POWER TRIP – Nightmare Logic

Noch relative jung an Jahren, haben die Jungs von Power Trip dennoch die Highlights der harten Mucke der 1980er Jahre verinnerlicht, was sie unverkennbar auf ihrem neuen Album „Nightmare Logic“ unter Beweis stellen.

POWER TRIP – Nightmare Logic

Der Fünfer aus Dallas, Texas bedient sich musikalisch bei dem, womit man seinerzeit schon die Eltern zur Weißglut treiben konnte: Metal, Hardcore und Punk. Man könnte die Musik von Power Trip als thrashigen Hardcore oder andersherum als Thrash Metal mit einer gehörigen Portion Core bezeichnen.

Gemeinsame Auftritte mit Bands wie Title Fight oder Merchandise genauso wie mit Napalm Death oder Anthrax sprechen für die Nische, die Power Trip besetzten. Das Infoblatt charakterisiert ihren Sound als „Exodus meets Cro-Mags“, was den Nagel ziemlich treffend auf den Kopf trifft. Die Riffs sägen wie vor dreißig Jahren und selbst die Tonfarbe erinnert an die seligen Zeiten. Da wundert es dann auch nicht, wenn etwa im Soloteil von „Firing Squad“ eine amtliche Slayer-Reminiszenz ausgepackt wird.

Das „Nightmare Logic” dennoch nicht wie ein müder Aufguss der Vergangenheit klingt, spricht für Power Trip und sollte alle Fans der genannten Genres veranlassen, sich dieses kernige Teilchen mal zu Gemüte zu führen.

POWER TRIP – Nightmare Logic (Southern Lord)

(Jens)