Archiv der Kategorie: Musik

Family – Portrait

Die Mischung macht‘s…!

Family – Portrait

So auch bei Family, die sich auf ihrem Debüt “Portrait” variantenreich und von begeisternder Spielfreude zeigen.

Die New Yorker Steven Gordon (Gitarre) und Joshua Lozano (Gitarre) haben sich mit den beiden Südstaatlern Jody Smith (Schlagzeug) und Kurtis Lee Applegate (Gesang/Bass) zusammengetan und mischen ihre “Heimatklänge” zu einem aufregenden Gebräu, das sich nicht auf ein Genre beschränkt.

So bedienen sie sich bei den klassischen Rock-Roots und hauen erdige Southern-Riffs und fuzzy Gitarrensoli raus, nur um im direkten Anschluß eine Hardcore Breitseite abzufeuern, wie sie nicht besser im altehrwürdigen CBGBs die kleine Bühne zum beben gebracht hätte. Darüber rotzt Frontmann Kurtis seine Screamo-Vocals, die die Geschichte des Konzeptalbums von einer dysfunktionalen Familie mit Superkräften erzählen.

Whitney Houston - "I Will Always Love You - The Best Of Whitney Houston"

Whitney Houston – I Will Always Love You – The Best Of Whitney Houston

Am 11. Februar diesen Jahres ist Whitney Houston leider viel zu früh verstorben. Während ihrer einzigartigen Karriere gingen weltweit mehr als 170 Millionen Alben, Singles und Videos der wunderbaren R&B- und Popsängerin über die Ladentische.

Whitney Houston - "I Will Always Love You - The Best Of Whitney Houston"
Whitney Houston – „I Will Always Love You – The Best Of Whitney Houston“

Zum Andenken an die Musik-Ikone erscheint nun mit “I Will Always Love You – The Best Of Whitney Houston“ eine neue Best Of-Scheibe, die neben der regulären CD auch als Deluxe Edition mit zwei Silberlingen veröffentlicht wird.

Während auf der CD 18 Songs zu finden sind, wartet das Doppelalbum mit insgesamt 32 Titeln auf.

Elvis Presley - "Prince From Another Planet"

Elvis Presley – Prince From Another Planet

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erscheint unter dem Titel „Prince From Another Planet – 40th Anniversary Edition“ eine neue Live-Doppel-CD von Elvis Presley, auf der erstmals zwei seiner berühmten Shows im New Yorker „Madison Square Garden“ vom Juni 1972 gemeinsam veröffentlicht werden.

Elvis Presley - "Prince From Another Planet"
Elvis Presley – „Prince From Another Planet“

Zum einen gibt es darauf die Afternoon Show vom 10. Juni 1972, die vom Label RCA ursprünglich im April 1997 als Longplayer (“An Afternoon In the Garden“) veröffentlicht wurde, zum anderen die sogenannte Evening Show, die am 10. Juni 1972 mitgeschnitten wurde und erstmals am 18.Juni 1972 unter dem Titel “Elvis: As Recorded At Madison Square Garden“ erschien.

Various Artists - "Giraffenaffen"

Giraffenaffen

„Giraffenaffen“ ist der Titel einer Compilation, auf der klassische Kinderlieder in neuem Gewand erstrahlen.

Various Artists - "Giraffenaffen"
Various Artists – „Giraffenaffen“

Musiker wie Chima, Lena, Annett Louisan, The BossHoss, Culcha Candela, Ulla Meinecke, Götz Alsmann, Thomas D, Roman Lob oder Dendemann nahmen sich Songs wie “Hejo, spann den Wagen an“, “Hätt’ ich Dich heut’ erwartet“, “Grün, grün, grün“, “Weißt Du wie viel Sternlein stehen“, “Seeräuber Opa Fabian“, “Die Affen rasen durch den Wald“ oder “Der Mond ist aufgegangen“ vor und verpackten sie in ein neues Arrangement.

One Direction - "Take Me Home"

One Direction – Take Me Home

Nachdem One Direction mit ihrem über 5 Millionen Mal verkauften Albumdebüt “Up All Night“ einen Rekord schafften, indem sie damit gleich die Pole Position der Billboard-Charts eroberten, was zuvor keine britische Band geschafft hatte, haben sie nun ihren zweiten Longplayer “Take Me Home“ am Start.

One Direction -  "Take Me Home"
One Direction – „Take Me Home“

Mitgewirkt daran hat eine Vielzahl von illustren Produzenten und Songwritern, darunter Ed Sheeran, der McFly-Sänger Tom Fletcher, Jake Gosling (Wiley, Ed Sheeran, Paloma Faith, Lady Gaga), Dr. Luke (Kelly Clarkson, Katy Perry, Avril Lavigne, Britney Spears, Kesha), Savan Kotecha (Alexandra Burke, Usher, Britney Spears, Cher Lloyd), Rami Yacoub (Nicki Minaj, Britney Spears, Taio Cruz, Labrinth) oder Carl Falk (Nicki Minaj, Taio Cruz).

The Rolling Stones - "GRRR"

The Rolling Stones – „GRRR!“

Die nagelneue Greatest Hits Collection zum 50-jährigen Bandjubiläum.

The Rolling Stones - "GRRR"
The Rolling Stones – „GRRR“

Pünktlich zum 50. – und pünktlich zum Weihnachtsgeschäft – erscheint eine ausführliche Werkschau einer der dienstältesten Rock’n’Roll-Bands überhaupt – den ROLLING STONES. Doch was unterscheidet „GRRR!“ von den vielen anderen Best Of Zusammenstellungen, die über die Jahrzehnte erschienen sind?

Nun, zum ersten Mal ist es der Umfang, der überzeugt. Bekam man vorher maximal nur 2 LPs oder heutzutage 2 CDs mit Best Of Titeln zu hören, sind es diesmal „mindestens“ drei CDs voll mit Material aus den Jahren 1963, dem Veröffentlichungsdatum ihrer ersten Single, ihrer temporeichen Version von Chuck Berrys Come On, bis 2012 (dazu später mehr). Die Betonung liegt auf “ mindestens“, denn „GRRR!“ erscheint in zwei Varianten: zum einen als 3CD Version mit 50 Tracks und zum anderen als 4CD Super Deluxe Version mit unglaublichen 80 Tracks.

Wankelmut - Wankelmoods Vol.1

Wankelmut – Wankelmoods Vol.1

Der 24-jährige Berliner Jacob Dilßner aka Wankelmut ist ganz gewiss einer der Durchstarter des Jahres im Musik-Biz. Sein Remix „One Day/Reckoning Song“ des Asaf Avidan-Titels „Reckoning Song“ stürmte in Deutschland und sieben weiteren europäischen Ländern auf Platz 1 der Charts.

Wankelmut - Wankelmoods Vol.1
Wankelmut – Wankelmoods Vol.1

Nun legt der Student der Philosophie nach, indem er die Mix Compilation “Wankelmoods Vol.1“ veröffentlicht, die bei einer Laufzeit von 80 Minuten 19 feine Tracks im Spannungsfeld zwischen Deep House und Techno offeriert.

Incubus - The Essential

Incubus – The Essential

Kaum zu glauben, aber wahr, die Alternative Rocker von Incubus sind bereits seit zwei Dekaden im Musik-Business tätig. Vier ihrer Alben erreichten eine Top2-Platzierung in den US-amerikanischen Albumcharts, der 2006er Longplayer „Light Grenades“ landete sogar auf Platz 1 der Billboard-Charts.

Incubus - The Essential
Incubus – The Essential

Knapp 1 ½ Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „If Not Now, When?“ erscheint nun ihre neue Werkschau „The Essential“, die auf zwei CDs ihre größten Charterfolge, aber auch unbekanntere Stücke aus den EPs „Enjoy Incubus“ (1997, „Version“), „When Incubus Attacks“ (2000, „Crowded Elevator“) und „Alive At Red Rocks“ (2004, „Pantomime“) enthält.

Beginnend 1997 mit dem Song „Version“ und endend 2011 mit drei Nummern aus ihrem letztjährigen Album „If Not Now, When?“ („Adolescents“, „Promises, Promises“, „In The Company Of Wolves“), gibt es auf der Doppel-CD insgesamt 28 Songs zu hören, die in chronologischer Folge dargeboten werden.

Hong Faux – The Crown That Wears The Head

Einen bunten Reigen rock‘n‘rolliger Sounds liefern uns Hong Faux mit ihrem Debütalbum “The Crown That Wears The Head”.

Hong Faux – „The Crown That Wears The Head“

Nach dem kernig-eingängigen Opener “Present Tense-Less” zeigt sich bereits mit “Feign Death To Stay Alive” die Vielseitigkeit der Schweden, die Hard/Stoner Rock mit Grunge und einer Spur Psychedelic mischen. Tolle Melodien verknüpfen sie mit erdigen Riffs, die das bombenfeste Fundament bilden. Dabei haben sie auch immer ein Ohr für leise Zwischentöne, bevor sie wieder mit klirrendem Rock aufwarten.

Megadeth – Countdown To Extinction – 20th Anniversary Edition

Megadeth veröffentlichen fette 20th Anniversary Edition ihres Klassikers “Countdown To Extinction”!

Megadeth – „Countdown To Extinction – 20th Anniversary Edition“

Etwas fatales haben diese Jubiläums-Veröffentlichungen ja schon an sich…!
Kaum hat man sich als Teenager mit feuchten Fingern und größter Vorfreude besagte Scheibe gegriffen, sind auch schon 20 Jahre ins Land gezogen und man realisiert, was man doch für ein alter Sack geworden ist. Wenn man dann allerdings heute noch mit gleicher Freude ein Album wie “Countdown To Extinction” in den CD-Schacht schiebt, spricht das nicht nur für die eigene (Rest-) Jugendlichkeit, sondern vor allem für die zeitlose Qualität der Mucke, die immer noch zum Besten gehört, was Megadeth und der Metal an sich zu bieten hat.

Toundra – (III)

Instrumentaler Postrock ist heute mitunter so abgegriffen wie das zerfledderte Klatschblatt im Wartezimmer des örtlichen Quacksalbers…!

Toundra – (III)

Als eine erfreuliche Ausnahme dieses Umstands erweisen sich die Toundra, die mit “(III)” ihr (wer hätte es gedacht?) drittes Album präsentieren. Wie schon beim Vorgänger “(II)” überzeugen die Spanier mit klasse arrangierten und spannungsreich aufgebauten Kompositionen, die nicht nur das volle Brett, sondern auch mal die filigrane Seite an den Tag legen. So kommt die Gitarre auch schon mal akustisch daher und wird nicht selten von einer Geige unterstützt.

Dabei mäandern sie sich durch druckvolle Klanglandschaften, in denen sich die sechs Tracks nach allen Regeln der Kunst austoben dürfen. Von sphärischen Momenten, über folkige Ansätze bis hin zur knallharten Breitseite, wird hier alles geboten, was sich der geneigte Fan nur wünschen kann.

Black Country Communion – Afterglow

Wenn man so will, ist bei Black Country Communion mal wieder alles beim alten.

Black Country Communion – „Afterglow“

Auch auf ihrem dritten Album, welches mit “Afterglow” diesmal sogar einen echten Titel spendiert bekommen hat, präsentiert die Supergroup mit Glenn Hughes, Joe Bonamassa, Jason Bonham und Derek Sherinian wieder lupenreinen Hard Rock, der vor Musikalität und Versiertheit nur so strotzt.

Aber was soll auch bei so einer Besetzung schon anderes herauskommen, könnte doch wohl jeder der Beteiligten bereits vor dem Frühstück einen Hit nach dem nächsten aus dem Ärmel schütteln. Dabei liegt hier aber auch das kleine Problem: Die Songs klingen fast schon zu perfekt. “Afterglow” bewegt sich von der ersten bis zur letzten Sekunde in der Rock‘n‘Roll-Eliteklasse. Ein paar Ecken und Kanten mehr hätten dem Album durchaus gut zu Gesicht gestanden.

Alex Dimou "Halemweg"

Alex Dimou „Halemweg“

Nach erfolgreichen Releases von SCSI-9 und Lee Burton, präsentiert Klik Records aus Athen nun das zweite Album des 24-jährigen griechischen producers, DJs und live-acts Alex Dimou.

Alex Dimou "Halemweg"
Alex Dimou „Halemweg“
Bereits auf seinem Debutalbum „One Of Us One Of Them“ (2010) bot Alex Dimou den Liebhabern elektronischer Musik das ganze Spektrum von clubby tracks, cinematic sounds und indie-ästhetik. Sein neues Album trägt den Titel „Halemweg“.

Beeinflusst von seiner Zeit in Berlin und den weltweiten DJ-Bookings atmet es die Luft und den Rhythmus der Städte in denen es entstanden ist. „Halemweg“ hat klare House Wurzeln und bringt den Glamour der Nu Disco zurück.

The Electro Swing Revolution Vol.3

The Electro Swing Revolution Vol. 3

Electro Swing ist ein Genre, das Ende des letzten Jahrtausends als Synthese aus Swing und elektronischen Elementen hervorgegangen ist und seitdem einen Siegeszug sondergleichen hingelegt hat.

The Electro Swing Revolution Vol.3
The Electro Swing Revolution Vol.3

Mit Vol. 3 veröffentlicht das Label Lola’s World Records nun bereits den dritten Teil der Compilation-Reihe „Electro Swing Revolution“, die von den renommierten DJs und Redakteuren Gülbahar Kültür (WDR Funkhaus Europa/Radio Bremen) und Johannes Heretsch (Radio Corax Halle/Berliner Fenster) zusammengestellt wurde.

Zu den absoluten Highlights des facettenreichen Samplers zählen gewiss die Parov Stelar-Nummer „Sally`s Dance“, die mit einem Gesangs-Feature von Cleo Panther aufwartet und jeden auf die Tanzfläche treiben dürfte, der schwungvoll-dynamische Bart & Baker-Track „The Swing Phenomenon“, der verführerisch-sinnliche Titel „Le Sexe Au Telephone“ der US-Amerikaner Thomas Feurer und Neal Pawley aka 11 Acorn Lane sowie der mit Samba-Elementen gewürzte Club Des Belugas-Track „Straight To Memphis“.

Nena - Du Bist Gut

Nena – Du Bist Gut

Heute erscheint “Du Bist Gut“, das mittlerweile 17. Studioalbum von Nena, dem Fräuleinwunder der Neuen Deutschen Welle.

Nena - Du Bist Gut
Nena – Du Bist Gut

Der Longplayer, dessen Stücke man größtenteils im Juni und Juli 2012 im Sundlaugin Studio der Band Sigur Ros auf Island einspielte, wurde soundtechnisch von Derek von Krogh, dem langjährigen Keyboarder in Nenas Band, in Szene gesetzt.

Funkelnde Kleinode wie die rockige Vorab-Single „Das Ist Nicht Alles“, das von Fragilität durchtränkte Stück „Im Reich Meiner Mitte“, der mit Punk-Anleihen aufwartende Rocker „Lied Nummer Eins“, der hitlastige Pop von „Freiheit“, die einfühlsame Piano-Ballade „Wo Ist Mein Zuhause“, der Elektropop-Track „Goldene Zeit Goldenes Land“, welcher durch ungeheures Hit-Appeal besticht, der spartanisch instrumentierte Titel „Lautlos“ sowie der melancholisch gefärbte Poprock von „Ich Hab Dich Verloren“ zieren dabei ein Werk, dessen Texte sehr persönlich ausgefallen sind.

Pit Przygodda - Lied

Pit Przygodda – Lied

Schlicht “Lied“ heißt das erste Vocal-Soloalbum von Pit Przygodda, dem ehemaligen Sänger der Hamburger Gitarrenpop-Band Go Plus, das nun beim Berliner Independent Label Solaris Empire (Kitty Solaris, Toni Kater, Bernhard Eder) erscheint.

Pit Przygodda - Lied
Pit Przygodda – Lied

Als Co-Produzent und Mischer stand dem Wahl-Hamburger Tobias Levin zur Seite, der in der Vergangenheit bereits in den Credits von Acts wie Tocotronic, Jens Friebe, Kante, Surrogat oder Contriva auftauchte.

Herausgekommen sind 11 abwechslungsreiche Songs, die sich irgendwo zwischen Singer-Songwriterstil, Pop und Chanson bewegen und dabei von einer melancholischen Grundfärbung geprägt sind. Dazu gibt es nachdenklich-persönliche Lyrics über Einsamkeit, über steinige Wege im Leben, über den Herbst und über die Liebe.

MADNESS - “Oui, Oui, Si, Si, Ja, Ja, Da, Da”

MADNESS – “Oui, Oui, Si, Si, Ja, Ja, Da, Da”

MADNESS melden sich mit neuem Album “Oui, Oui, Si, Si, Ja, Ja, Da, Da” zurück.

MADNESS - “Oui, Oui, Si, Si, Ja, Ja, Da, Da”
MADNESS – “Oui, Oui, Si, Si, Ja, Ja, Da, Da”

Das neue Werk der Briten ist mittlerweile ihr 10. Album – zählt man mal „The Madness“ von 1988 nicht dazu, als die Band nach einer Auflösung im Jahr 1986 nur noch aus vier Mitgliedern bestand und sich The Madness nannte.

10 Alben klingt viel, doch wenn man bedenkt, dass Madness seit 1976 (damals noch unter dem Namen The North London Invaders, seit 1979 dann Madness) Musik machen, sind 10 Alben nun wirklich nicht viel. Das mag auch daran liegen, dass zwischen 1985 und 1999 kein offizieller Tonträger erschienen ist.

Godspeed You! Black Emperor – Allelujah! Don’t Bend. Ascend

Was für ein Paukenschlag, ein neues Album von Godspeed You! Black Emperor…!

Wie aus dem Nichts taucht die Mutter allen Postrocks aus den Nebelschwaden der Musikszene hervor und konfrontiert uns mit einem Sound-Ungetüm, das sich nahtlos an den Vorgänger “Yanqui U.X.O.” andockt, dessen Veröffentlichung immerhin schon 10 Jahre zurückliegt.

Dies verwundert nicht, da es sich bei den beiden Haupttracks um sozusagen “altes” Material handelt, welches schon live zum Einsatz kam und nun strukturell ausformuliert für die Ewigkeit in schwarzes Vinyl geritzt wurde. Das Konzept ist natürlich voll auf die Langrille ausgelegt, so dass “Mladic” und “We Drift Like Worried Fire” das eigentliche Album bilden. Dazu gesellt sich eine 7” mit “Their Helicopters Sing” und “Strung Like Lights At Thee Printemps Erable”, zwei von dem Kollektiv in Eigenregie aufgenommenen Stücken.

Blueneck – Epilogue

War ein kennzeichnendes Trademark der bisherigen Blueneck Alben noch der gehauchte Gesang von Frontmann Duncan Attwood, gibt sich ihr neues Werk “Epilogue” nun gänzlich sprachlos.

Was geblieben ist, sind die kühl-melancholischen Klänge, die bevorzugt vom Piano vorgetragen werden. Ihr minimalistischer, sehr organisch klingender Postrock wirkt noch epischer und geht weiter in Richtung Film-Score.

Die Tracks bauen sich Schichtweise auf und kreisen mitunter nur um eine kleine Figur, die schlußendlich eine dramatische Überhöhung erfährt. Zu jeder Sekunde wird atemlose Spannung erzeugt und der innere Film spannt seine verschlungenen Pfade und Handlungsstränge.
Für Blueneck stellt dieses Album eine Zäsur dar, soll doch das neue Material für die 2013 erscheinende Gesangs-Scheibe durchaus in eine andere Richtung gehen…

The Durango Riot – Backwards Over Midnight

Auch wenn die große Schweinerock-Welle aus Skandinavien schon ein paar Jahre vorbei ist, kommen heute immer noch neue, hoffnungsvolle Vertreter dieser Zunft hervor, die wie die einstigen Heroen es verstehen, den guten alten Rock‘n‘Roll so richtig vom Stapel zu lassen.

Zu ihnen gehört auch The Durango Riot, vier Jungs aus Schweden, die ihre Mucke mit Köpfchen und Arschtritt vortragen und sich mit ihrer Mischung aus High-Voltage-Rock und einer Spur Blues schon mächtig viele Freunde erspielt haben. Ihr Sound erinnert ein wenig an die Spätphase von Gluecifer und die von den Stones beeinflußten Hellacopters Scheiben. Dabei klingen sie eigenständig und absolut versiert.

Mitreißendes Songwriting und die nötige Portion Rotz sorgen für Laune und ungetrübte Unterhaltung. Dabei spielen sie so lässig auf wie die Hives und sind mit “Backwards Over Midnight” gar nicht so weit weg vom Klassenprimus.