch wenn 45 Jahre nicht nach einem richtigen Jubiläum klingt – 10, 20, 25, 50, vielleicht auch noch 30 Jahre feiert man, aber 45? – so ist der Einfluss dieses Meisterwerks doch unvergessen.

Fritz Kalkbrenner - Sick Travellin`

Fritz Kalkbrenner – Sick Travellin`

Am vorgestrigen Tag veröffentlichte Fritz Kalkbrenner sein brandneues Album „Sick Travellin`“, den Nachfolger seines formidablen Debüts „Here Today Gone Tomorrow“ aus dem Jahre 2010.

Fritz Kalkbrenner - Sick Travellin`
Fritz Kalkbrenner – Sick Travellin`

Die Tracks hat der 31-Jährige Sänger und Produzent, der gerade erst eine Nominierung für die Einslive Krone in der Kategorie Bester Künstler erhielt, in Eigenregie in den Berliner Suol Studios aufgenommen.

Auf „Sick Travellin`“ werden die Koordinaten zwischen Pop, Funk, House und Techno gesteckt, wobei der Longplayer ausgegorener als das erfolgreiche Vorgänger-Album klingt.

Lobend hervorzuheben auf dem Opus sind insbesondere das Stück „Chequer Heart Day“, das sich als absoluter Floorfiller präsentiert, die mit zarter Schwermut beseelte House-Nummer „Little By Little“, der luftig-lockere Track „Monte Rosa“ sowie „Willing“, ein souliges Remake des gleichnamigen Gil Scott-Heron-Songs aus dem Jahre 1980.

Earthship – Iron Chest

Beim hören von “Iron Chest” stellt man sich ein paar griesgrämige Südstaaten Rednecks vor, die in der einen Hand die Whiskey-Pulle, und in der anderen die doppelläufige Flinte schwingen. Über ihnen kreisen die Moskitos, während die grinsenden Antlitze die fauligen Kauleisten präsentieren…

Doch nein, Earthship kommen dann doch aus dem recht urbanen Berlin und machen auch optisch eine deutlich bessere Figur, als die dargestellten, fiktiven Protagonisten.

Dennoch beschreibt dieses Bild ganz gut den Sound, den das Trio um den ehemaligen The Ocean-Drummer Jan Oberg auffährt. Fette Riffs, schmutziger Gesang und ordentlich Groove sind die Bestandteile, die “Iron Chest” zu einem dreckigen Bastard aus angepissten Torche, Crowbar und Kylesa machen.

Abraham – The Serpent, The Prophet & The Whore

Eine vertrackte Wut kanalisiert sich mit Hilfe von “The Serpent, The Prophet & The Whore” und bahnt sich ihren Weg direkt in unsere Gehörgänge.
Die Schweizer Abraham legen mit ihrem zweiten Longplayer ein vielschichtiges Album vor, das Härte, Epik und Chaos perfekt vereint.

Lose aufbauend auf einem Buch von J.G. Rawls, geht es in den 8 Songs der Scheibe um die eher dunklen Seiten der Existenz: Angst, Schmerz und Einsamkeit.

Diesem Inhalt wird auch die musikalische Umsetzung gerecht. Rasender Irrsinn macht sich in Noise und Geschwindigkeitspassagen breit, die durch verstörende Komponenten gebrochen werden.

Wie variantenreich Abraham zur Sache gehen beweist u.a. ein Stück wie “Man The Serpent”, das sich auch im Gesang variabel zeigt. Zwar wird meistens gekeift, doch Abraham können auch mal piano.