Laibach kündigen MUSICK ENCORE

Laibach kündigen MUSICK : ENCORE an – Pop, Remixe und das Ende der Musik

Laibach legen nach: Mit „MUSICK : ENCORE“ erscheint am 20. November 2026 ein Begleitalbum zu ihrem jüngsten Werk „MUSICK“. Die neue Veröffentlichung versammelt bislang unveröffentlichtes Material aus den ursprünglichen Sessions, neue Kollaborationen und Remixe – und führt damit die ungewöhnlich poppige Seite fort, die Laibach auf „MUSICK“ eingeschlagen haben.

Laibach kündigen MUSICK ENCORE
Laibach kündigen MUSICK ENCORE

Schon der Titel deutet an, dass „MUSICK : ENCORE“ nicht einfach eine klassische Fortsetzung sein soll. Vielmehr erweitert das Album die musikalische Welt von „MUSICK“ um zehn neue Tracks, auf denen Laibach erneut mit zahlreichen Gästen und Produzenten zusammenarbeiten.

„This Is The End“ eröffnet die Kampagne

Zum Auftakt veröffentlichen Laibach gleich zwei unterschiedliche Stücke. „This Is The End“ ist ein komplett neuer Song mit der slowenischen Sängerin und Musikerin Kaja Skrbinšek. Daneben erscheint eine neue Version von „Love Machine“ feat. Senidah, die vom Labelkollektiv PUNCHBAG remixt wurde.

Gerade diese Kombination macht deutlich, in welche Richtung Laibach mit „MUSICK : ENCORE“ gehen: elektronische Popstrukturen, Remixes und Gaststimmen treffen auf die gewohnt konzeptuelle Arbeitsweise der slowenischen Gruppe.

Wenn Laibach Pop machen

„MUSICK“ hatte bereits eine auffallend eingängige Seite. Laibach selbst beschreiben die Songs als Popmusik, die sich mit den Zeichen einer „hyperdynamischen Postmoderne“ auseinandersetzt. Dabei geht es nicht nur um Melodien und Beats, sondern auch um die Frage, was Popmusik in einer Zeit bedeutet, in der Algorithmen und generative künstliche Intelligenz zunehmend selbst an der Produktion kultureller Inhalte beteiligt sind.

Die Band formuliert es entsprechend provokant: Vielleicht seien dies die letzten Momente, in denen Musik, die allein zum Vergnügen geschaffen wird, noch eine größere Bedeutung haben könne – bevor künstliche Intelligenz den Menschen überholt. Laibachs Antwort darauf: den Moment nutzen.

Laibach MUSICK
Laibach MUSICK

Auch die internationale Presse hat diese poporientierte Phase der Band aufmerksam verfolgt. MOJO bezeichnete „MUSICK“ als Album mit einem „serious purpose“ und zugleich viel Spaß und vergab vier von fünf Sternen. Electronic Sound sprach vom „sound of pop eating itself“, während BrooklynVegan die Platte als eine besonders verdrehte und zugleich konsequent auf Pop ausgerichtete Veröffentlichung der über 40-jährigen Bandgeschichte beschrieb.

Zahlreiche Gäste und neue Perspektiven

Auf „MUSICK : ENCORE“ erweitert sich das musikalische Netzwerk noch einmal. Senidah ist in zwei unterschiedlichen Versionen von „Love Machine“ vertreten. Neben dem PUNCHBAG Remix gibt es eine weitere Bearbeitung von The Lincolnshire Poacher.

Richard X, der bereits bei mehreren Stücken mit Laibach gearbeitet hat, ist erneut als Produzent beteiligt und liefert außerdem einen Remix von „Resistencia“. Auf dieser Version ist Gregor Strasbergar von der slowenischen Alternative-Band MRFY zu hören.

Die ghanaische Sängerin Wiyaala, auf die Laibach nach eigenen Angaben erstmals in einem Underground-Club in Ljubljana aufmerksam wurden, erscheint auf zwei neuen Varianten von „Musick“. Dazu gehören die „Unsick Version“ sowie ein Remix von Balžalorsky.

Weitere Gäste sind Marina Mårtensson, Manca Trampuš von Koala Voice und Bojan Cvjeticanin von Joker Out. Letzterer ist auf „Faith No More“ vertreten.

Die Vinyl-Ausgabe von „MUSICK : ENCORE“ umfasst zehn Titel. Vier zusätzliche Stücke erscheinen exklusiv auf CD und in den digitalen Versionen.

Das Tracklisting:

  1. This Is The End (feat. Kaja Skrbinšek)
  2. Yom Kippur
  3. #US (feat. Marina Mårtensson)
  4. Tales From The Crypt
  5. Faith No More (feat. Marina Mårtensson & Bojan Cvjetićanin)
  6. Musick (feat. Wiyaala) (Balžalorsky Remix)
  7. Resistencia (feat. Gregor Strasbergar) (Richard X Remix)
  8. Love Machine (feat. Senidah) (PUNCHBAG Remix)
  9. Modern Talking (feat. Manca Trampuš)
  10. Musick (Unsick Version)<

„MUSICK : ENCORE“ erscheint am 20. November 2026 bei Mute/[PIAS].

Parallel zur Veröffentlichung setzen Laibach ihre „MUSICK“-Tour fort. Im September und Oktober stehen Konzerte in Slowenien, Großbritannien, Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Dänemark, Tschechien und Kroatien auf dem Programm.

Zu den deutschen Terminen gehören:

  • 6. Oktober – Bochum, Zeche
  • 8. Oktober – Hamburg, Große Freiheit 36
  • 13. Oktober – Berlin, Huxleys Neue Welt
  • 14. Oktober – Dresden, Reithalle

Weitere Stationen sind unter anderem London, Manchester, Southampton, Gent, Nijmegen, Oslo, Kopenhagen, Brno und Zagreb.

Laibach – aktuelle Tourdaten und Tickets

25.09. SI-Ljubljana, Kino Šiška
26.09. SI-Ljubljana, Kino Šiška
29.09. UK-London, Islington Assembly Hall
30.09. UK-Manchester, Ritz
01.10. UK-Southampton, 1865
02.100. UK-Canterbury (UK), The Gulbenkian
04.10. BE-Gent, Democrazy
06.10. Bochum, Zeche
07.10. NL-Nijmegen, Doornroosje
08.10. Hamburg, Große Freiheit 36
09.10. NO-Oslo, Rockefeller Music Hall
11.10. DK-Kopenhagen, Bremen Teater
13.10. Berlin, Huxleys Neue Welt
14.10. Dresden, Reithalle
15.10. CZ-Brno, Fleda
16.10. HR-Zagreb, Boogaloo

Mit „MUSICK : ENCORE“ machen Laibach also genau dort weiter, wo „MUSICK“ aufgehört hat: zwischen eingängigem Pop, elektronischer Musik, kultureller Reflexion und der bewussten Übertreibung ihrer eigenen musikalischen Inszenierung. Das Ergebnis dürfte vor allem eines sein: eine weitere Gelegenheit für Laibach, Popmusik gleichzeitig zu feiern und auseinanderzunehmen.

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