OBAKE – Mutations

Wenn es Ausdrucksform und Wesen beschreibende Bezeichnungen wie Hard Rock und Death Metal gibt, dann können Obake für ihren abgefahrenen Sound schon einmal die Kategorie Art Doom reservieren lassen.

OBAKE - Mutations
OBAKE – Mutations

Der Vierer weiß, wie man die tiefen Frequenzen bearbeitet und bietet breite Riffs, schleppenden Rhythmus und jede Menge Heavyness. Doch damit geben sie sich nicht zufrieden! Sie packen einfach noch eine Schippe Noise, Prog und sogar Jazz oben drauf, so dass auch ihr neuestes Werk „Mutations“ wieder eine wilde Stilmixtur präsentiert, die ob ihrer Vielfalt trotzdem nicht anstrengend im Sinne von nervig ist.

Da wundert es auch nicht, wenn nach dem psychedelischen Schluss von „Second Death Of Foreg“ mit „Burnt Down“ ein jazziges Postrock Zwischenspiel ertönt, welches zu „M“ überleitet, das sich in seinem zerstörerischen Verlauf fast schon orchestral entwickelt. Und mit dem abschließenden „Infinite Chain“ hätte sich wohl auch ein Frank Zappa für kernigen Doom begeistert!

Obake legen auf „Mutations“ einen absolut eigenständigen Sound an den Tag und beweisen, dass auch das Genre Doom durchaus offen für Experimente sein kann.

OBAKE – Mutations (Rare Noise Records / Cargo)

(Jens)