ORM – Orm

Brachial, mystisch und voll bösartiger Anziehungskraft präsentiert sich das selbst betitelte Debüt von Orm, welches längst vergangene Zeiten wieder aufleben lassen, in denen Mensch, Natur und Metaphysik in existenzieller Verbindung miteinander standen.

ORM – Orm

Nebel umschlungene Gipfel und dunkle Wälder scheinen das natürliche Habitat von Orm (deutsch: der Wurm) zu sein, die sich durch den schweren Morast graben und in ihrer wirbellosen und schleimigen Gestalt doch von der Erhabenheit des Ganzen künden. Abseits aller zivilisatorischen Errungenschaften, erzählen sie vom Kampf des Individuums mit seiner Umwelt, den Göttern/Dämonen und natürlich mit sich selbst.

Das Quartett, bestehend aus Simon Sonne Andersen (Gitarre, Gesang), Theis Wilmer Poulsen (Gitarre, Gesang), Troels Cort Nielsen (Bass) und Adam Schønemann (Schlagzeug), transportiert diese Botschaft mit garstigem Black Metal, der mit seiner rohen Energie, aber auch mit einer epischen Eingängigkeit punkten kann. Fauchende Vocals, grollende Drums und schneidende Riffs charakterisieren den Sound von Orm, der unterschwellig sogar einen dreckigen Rock’n’Roll-Vibe besitzt. Durch flirrende Melodien und schleppende Zwischenparts verleihen Orm ihren Tracks zusätzliche Größe, die durch vereinzelte Choräle noch weiter gesteigert wird.

Majestätisch türmt sich „Orm“ vor dem Hörer auf, der, wenn er denn zu dem erlauchten Kreis bekennender Krachliebhaber gehört, diesen Aufstieg begeistert auf sich nehmen wird. Auf ihn wartet ein rasender Trip in die Abgründe des Seins, an deren Ende er von einem eigenwilligen Wurm in Empfang genommen werden dürfte. Orm – ein muss für jeden anspruchsvollen Black-Metal-Liebhaber!

ORM – Orm (Indisciplinarian / Soulfood)

(Jens)