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Mary Roos – “Denk Was Du Willst“

Mary Roos – “Denk Was Du Willst“

Die inzwischen 64-jährige Sängerin Mary Roos wird gerne in die Schlager-Schublade gesteckt, dabei feierte sie vor allem in den 70er Jahren auch große Erfolge als Sängerin französischer Chansons.

Mary Roos – “Denk Was Du Willst“
Mary Roos – “Denk Was Du Willst“

Vor einigen Tagen veröffentlichte die gebürtige Bingerin nun ihr brandneues Album “Denk Was Du Willst“, das sich als schnörkellos arrangiertes Album zwischen Pop, Chanson, Jazz, Swing und Bossa Nova präsentiert und dabei von der Konzentration auf das Wesentliche lebt.

Soundtechnisch in Szene gesetzt wurde das Ganze von Robert Di Gioia (Max Herre, Joy Denalane, Y`Akoto, The Notwist), während die ehemalige Quarks-Sängerin Jovanka von Wilsdorf, Frank Ramond (Annett Louisan, Ina Müller, Christina Stürmer, Johannes Oerding), Sven Bünger (Johannes Oerding, Anna Depenbusch, Pascal Finkenauer, Auletta) und Justin Balk (Max Mutzke, Christina Stürmer) als Songschreiber fungierten.

Mit von der Partie ist auch Till Brönner, der zum einen den Album-Track “Adrian“ komponierte, zum anderen auch für die Booklet-Fotos verantwortlich zeichnete.

Als Standout-Tracks des Silberlings seien hier mal die retro-inspirierte Vorab-Single “Lass Mich Dich Auch Mal Vermissen“, die balladeske Nummer “Wo Warst Du Nur“, das durch Beschwingtheit geprägte Stück “Sonntage“, der nachdenkliche Titel “Ist Das Alles“, das Bossa Nova-lastige “Sommer Unseres Lebens“ sowie “Ne Me Quitte Pas“, eine liebevolle Coverversion des gleichnamigen Jacques Brel-Evergreens, genannt.

Zum ersten Mal überhaupt ist die Schlager-Ikone ab Mitte Mai – unterstützt übrigens von Musikern der Max Herre-Band – auf Solo-Tour und wird dann natürlich die Songs des wirklich sehr ansprechenden Albums “Denk Was Du Willst“ im Gepäck haben.

Mary Roos live:

15.05. Berlin, Quatsch Comedy Club

16.05. Köln, Gloria

17.05. Hamburg, Gruenspan

Website: http://www.mary-roos.de

Mary Roos – “Denk Was Du Willst“ (Boutique/Universal)

Michael Bublé – “To Be Loved“

Michael Bublé – To Be Loved

Seit gestern ist “To Be Loved”, das mittlerweile sechste Studioalbum von Michael Bublé, auf dem Markt.

Michael Bublé – “To Be Loved“
Michael Bublé – “To Be Loved“

Soundtechnisch in Szene gesetzt wurde das in Vancouver und Los Angeles aufgenommene Album von Bob Rock (Nelly Furtado, Metallica, Bon Jovi, Bush).

Bereits seit dem 26. Februar ist die Vorab-Single “It’s A Beautiful Day“, bei der Michael Bublé als Co-Autor fungierte, als digitaler Download erwerbbar. Der sonnendurchflutete Vorbote ist seit dem 22. März auch als CD-Single mit dem Bonustrack “Hollywood“ erhältlich.

Auf dem Longplayer stehen Remakes von bekannten Musik-Klassikern und von Michael Buble mitgeschriebene brandneue Songs gleichberechtigt nebeneinander.

Stets respektvoll zollt der Kanadier den Originalsongs auf seinen Neuinterpretationen, unter denen “To Love Somebody“ (Bee Gees), die Scotty Wiseman-Komposition “Have I Told You Lately“ – in der Vergangenheit bereits gecovert von Elvis Presley, Ricky Nelson, Bing Crosby oder Eddie Cochran -, das Dean Martin-Remake “Nevertheless“ (mit einem Feature der Puppini Sisters) und “Something Stupid“ (feat. Reese Witherspoon) herausragen, Tribut.

Taufrische Songs sind neben der oben bereits erwähnten Single “It`s A Beautiful Day“ der balladesk gefärbte Track ”Close Your Eyes”, “After All”, ein straight nach vorne gehendes Duett mit Bryan Adams, und das mit Soul-Einflüssen aufwartende Stück “I Got It Easy”.

Zwischen Jazz, Swing und Pop angesiedelt, hat der Kanadier, unterstützt von so illustren Songwritern wie Amy Foster (Josh Groban, Diana Krall, Destiny`s Child), Al Jarreau, Jay Graydon (George Benson) sowie seinen langjährigen Songschreibern Alan Chang und dem 15-fachen Grammy-Gewinner David Foster (Celine Dion, Josh Groban) ein rundum delikates Album geschaffen, das sicherlich weltweit die Charts erobern wird. So befindet sich der Nachfolger des bis dato 7 Millionen Mal verkauften Longplayers “Christmas“ momentan unter anderem in Australien, Österreich, Belgien, den Niederlanden, Finnland und Irland an der Spitze der iTunes-Charts und ist dort hierzulande auf Platz 2 notiert.

Michael Bublé-Fans sei die Deluxe-Edition von “To Be Loved“ ans Herz gelegt, wartet sie doch mit den drei Bonus-Tracks “It`s A Beautiful Day (Swing Version)“, “Be My Baby“ und “My Melancholy Baby“ auf.

Hier gibt es den Clip zu „To Love Somebody“

Weblink: http://www.michaelbuble.de

Michael Bublé – “To Be Loved“ (Reprise Records/Warner)

Nina Simone – “To Be Free – The Nina Simone Story”

Nina Simone – To Be Free – The Nina Simone Story

Feine Nina Simone-Werkschau soeben erschienen

Nina Simone – “To Be Free – The Nina Simone Story”
Nina Simone – “To Be Free – The Nina Simone Story”

Am 21. Februar hätte die amerikanische Sängerin Eunice Kathleen Waymon alias Nina Simone, welche mit Songs wie “My Baby Just Cares For Me” oder “I Put A Spell On You” Weltberühmtheit erlangte, ihren 80. Geburtstag gefeiert. Das nimmt das Label RCA/Legacy zum Anlass, als Huldigung unter dem Titel “To Be Free – The Nina Simone Story“ ein Box-Set herauszubringen, das als Retrospektive den Zeitraum zwischen 1957 und 1993 umfasst.

Die stilistische Bandbreite der Compilation reicht dabei von Jazz und Pop über Soul bis hin zu Gospel.

Auf drei CDs sind insgesamt 51 Tracks vereint, darunter Klassiker wie ihre allererste Single “I Loves You, Porgy“ (1957), der Song “To Be Young, Gifted And Black“ (1969), welcher zur Hymne der schwarzen Bürgerrechtsbewegung avancierte, die Gospel-Nummer “I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free“ (1967), das jazzig gefärbte Remake des Screamin` Jay Hawkins-Songs “I Put A Spell On You“ (1965), “Here Comes The Sun“ (1971), die bezaubernde Coverversion des gleichnamigen Beatles-Klassikers, das orchestral angehauchte “Don`t Let Me Be Misunderstood“ (1964) oder die Bee Gees-Coverversion “To Love Somebody“ (1968).

Zwei Songs dürfen nicht unerwähnt bleiben: zum einen Nina Simones bluesige Interpretation des Songs “Feeling Good“ aus dem 1965er Musical “The Roar Of The Greasepaint – The Smell Of The Crowd“, zum anderen der Jazz-Klassiker “My Baby Just Cares For Me“ (1958), der 1987 als Werbesong für ein französisches Parfüm ausgewählt wurde und daraufhin eine Notierung auf Platz 5 der britischen und sogar auf der Pole der niederländischen Single-Charts erreichte.

Obendrein ist noch eine DVD beigelegt, welche die mit dem Emmy nominierte 23-minütige Dokumentation “Nina: A Historical Perspective“ aus dem Jahre 1970 beinhaltet, in der Liveaufnahmen von Songs wie “Ain`t Got No- I Got Life“, “Pirate Jenny“, “I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free“ sowie “Precious Lord“ zu hören sind.

Abgerundet wird das Ganze durch ein Booklet mit ausführlichen Liner Notes und Track-by-Track-Anmerkungen.

Fazit: Ein faszinierender Querschnitt durch die Karriere von Nina Simone, die neben Mahalia Jackson, Billie Holiday, Ella Fitzgerald und Aretha Franklin gewiss zu den bedeutendsten afroamerikanischen Sängerinnen der Musikgeschichte zählt und junge Künstlerinnen wie Alicia Keys inspiriert hat.

Nina Simone – “To Be Free – The Nina Simone Story” (3CD+DVD – RCA/Legacy/Sony Music)

Stephanie Neigel - "Introducing Stephanie Neigel"

Stephanie Neigel – Introducing Stephanie Neigel

Auf dem Label o-tone music ist soeben das Debüt-Album von Stephanie Neigel, der Nichte der Sängerin Julia (Jule) Neigel erschienen, das von Martin Rott (Anstatt Blumen) produziert wurde.

Stephanie Neigel - "Introducing Stephanie Neigel"
Stephanie Neigel – „Introducing Stephanie Neigel“

“Introducing Stephanie Neigel“ zeichnet sich dabei durch eine kunterbunte Melange aus Jazz, Pop und Soul aus, die mit Ingredienzen aus Blues und Country garniert wird.

Nach mehreren Hördurchgängen sind der Opener “Anything But Love“, eine dem Soul frönende Nummer mit Streicher-Einsatz, das durch lateinamerikanische Klänge geprägte “Leave It Behind“ sowie die melancholisch-verträumte Ballade “Sea Song“ die Songs, die zu meinen persönlichen Favoriten auf dem Erstling avancieren.

Wer auf melodienverliebten Jazz-Pop mit klarem weiblichen Gesang steht, kann sich dieses durch Mannigfaltigkeit bestechende Album getrost zulegen.

Website: http://www.stephanieneigel.de

Stephanie Neigel live:

06.02.13 Freiburg – 25. Internationale Kulturbörse
02.03.13 Miltenberg – Beavers
12.03.13 Wetzlar – KulturStation
13.03.13 Düsseldorf – Ugly Deluxe
14.03.13 Oldenburg – Wilhelm 13
16.03.13 Berlin – B-Flat
17.03.13 Rüsselsheim – Das Rind
21.03.13 Karlsruhe – Tempel
25.06.13 Freiburg – Waldsee Freiburg/Jazz ohne Stress

Besetzung:

Stephanie Neigel – Vocals
Nils Becker – Gitarre
Volker Engelberth – Piano
Alex Merzkirch – Bass
Martin Rott – Schlagzeug

Stephanie Neigel – “Introducing Stephanie Neigel“ (o-tone music / BHM)

Caro Emerald präsentiert: „Drum Rolls & Heart Breaks“

Caro Emerald präsentiert: „Drum Rolls & Heart Breaks“

Das Doppel-CD Pack mit der Musik, die Caro Emerald und ihr Produzententeam zu den Hits des mehrfach ausgezeichneten Platin-Albums „Deleted Scenes From The Cutting Room Floor“ inspirierte!

Caro Emerald präsentiert: „Drum Rolls & Heart Breaks“
Caro Emerald präsentiert: „Drum Rolls & Heart Breaks“
Mit Songs von Caro Emerald, Eartha Kitt, The Andrews Sisters, Billy Holliday, Gene Krupa, Della Reese und vielen mehr.

Man stelle sich vor, Musikliebhaber sitzen zusammen und wollen einer Generation huldigen – kein einfaches Unterfangen. Es gilt, aus einer Reihe von zerbrechlichen Vinyls und empfindlichsten Erstpressungen von CDs nach Songs und Interpreten zu suchen, die die Swing-Ära widerspiegeln und die es sich unsterblich zu machen lohnt. Diese kleinen Geschichtsgüter sollen von der eingestaubten Platte ihren Weg auf die kleine, unendlich abspielbare Scheibe finden.

Mit viel Liebe wurden Interpreten und Arrangeure zusammengesucht, die für das Team um Caro Emerald und ganze Generationen große Wichtigkeit besitzen.

So zum Beispiel Künstler wir Xavier Cugat. Der Spanier inspirierte mit seinem Latin-Sound eine ganze Generation und schaffte so in der Geburtsstunde des Swing eine Plattform für Starlets wie Abbe Lane. Sein Beitrag „Green Eyes“, im Original geschrieben in seiner Muttersprache mit dem Titel „Aquellos Ojos Verdes“ spiegelt die Ausgeglichenheit wieder, die zu der Zeit im Nachtleben herrschte.
Jimmy Dorsey, der mit genau diesem Song einen Hit verbuchen konnte, ist hier mit dem Lied „Man It´s Groovy“ vertreten – unterstützt von Helen O´Connell, einer der Schützlinge von Caro´s Produzenten David Schreurs.

Manche schaffen es, ihre Konkurrenz ausnahmslos abzuhängen. So auch Gene Krupa. Er beeinflusste eine Bewegung, die ihn Zweifels ohne zu einem der Größten seiner Zeit erklärte. Er war der erste, der ein komplettes Drumset nutzte während seiner Performances und der Songs wie den von Trompeter Roy Eldridge geschriebenen „Drum Boogie“ populär machte. Stan Kenton, Anita O´Day, Della Reese und viele mehr geben einen Einblick in die Welt der Big Bands und deren raffinierten und beständigen Arrangements, die jedem seinen Part sichern.

Das Mexikanische Ausnahmetalent Perez Prado war Bandleader, Autor, Komponist, Arrangeur und Schauspieler. Während seiner erstaunlichen RCA Karriere feierte man ihn für „Cherry Pink and Apple Blossom White“. Die eigentliche Cleverness des Mannes aber, wird in seiner Live-Version von „Mambo No 5“ offensichtlich. Später ein Hit von Lou Bega, hier im Original eine Offenbarung an das Orchester, der musikalischen Revolution in ihrer Mitte zu folgen.

Oft kopiert doch nie erreicht, sind sie gleich mit zwei Songs vertreten. Mit „Aurora“ und ihrem Nummer-Eins-Hit „Pistol Packin´ Mama“ mit Bing Crosby, zeigt das erfolgreichste Trio der Decca Records, die Andrews Sisters, ihren eigenen Sound, der bis heute begeistert. Vermischt mit einer Prise Doris Day und Les Brown, der Stimme von Sarah „Sassy“ Vaughan und dem Sound von Django Reinhardt´s Gitarre empfiehlt sich hier eine Ära von Superstars.

Miss Billie Holiday, ein Vorbild für Generationen, unter anderem auch für Caro´s „Back It Up“, steuert „Pennies In Heaven“ bei und die samtweiche Stimme von Dean Martin erinnert mit „Sway“ an eine unnachahmliche Karriere.

Diese 34 Songs auf zwei CD‘s spiegeln eine Vergangenheit wieder, die es sich aufleben zu lassen lohnt. Legenden von Musikern, die in den kleinen Clubs begannen, Lieder, die bis heute kein bisschen an Wichtigkeit und Charme verloren haben und eine musikalische Ära, die bis heute als Inspiration von Generationen dient.

Caro Emerald möchte mit diesen Songs Danke sagen und daran erinnern, dass sich Träumen lohnt. „Dream A Little Dream“ – unser Geschenk für Sie zur Weihnachtszeit.

Caro Emerald präsentiert: „Drum Rolls & Heart Breaks“ Tracklisting:

1 Jimmy Dorsey Man, That’s Groovy
2 Gene Krupa Drum Boogie
3 Stan Kenton, Anita O’Day And Her Tears Flowed Like Wine
4 Xavier Cugat & His Orchestra Green Eyes
5 Edmundo Ros & His Orchesta Sorta On The Border
6 Enric Madriguera One Night In Brazil
7 Bing Cosby With The Andrews Sisters And Vic Schoen & His Orchestra Pistol Packin‘ Mama (Single)
8 The Decastro Sisters Teach Me Tonight Cha Cha
9 Dean Martin Sway
10 Shirley Bassey Kiss Me Honey Honey Kiss Me
11 Delia Reese Why Don’t You Do Right
12 Jack Costanzo I Love Paris (1996 Digital Remaster)
13 Perez Prado Mambo No 5 (Live)
14 Les Brown & His Orchestra I’ve Got The Sun In The Morning
15 Tex Williams Smoke! Smoke! Smoke! (That Cigarette)
16 Eartha Kitt Mambo De Paree
17 The Andrews Sisters Aurora

1 June Christy It’s Been A Long, Long Time
2 Sarah Vaughan Orchestra, Hugo Peretti Orchestra Whatever Lola Wants (Lola Gets)
3 Doris Day, Les Brown Sooner Or Later
4 Fats Weller Your Feet’s Too Big
5 Billie Holiday Pennies From Heaven
6 Django Reinhardt, Jean Sablon Darling, Je Vous Aime Beaucoup
7 Luis Arcaraz Viajera
8 Martin Denny Martinique
9 Boswell Sisters Heebie Jeebies
10 Xavier Cugat & His Waldorf-Astoria Orchestra, Dinah Shore The Breeze And I
11 The Andrews Sisters Toolie Oolie Doolie (The Yodel Polka)
12 Eartha Kitt My Heart Belongs To Daddy
13 The Dinning Sisters You’re A Character, Dear
14 Lina Romay Don’t Get Around Much Anymore
15 Les Baxter Adios
16 Ella Fitzgerald & Her Famous Orchestra You’re Gonna Lose Your Gal
17 Caro Emerald Dream A Little Dream Of Me

Inez - "Fiction Folk"

Inez – „Fiction Folk“

Aus der Schweiz stammt die Singer/Songwriterin Ines Brodbeck alias Inez, die mit „Fiction Folk“ nun ihr Debütalbum vorlegt, auf dem sie neben Michael Chylewski und Eric Gut als Co-Produzentin fungierte.

Inez - "Fiction Folk"
Inez – „Fiction Folk“

Bei den Aufnahmen erhielt die Multiinstrumentalistin (Percussion, Cembalo, Violin) von Michael Garrod (Piano), Joshua Valland (Guitars, Mandolin), Mirco Häberli (Acoustic Bass. Eric Gut (Drums, Percussion), Michael Chylewski (Electric and Acoustic Bass, Additional Guitars) und Lukas Briggen (Trombone) Unterstützung.

Das Resultat ist ein überaus vielseitiges Album, auf dem die stilistische Bandbreite von Jazz über Folk und Pop bis hin zu Singer/Songwritertum reicht, wobei Einflüsse aus kubanischer und brasilianischer Musik integriert werden.

Keytracks der gelungenen Scheibe sind meines Erachtens der Opener „Remember“, ein durch Piano-Klänge und zarten Latin-Sound geprägter Song, welcher zum Träumen einlädt, sowie der smooth-entspannte Track „Movimientos“.

Website: http://www.foxtonesmusic.de

Inez – „Fiction Folk“ (Foxtones)

Blank & Jones - "RELAX - Jazzed"

Blank & Jones – „RELAX – jazzed“

Blank & Jones überraschen mit „RELAX-Jazzed“

Blank & Jones - "RELAX - Jazzed"
Blank & Jones – „RELAX – Jazzed“

Vor 9 ½ Jahren erschien der erste Teil der RELAX-Reihe des Kölner DJ- und Produzenten-Duos Blank & Jones. Unter Musikliebhabern hat die CD-Serie, die gekonnt die Genres Lounge, Beach House und Chillout verschmelzen lässt, längst Kultstatus erlangt. Die letzten drei Relax-Veröffentlichungen schafften hierzulande sogar den Sprung in die Top20.

Mit „RELAX – jazzed“ erscheint nun eine besondere Ausgabe der Reihe, auf der Julian und Roman Wasserfuhr, zwei wichtige Vertreter des Modern Jazz aus Deutschland, bekannten Blank&Jones-Klassikern neues Leben einhauchen.

Ob dem Top40-Hit „Flying To The Moon“ (1998), ob „Perfect Silence“, in der ursprünglichen 2004er Version eine hymnische Trance-Nummer mit engelhaftem Gesang von Bobo, ob dem Top Ten-Smasher „Desire“ aus dem Jahre 2002 – allen Songs wurde vom Trompeter Julian Wasserfuhr und seinem Bruder Roman (Piano) ein bezauberndes Jazz-Kleid verpasst.

Bei dem Song „Flying To The Moon“ fungiert der Kölner David Rynkowski als Gastsänger, während die anderen Stücke in den jeweiligen Neuinterpretationen instrumental daherkommen.

Ein wunderschön stimmiges Album, das mit seinen angenehm-relaxten Jazzklängen die perfekte Untermalung für wohlige und gemütliche Kaminabende liefern dürfte.

Tracklist:

  1. Lazy Life
  2. Perfect Silence
  3. Relax
  4. Hideaway
  5. Flying To The Moon
  6. Pura Vida
  7. Mind Of The Wonderful
  8. Closer To Me
  9. Consequences
  10. Desire

Hier gibt es den offiziellen Trailer zu “Relax Jazzed”

Website: http://www.soundcolours.com

Blank & Jones – “Relax – Jazzed“ (Soundcolours/Soulfood)

V.A. – Jazz for Japan CD Cover Artwork

V.A. – Jazz for Japan

Es ist ein Treffen der Stars, doch der Superstar auf „Jazz For Japan“ ist die Gemeinschaft aller Beteiligten.Manchmal bedarf es besonderer Anlässe, um außergewöhnliche musikalische Leistungen abzurufen.

V.A. – Jazz for Japan CD Cover Artwork
V.A. – Jazz for Japan

Diese Anlässe können erfreulich sein wie Jahrestage, große Sportveranstaltungen oder politische Umwälzungen. Man denke nur an die Wahl von Obama vor einigen Jahren. Sie können aber auch weniger erfreulich, um nicht zu sagen schrecklich sein.

Eine alte Weisheit besagt, dass in Tagen der Not die Kunst am meisten profitiert. Die schlimmste Naturkatastrophe des Jahres 2011 war zweifellos das Erdbeben, das am 11. März 2011 den Norden Japans heimsuchte.

Der dadurch ausgelöste Tsunami verwüstete den ganzen Küstenstrich, Zehntausende starben und in Fukushima ereignete sich das größte nukleare Desaster seit Tschernobyl.

Die Jazzszene der amerikanischen Westküste bezieht nicht gerade kontinuierlich Stellung zu den großen Problemen der Menschheit.

Doch Japan ist sozusagen der pazifische Nachbar Kaliforniens. Das große Beben löste auch eine Eruption in der Jazz-Gemeinde von Los Angeles aus. Für Produzent Larry Robinson bestand keine Frage, dass er handeln musste. Kurz entschlossen rief er 25 Jazzmusiker an, die in der Fusion-Szene Rang und Namen haben, buchte die berühmten Capitol Recording Studios und nahm innerhalb von zwei Tagen eine der eindrucksvollsten Sessions in der Geschichte des kalifornischen Jazz auf.

Allein die Liste der Beteiligten liest sich wie ein Who Is Who des modernen Jazz: Tom Scott, George Duke, Kenny G., Alex Acuna, Billy Childs, Lee Ritenour, Steve Gadd, Ngudu Chancler, Bob James und viele mehr. Sie alle touren regelmäßig in Japan und wollen der Insel der Morgensonne mit diesem Benefiz-Album nun etwas zurückgeben.

Der Beliebtheitsgrad dieser Musiker mag in einzelnen Kreisen unterschiedlichen sein, doch allen Beteiligten gelingt es, sich über ihr eigenes Image hinwegzusetzen.

Hier geht es weder um Egos noch um einen Wettkampf der Intentionen und Fähigkeiten, hier steht allein das Statement der Community im Mittelpunkt. So unglaublich es angesichts dieses Aufgebotes an Stars klingen mag: Gemeinsam sind sie viel stärker als in der Summe aller einzelnen. Musikern wie Tom Scott ging es schon lange gegen den Strich, dass ihr Jazzumfeld sich so weit aus seiner sozialen Verantwortung zurückgezogen hat.

„Zu Zeiten von John Coltrane“, so Scott, „waren sich die Jazzmusiker ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft mit jedem einzelnen Ton bewusst. Deshalb hat ihre Musik auch heute noch so eine starke Relevanz. Diese Qualität ist dem Jazz aber verloren gegangen. Für uns waren diese Aufnahmen eine gute Gelegenheit, uns zusammenzuraufen und wieder ein wenig stärker über unsere eigene Verantwortung nachzudenken.“

So ist es auch kein Wunder, dass die bunte Jazz-Meute auf „Jazz For Japan“ gerade auf Songs aus den großen Tagen zurückgreift, in denen der Jazz noch seiner sozialen Funktion nachkam. Herbie Hancocks „Watermelon Man“, „Cantaloupe Island“ und „Maiden Voyage“, Miles Davis’ „So What“, Wayne Shorters „Footprints“, John Coltranes „Mr.PC“, Cannonball Adderleys „Work Song“ und einige andere sind das Fundament, auf dem sich eine ganze Szene neu formieren kann. „Es geht dem Jazz ja nicht anders als dem Pop“, findet Tom Scott. „Die Zeit der großen Songs ist vorbei, aber das heißt nicht, dass sie für alle Zeiten vorbei sein muss. Wir müssen die wichtigen Hits der Vergangenheit verstehen, um wieder zu lernen, mit unserer Musik Aussagen zu treffen.“

Die Songs und die Haltung, mit der diese Klassiker hier zelebriert werden, macht aus „Jazz For Japan“ weit mehr als „nur“ ein Benefiz-Album, dessen Erlös den Erdbebenopfern zugute kommt. Hier formiert sich eine Gemeinschaft neu, entdeckt ihre Wurzeln, ihren Zusammenhalt und ihre Perspektiven für die Zukunft. Es ist der Geist der Improvisation, der dieses Album so dicht und brisant macht. Da ist keine Zeit für perfekte Klangszenarios, auf dieser CD geht es einzig um das unverfälschte Spiel, die Leidenschaft für den Augenblick, die Power, die etwas verändern kann, um ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, das über einen Zirkel von Mitverschworenen hinausreicht. Eben um all das, was Jazz heute wie damals im besten Sinne ausmacht.

V.A. – Jazz for Japan Tracklist

1) “Maiden Voyage”
Steve Gadd, Tom Scott,Billy Childs, Nathan East& Everette Harp

2) “Sugar”
Everette Harp, Ndugu Chancler,
Clarence McDonald, Del Atkins,
& David T. Walker

3) “So What”
Nathan East, Billy Childs,
Steve Gadd, Tom Scott & Everette Harp

4) “Sophisticated Lady”
Christian McBride & Billy Childs

5) “Footprints”
Rickey Minor & The TonightShow Band ft Marcus Miller

6) “Work Song”
George Duke, Tom Scott, Nathan East, Steve Gadd & Billy Childs

7) “What A Wonderful World”
Clarence McDonald, Marcus Miller,
Ndugu Chancler, David T Walker

8) “Mr.PC”
Deron Johnson, Larry Goldings,
Peter Erskine, Chuck Berghofer

9) “Body & Soul”
Marcus Miller & Herman Jackson

10) “Cold Duck Time”
Boney James, Keiko Matsui, Rickey Minor, David Paich, Tom Brechtlein

11) “Watermelon Man”
Lee Ritenour, Kenny G, Ndugu Chancler, Marcus Miller,Everette Harp & Clarence McDonald

12) “Invitation”
Billy Childs, Peter Erskine, Christian McBride

13) “Cantaloupe Island”
Alex Acuna, Alphonso Johnson,
Herman Jackson & Clarence McDonald

Barrikaden-von-Eden CD Cover

Söhne Mannheims „Barrikaden von Eden“

Sie gelten als unbeugsame Idealisten. Sie bilden eine feste Glaubensgemeinschaft und ein nicht minder erfindungsreiches Musikerkollektiv, wie es vor ihnen noch keins in diesem Land gegeben hat.

Barrikaden-von-Eden CD Cover
Söhne Mannheims "Barrikaden von Eden"
Auch nach 15 Jahren, einem halben Dutzend Studio- und Live-Alben mit Bestsellergarantie und jeder Menge denkwürdiger Konzertauftritte haben die Söhne Mannheims noch kein Jota an künstlerischer Brisanz und Klasse eingebüßt.

Im Gegenteil. Mit „Barrikaden von Eden“ erklimmen die 14 Musiker unter der Ägide der beiden führenden Songwriter und Produzenten Michael Herberger und Xavier Naidoo im wahrsten Sinne des Wortes die Barrikaden und zeigen sich so kämpferisch wie selten zuvor, dabei musikalisch einmal mehr auf der Höhe der Zeit.

Schaut man sich ein Panoramafoto der Söhne Mannheims an, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass sich in der Summe der 14 Künstlerpersönlichkeiten und ihren offensichtlich höchst unterschiedlichen Moden und Gesinnungen ein wunderbar kosmopolitisches Bild der deutschen Gesellschaft ergibt, wie es kulturell kaum vielfältiger und zeitgemäßer sein könnte.

Doch die Söhne Mannheims sind leider Gottes nicht repräsentativ in einem Land, das seit dem letzten Album der Band von der internationalen Finanzkrise erschüttert worden ist, in dem der Rechtsextremismus noch immer wuchert wie ein Geschwür, während die politische Kaste ihr Fähnlein nach eigenem Gusto in den Wind hält.

„Barrikaden von Eden“ ist auch eine Reaktion auf all diese Umstände; die Söhne Mannheims machen hier mit aller gebotenen Deutlichkeit ihrem Unmut tatkräftig Luft und setzen ihre kreative Energie in Protestsongs fürs Hier und Jetzt um.

Die Barrikaden, von denen die „Söhnlein brillant“, wie sie sich an einer Stelle kokett nennen, auf ihrem Album singen, sind durchaus metaphorischer Natur. Es sind auch die Barrikaden im eigenen Kopf, die uns den Weg ins irdische Paradies verwehren. Einen Weg, sein eigenes künstlerisches Potential optimal auszureizen, hat das Kollektiv für „Barrikaden von Eden“ auf jeden Fall gefunden.

Mit „Hier kommen die Söhne“ nimmt das nunmehr vierte Studioalbum der Söhne Mannheims dann weiter richtig Fahrt auf. Der druckvoll produzierte Opener – dessen Credo „hier kommen die besten Jahre unseres Lebens/wir haben uns die größte Mühe gegeben“ durchaus für die kompletten 14 Songs gilt – präsentiert die perfekte Mischung aus den für Naidoo so symptomatischem Soul-Refrains und dem von Rapper Metaphysics getragenen Hip-Hop, der hier mit einer gelungenen Old-School-Africa-Bambaataa-Referenz aufwartet.

Das folgende „Ist es wahr (Aim High)“ ist die erste Single des Albums, ein Song, in dem sich einerseits die Ohnmacht des Individuums angesichts all der Umwälzungen der Zeitläufte widerspiegelt, andererseits das Streben nach Höherem als einzig gültiges Mantra in eine Güte ausstrahlende Soulhymne getaucht ist. Kein Wunder, dass gerade dieses zutiefst menschlich wirkende Lied von Pro7 unlängst für eine Kampagne zum Tolerance Day auserkoren wurde.

Das taktile „Neustart“, zu dessen Metronom-Beats Xavier Naidoo die Strophen über Vergänglichkeit, Veränderung und Verdruss wie ein Mantra betet, bevor der melodische Refrain die Melodie in den Pophimmel schweben lässt. Ein Aufzähl-Reim für die kleine Ewigkeit. Verewigt haben die Söhne Mannheims auch ihre familiären Wurzeln: „Für dich“ ist eine wunderbare Ode an die Eltern, eine aus Dankbarkeit, Demut, Liebe und Blutsbande gespeiste Respektbezeugung an die Erzeuger und Erzieher, die einen – unter welchen Prämissen auch immer – ins Leben entlassen.

Henning Wehland, dessen Stimmorgan wesentlich härter und rock’n’roll-affin ist als Naidoos, übernimmt den Leadgesang bei so fulminanten Nummern wie „Kill All Psychopaths“, der mit gnadenlosen Gitarrenriffs und mit nicht minder provokanten Statements aufwartet. Unterm Strich ist das neue Album der Mannheimer aber von einem durchweg positiven Grundgefühl getragen, auch wenn der Titelsong „Barrikaden von Eden“ so prekäre Themen aufgreift wie den frühen Verlust des Vaters. Aber die Bewältigung von Traumata gehört seit John Lennon zum festen Themenkanon der Popmusik.

Durchwirkt vom Spirit eines John Lennon scheint auch die grandiose Ballade „Freiheit“ zu sein. Eine der wohl perfektesten Hymnen, die dieser Band in ihrer schillernden Karriere bislang gelungen ist. Angesichts all der schwelenden und mitunter schon erfolgreichen Revolutionen der jüngeren Zeit, die zumindest in Tunesien und Ägypten vom Erfolg gekrönt waren, ist „Freiheit“ ein weiteres Lied zum historisch richtigen Zeitpunkt. Und mit „Wir“ haben sie eine musikalische Grußadresse an die eigenen Landsleute in der Hinterhand, ein Appell gegen Trägheit und für die politische Courage, die AKW-und-Stuttgart21- Gegner auf die Straßen treibt.

Unterwegs mit neuen und alten Songs sind auch in der nächsten Zeit die Söhne Mannheims, die sich bei aller gern bekundeten Liebe zur eigenen Stadt, letztendlich als europäische Band sehen, was auch den verstärkten Einsatz englischsprachiger Songs wie dem schwelgerischen „Lonely“ oder einzelner Song-Parts sinnfällig macht. Bereits im Vorfeld der neuen Albumveröffentlichung hat sich die Band auf Konzertreise kreuz und quer durch die Clublandschaft Europas gemacht.

Eine Ouvertüre zur anstehenden großen Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, die im November unter dem Titel „Casino BRD“ anlaufen wird und der im Sommer einige Festivalauftritte vorausgehen. Die Söhne Mannheims sind zweifellos in phantastischer Form, mit ihren stilistischen Kapriolen überspringen sie festgefahrene Genregrenzen, verbinden und verzahnen Stilmittel von Klassik und Gospel über R&B, Soul und Pop bis hin zu Hip-Hop und Electro.

Vielleicht gelingen ihnen derart superbe Fusionen deswegen so gut, weil bei den Söhnen Mannheims die Botschaft gemeinhin sehr stark in den Vordergrund tritt. Freiheit und Nächstenliebe, Respekt und Toleranz sind und bleiben bei den Söhnen Mannheims nicht nur Schlagworte, sondern insbesondere auf „Barrikaden von Eden“ praktiziertes Künstlerleben. So gesehen sind sie auf dem Weg ins irdische Paradies mal wieder den entscheidenden Schritt voraus.

MINSARAH – “Blurring the Lines” CD Cover

MINSARAH – „Blurring the Lines“

Drei junge Berklee Studenten gründeten vor einigen Jahren ein außergewöhnliches Trio: Minsarah.

MINSARAH – “Blurring the Lines” CD Cover
MINSARAH – “Blurring the Lines”

Die Multinationalität der drei Virtuosen, die sich am renommierten Berklee College of Music in Boston kennen lernten, spiegelt sich auch in ihrer Musik wider.

Ein minsarah (hebr. Prisma) bündelt das Licht zu einem vielfarbigen Spektrum – Weber / Denson / Ravitz drehen den Prozess um und schicken bebop, swing, Bartok, Bach, Afrikanisches, Bitonalität, freies Spiel in die entgegen gesetzte Richtung – und schaffen dabei einen neuen, strahlenden Stil. So wird z.B. der alte Standard Alone Together in 11/16 vorgetragen, swingt umwerfend, aber ganz anders als gewohnt.

Minsarah ist die Band dreier Gleichberechtigter, die alle fürs Trio komponieren und darin die Führungsrolle übernehmen können. Florian Weber (Köln) am Klavier ist vielfacher Preisgewinner. Er spielt regelmäßig auch mit anderen herausragenden Musikern wie Markus Stockhausen, Angelika Niescier, Eric Vloemans, dazu Solo Konzerte in der Kölner Philharmonie, klassische Konzerte wie Gershwins Rhapsody in Blue in Rumänien.

Bassist Jeff Denson (San Diego) erhielt u.a. den Berklee Outstanding Performer Award 2002.

Ziv Ravitz (New York) war der Hausschlagzeuger im Camelot Jazz Club (Tel Aviv) und wurde 2003 mit dem Zildjian Scholarship Award ausgezeichnet. Er ist mittlerweile einer der beschäftigsten Drummer in New York und permanent weltweit präsent.

Ihr Trio Album „Minsarah“ wurde 2006 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik gewürdigt. Es folgte eine intensive Zusammenarbeit in den USA und in Europa mit einer der Jazz Legenden, Lee Konitz, in der zwei Aufnahmen entstanden, Deep Lee (ENJ-9492) und die außerordentlich hoch gelobte CD Live at the Village Vanguard (ENJ-9542).

Die ewige Diskussion: können Jazz, Klassik und Pop überhaupt miteinander? Teilsteils, vielleicht, manchmal, wirklich? Ein beherztes Jein, ein entschiedenes Achselzucken, euphorische Ratlosigkeit. Die Antwort steckt nicht in alten/neuen Schubladen, sondern in den Personen. Weil die sich einen feuchten Kehricht um Fragen wie diese scheren. Minsarah ist vom Ansatz her eine Allianz kompatibler Kontraste. Endlich wieder eine Gruppe, die unbefangen mit Noten, Klängen, Stilen, Atmosphären und Erfahrungen jongliert.

Wie sagt das Downbeat in der Besprechung zu Live at the Village Vanguard: “Florian Weber is a terrific pianist“ DB 08/2010.

MINSARAH – „Blurring the Lines“ Tracklist

1. Three sided coin (Ziv Ravitz)
2. Alone together (Arthur Schwartz / Howard Dietz)
3. Intersection (Jeff Denson)
4. Déjà Vu (Weber/Denson/Ravitz)
5. Points of View (Florian Weber)
6. Lazy Afternoon (Jerome Moross / John Batouche)
7. When I was a child (Jeff Denson)
8. The gallows (Florian Weber)
9. (Ziv Ravitz)

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Gregory Porter „Water“

Mit einer Stimme die liebkost oder konfrontiert, umarmt oder ermahnt, beweist Gregory Porter ein so hohes Maß an gesanglicher Kunst, dass Jazz-Star Wynton Marsalis ihn als „einen fantastischen jungen Sänger“ beschrieb. Ein Fakt, der viel für Porters Debütalbum „Water“ erwarten lässt.

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Gregory Porter "Water"

„Water“ reflektiert Porters Talent für die Giganten des Blues, Gospel und Soul, die ihn während seiner gesamten Karriere beeinflusst haben.

Nat King Cole, Joe Williams und Donny Hathaway haben ihn genauso geprägt wie der Pastor der Kirche, in die er als Kind immer ging.

Sie alle werden nie erahnen, wie mächtig ihr Anteil daran war, dass aus Gregory Porter ein hochtalentierter Künstler wurde.

In dem er Song von Hathaway und Cole sang, half es ihm seinen eigenen Gesangsstil zu schärfen und seine eigene Weltansicht zu finden.

Die sieben eigenen Kompositionen sowie seine Interpretationen von „But Beautiful“ und „Skylark“ enthalten eine so hohe emotionale Intensität, dass sie „Water“ zu einem äußerst eloquenten Debütalbum machen.

Für die Aufnahme des Werkes engagierte Porter einen kraftvollen Kader starker Musiker wie beispielsweise die Ikone der Alt-Saxophone-Spieler James Spaulding (Max Roach, Freddie Hubbard and Bobby Hutcherson, u.a).

Er hat in den Songs „Wisdom“ und „Black Nile“ sogar eine Solo Rolle bekommen. Auch der Saxofonist, Pianist und Komponist Kamau Kenyatta, einer der engsten Freunde von Porter, hat am Album mitgearbeitet.

Er trägt viel Verantwortung für den Karriereweg Porters und kennt ihn schon seit den frühen Jahren in denen Porter singend im Jazz Club in San Diego auftrat. Als Kenyatta seine Talente entdeckte, lehrte er ihm gemeinsam mit Saxophonist Daniel Jackson (Ray Charles, Buddy Rich, Art Farmer) alles, was Porter als herausragender Performer wissen muß.

Kenyatta lud Porter in sein Studio in Los Angeles ein, während er das Album des Flötisten Hubert Law „Remember the Unforgettable Nat King Cole“ produzierte. Kenyatta wusste von Porters Kindheit und der Verbindung zu Cole und er nahm auch Cole´s weichen Bariton in Porters eigener Stimme wahr.

Was niemand hätte planen können, geschah als Hubert Law Porter den Charlie Chaplin Song „Smile“ singen hörte. Der Flötist war so beeindruckt vom jungen Sänger, dass er beschloss den Titel als Bonus Track auf sein Album zu nehmen.

Law´s Schwester Eloise besuchte ihren Bruder im Studio während der Aufnahmen. Als sie Porter hörte, war auch sie sogleich beeindruckt und erzählte ihm von einem Musical „Ain´t nothing but the Blues“. Hierfür wurde Porter dann für eine der Hauptrollen gecastet und spielte so auf dem Broadway. Das Stück wurde mit in der Folge mit dem Drama Desk Award ausgezeichnet.

Nach dem ersten Theater Erfolg am Broadway kam es im Anschluss zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Eloise Law. In einer für ihn fast autobiographischen Aufführung „Nat King Cole and Me“ spielt er einen jungen Musiker, dessen Mutter feststellt, welche Ähnlichkeit seine Stimme mit der von Cole hat.

Gregory Porter wurde in Los Angeles geboren, wuchs in Bakersfield auf und lebt nun in der Bedford-Stuyvesant Gegend von Brooklyn. Die Welt sei seine musikalische Heimat, sagt Porter. Ein Fakt, der auch für sein Privatleben, steht. So war er zum Beispiel bereits 17x in Russland und ist nun in der Lage, wie er sagt, „eine wunderbare und echte Borscht zu machen.“

Momentan spielt Gregory in dem Musical „Low Down Dirty Blues“, das von den Jam-Sessions von Muddy Water, Ma Rainy, Sophie Tucker, Howlin´Wolf und Pearl Bailey inspiriert ist.

Ende September erscheint Gregory Porters Debütalbum „Water“ in Deutschland und wird auch hier nicht nur Jazz-Fans begeistern.

Gregory Porter Water
Neo Membran (Sony Music)
VÖ: 24. September 2010

www.membran.net

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KJ DENHERT „Album No.9“

Die Musik der Gitarristin/Singer/Songwriterin KJ DENHERT ist genre- und generationsübergreifend. Die musikalische Beschreibung –von Denhert selbst geäußert- „urban folk and jazz artist“ ist nur die Zusammenfassung Ihrer gesammelten Einflüsse, die sie in Ihren Performances und Kompositionen zeigt.

KJ-Denhert-CD-Cover
KJ DENHERT Album No.9

KJ kanalisiert Ihre Passion durch intelligente Texte, eine soulige Stimme und unbeschreibliche Musikalität.

Sie ist ausgelassen, überschwänglich, produktiv, vielseitig und umtriebig.

KJ und ihre Band, The New York Unit, haben in der USA und international bereits viele Festivals als Headliner gespielt, einschließlich des prestigereichen Umbria Jazz Festival in Italien (wo sie nacheinander 8 mal für die komplette Spielzeit eingeladen wurde), The San Jose, Cape Cod and Rochester Jazz Festivals.

Natürlich ist sie auch in Blue Note Club, der 55Bar und der Baz Bar (St. Barths) ein gern gesehener musikalischer Gast.

KJ hat nun mittlerweile 8 hochklassige Albumveröffentlichungen seit 1998 auf Ihrem Label Mother Cyclone Records produziert.

Seit 2007 ist sie einer der Frontline Künstler des in New York City stationierten Jazz/World Music Label Motema Music, welches ihre hoch gelobten Alben Lucky 7, und Dal Vivo a Umbria Jazz veröffentlichte.

Die Musik, die KJ schreibt, produziert und arrangiert ist immer herausragend. Jetzt hat sie gerade Ihr „Album No.9“ fertig gestellt. Eine Produktion, die Einflüsse des Jazz, genauso wie Pop-Klassiker beinhaltet und bei dem sie neues Terrain mit Ihrer Reggae Produktion „Choose your Weapon“ betritt.

Ergänzend zu ihren eigenen Songs, ist sie sehr beliebt für ihre eigene Art der Arrangements von Songs anderer Künstler. „Ich liebe es in den Köpfen der Menschen mit Songs hängen zu bleiben, die jeder kennt aber niemand auf der Welt es in einem Jazz Arrangement erwarten würde, ich spielte meine Version von `Smoke on the Water´ beim Rochester International Jazz Festival in diesem Sommer und der komplette Platz begann zu toben. Jeder lachte und fragte nach der CD. Das war ein Grund, warum ich mich beeilte, dieses Album fertig zu stellen.“

Doch viel mehr war ihr dieses Album auch persönlich sehr wichtig, denn wenn man die Umstände betrachtet, könnte man meinen die 9 wäre die Schicksalszahl von KJ Denhert.

Es ist ihr 9. Album, aufgenommen mit 9 Musikern und es enthält 9 Songs. Warum nicht mehr? Weil es nach dem 9. Song einfach fertig war. Es schenkt dem Zuhörer die Freude an KJs Musikalität, Lebensfreude und Sympathie.

Die Grenada-Amerikanerin mit West-Indischen Wurzeln, KJ Denhert, ist in der New Yorker Bronx aufgewachsen. Schon im Alter von 10 Jahren begann sie, ihren ersten Song zu schreiben.

Den Ausschlag für sie, sich nur noch auf ihre Musik zu konzentrieren gab der Gewinn des ersten Platzes des „The Mountain Stage New Song Contest“ in 2004, darauf folgte der Gewinn des Kerrville New Folk Song Contests und somit ihre zweite Independent Music Award Nominierung.

2006 kam der Award für „Best Live Performances“ hinzu, sowie in 2008 die Nominierung für ihr Album „Lucky 7“ ebenfalls in der Kategorie „Best Live Performance“.

KJ Denhert
Album No.9

Neo Membran (Sony Music)
VÖ: 24. September 2010

www.membran.net

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Cassandra Wilson – Silver Pony

Wie kann eine Sängerin auf dem vermeintlichen Höhepunkt ihrer Karriere ein von der Kritik gefeiertes Album mit Jazzstandards (Loverly aus dem Jahr 2008) toppen – einer Grammy-Auszeichnung in der Kategorie Best Jazz Vocal Album, welche mit einem hervorragend aufeinander eingespielten Ensemble von Ausnahmemusikern aufgenommen wurde?

Cassandra-Wilson-Silver-Pony CD Cover
Cassandra Wilson - Silver Pony

Wenn man wie Cassandra Wilson bereits auf zwei derartige Auszeichnungen sowie acht zuvor bei Blue Note erschienene Alben, von denen jedes als unverkennbarer Meilenstein einer exzeptionell kreativen und einzigartig erfolgreichen Karriere gilt, verweisen kann, lautet die Antwort ganz einfach: Fordere dich selbst immer wieder aufs Neue heraus.

Such dir eine neue Band, deren Mitglieder sich zum Teil auch schon in der alten bewährt haben, lade außerdem eine breite Auswahl von Gastmusikern – darunter Common, John Legend und Terence Blanchard – ins Studio ein und verfolge eine frische Strategie, die weniger bis ins kleinste Detail ausgefeilt als in einem Moment physischer und emotionaler Wandlung entstanden ist.

Mit anderen Worten: Steig‘ auf ein neues Pferd und reite es. In diesem Fall handelt es sich bei dem Pferd um Silver Pony – Wilsons bis dato ambitioniertestes Aufnahmeprojekt.

Silver Pony enthält die ersten Livetracks, die Wilson seit 1991 veröffentlicht hat, und zugleich die ersten überhaupt, die sie bei Blue Note herausbringt. Dennoch ist diese Veröffentlichung weitaus komplexer und spannender als ein simples Live-Album.

Das Projekt offenbarte sich Wilson nämlich als faszinierender Hybride aus Live- und Studioaufnahmen, der die erstaunlichen Qualitäten einer beeindruckenden Band in Aktion vor einem Live-Publikum mit dem tiefen Zusammenhalt mischt, den dieselben Musiker in einem Studio entwickeln.

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Kenny Werner’s „No Beginning No End“

Winner of the 2010 Guggenheim Fellowship Award, Kenny Werner’s „No Beginning No End“ with Joe Lovano & Judi Silvano is a magnum opus with Woodwinds, Voices & Strings.

Kenny-Werner-No-Beginning-No-End CD Cover
Kenny Werner – "No End No Beginning" with Joe Lovano & Judi Silvano

His deeply personal tribute to daughter Katheryn is a triumphant work of composed and improvised music, Classical and Jazz, performed by nearly 100 musicians and highlighted by saxophonist Joe Lovano and vocalist Judi Silvano.

No Beginning, No End is a milestone composition and recording, as much for its creative reach as for the emotional terrain it examines.

In Werner’s own words, it is „The most important music I’ll ever write.“ A career high point.

ALSO AVAILABLE:
Kenny Werner & Roseanna Vitro – The Delerium Blues Project (HN4534)

Kenny Werner Websites:
www.halfnote.net
www.kennywernerlive.com

Conrad-Herwig-The-Latin-Side-of-Herbie-Hancock CD Cover

Conrad Herwig „The Latin Side of Herbie Hancock

The music of Herbie Hancock re-imagined as you’ve never heard it.

Conrad-Herwig-The-Latin-Side-of-Herbie-Hancock CD Cover
Conrad Herwig with Eddie Palmieri & Randy Brecker: The Latin Side of Herbie Hancock
Conrad Herwig and his Latin Side band „Latinize“ in an album that boasts magical contributions from special guests Eddie Palmieri and Randy Brecker.

Recorded live at the Blue Note, The Latin Side of Herbie Hancock is a rollicking event, an adventurous foray into advanced writing and infectious rhythm.

Notable among the tracks are Hancock’s most famous tunes – „Cantaloupe Island,“ „Maiden Voyage,“ „Watermelon Man“ – all rendered with winning elan.

Few artists can endow highly recognizable tunes with a spirit of newness.

Herwig, Palmieri and Brecker do just that, honoring the masterful Hancock and his timeless compositions. A crowd-pleasing performance; the fourth release in Herwig’s „The Latin Side…“ series.

ALSO AVAILABLE:
Conrad Herwig – The Latin Side of Wayne Shorter (HN4535)

Conrad Herwig Websites:
www.halfnote.net
www.conradherwig.com
www.myspace.com/conradherwig

Markus-Stockhausen-Eternal-Voyage CD Cover

Markus Stockhausen „Eternal Voyage“

Markus Stockhausen, der Kölner Trompeter und Komponist ist für seine Vielseitigkeit bekannt. Mit „Eternal Voyage“, dem Debütalbum seiner gleichnamigen neuen Weltmusikformation, stellt er dieses Attribut einmal mehr unter Beweis. Entstanden ist ein Album, das Genregrenzen überwindet und dessen Gewicht vor allem auf der Schönheit der Kunst liegt.

Markus-Stockhausen-Eternal-Voyage CD Cover
Markus Stockhausen "Eternal Voyage"

Um es gleich vorwegzunehmen: Eternal Voyage enthält eine Vielzahl von Gänsehautmomenten und musikalischen Themen, die im Ohr bleiben.

Die Musik hat eine große Tiefe und gleichzeitig eine Leichtigkeit, sie ist erfrischend einfallsreich und frei.

Die Musiker inszenieren sich angenehm bescheiden und achtsam, verspielt, jedoch ohne den roten Faden zu verlieren, dynamisch und abwechslungsreich.

Eternal Voyage ist das Gemeinschaftswerk von Menschen, deren Wurzeln sehr verschieden sind und die sich auf einer Basis von Freundschaft, Respekt und Spielfreude zusammenfinden.

„Jetzt sind Sie dran“ – unter diesem Motto gestaltete Stockhausen in der Kölner Philharmonie im Dezember 2008 ein Konzert zum Mitsingen. Er stellte experimentierfreudig Gastmusiker zusammen, mit denen er diesen Abend bestritt: seine Ehefrau und Duopartnerin Tara Bouman an Klarinette und Bassklarinette, der Pianist Florian Weber, mit dem Stockhausen inzwischen auch im Duo konzertiert, der junge libanesische Sänger Rabih Lahoud, dessen Gesangsqualitäten Stockhausen im Sommer 2008 bei einem Kurs entdeckte, der indische Flötist Dinesh Mishra und der aus Griechenland stammende Dimitrios Dorian Kokiousis an Schlagzeug und Perkussion.

Das Konzert erhielt eine sehr positive Resonanz von den Besuchern, und in der Folge gründete Markus Stockhausen zusammen mit diesen Musikern die Gruppe Eternal Voyage. Im Sommer 2009 entstanden die vorliegenden Aufnahmen in der „Fattoria Musica“, einem ausgezeichneten Studio in der Nähe von Osnabrück. Die Mischung fertigte Markus Stockhausen zusammen mit seinem langjährigen Weggefährten und Meister seines Fachs, Walter Quintus, an.

Wie ein Ruf aus anderen Welten beginnt im ersten Track Sabad die indische Flöte, gefolgt von Synthesizer, Perkussion und Flügel. Dazu flüsternd gesprochene arabische Worte, geheimnisvoll und tief.

Einfühlsam improvisieren die Musiker miteinander, bis das Stück an Fahrt gewinnt. Musik und Lyrik finden einen gemeinsamen Ausdruck. Der zweite Track ist instrumental. Diese Komposition Stockhausens klingt so leicht und frisch, wie sie heißt: Morning Breeze. Es ist ein schönes Beispiel eines harmonischen Zusammenspiels der virtuosen Instrumentalisten.

White Sail bezieht sich inhaltlich auf die griechische Heldensage vom Tod des Aigeus. Feinsinnig und mitreißend verweben sich hier Instrumente und Gesang. Einen ersten Höhepunkt findet das Stück auf dem lang angehaltenen Gesangsbogen Rabih Lahouds. Er klingt mächtig und er klingt klein – man fühlt das Suchende und Verzweifelte eines Irrfahrenden. Es folgt ein Moment der Ruhe, und daraus erhebt sich der klare Ton der Trompete wie ein weißes, sonnenbeschienenes Segel aus dem Nebel.

Der zauberhafte Ton der zarten Klarinette und die liebliche Bansuriflöte bringen zurück zu dem süchtig machenden Thema, das dieses Stück zum Highlight auf dieser CD macht. Der orientalische Sänger singt hier in seinem libanesischen Heimatdialekt, genauso wie im folgenden Track Indian Tale, das von einem Thema des indischen Komponisten und Flötisten Dinesh Mishra inspiriert ist. Die Musik ist eine Liebeserklärung an seine Heimat und seine musikalischen Wurzeln.

Entrada ist ein zauberhaftes, kurzes Stück. Kein Text ist zu hören, wohl aber feine Gesangslinien, bereichert durch die warme Stimme der in Köln lebenden chilenischen Jazzsängerin Paz Miranda Francis. Im anschließenden Salida vereinen sich beide Sänger zu einem anheizenden, zweistimmigen Scatgesang. Die Musik des Stücks ist „fetzig“. Sie erinnert an den funkigen Sound der 70er Jahre, und Markus Stockhausen zitiert auf seiner Trompete, die er linkshändig live mit einem E-Pianosound harmonisiert, Phrasen populärer Musik.

Beim vorletzten Track Mutter wurde eine Dichtung vertont, die Lahoud als 14-Jähriger für seine Mutter schrieb. Vorgetragen wird die rührende, arabische Lyrik mit sehr reduzierter Klavierbegleitung. Der Pianist Florian Weber versteht es hier ganz ausgezeichnet, aus der Position eines hochgebildeten deutschen Jazzmusikers feinsinnig den arabischen Mitspieler zu begleiten.

The Blind ist der letzte Track des Albums und dauert etwas mehr als 15 Minuten. Ein wenig ist es so, als würde sich jeder der Mitspieler noch einmal vorstellen und verneigen. Jeder Stimme des Sextetts wird ein authentischer Augenblick gewidmet – dem kraftvollen Trommelspiel, der virtuosen Trompete, deren Ton nicht enden mag, der sanften Bassklarinette, der verspielten indischen Flöte, dem mal glasperlenartig klingenden, mal forsch angespielten Klavier, dem gedämpft vorgetragenen Sprechgesang und der ruhigen Fläche, die der Synthesizer zu erzeugen vermag.

Eternal Voyage ist Ausdruck einer freundschaftlichen, interkulturellen Zusammenarbeit, die sich in Zukunft hoffentlich weiter fortsetzen wird und sei denen ans Herz gelegt, die Musik lieben.

Man dringt hier zum Kern von Musik vor, zu dem, was Musik für alle Menschen bedeuten kann: ein kulturübergreifendes Medium, das sich wie ein Kelch mit Gefühlen und Leidenschaft, mit Form, Schönheit und Kraft füllen kann, und das sich mit Hilfe des individuellen Könnens der Musiker direkt ins Herz des geneigten Hörers transportieren lässt.

Simphiwe-Dana-Kulture-Noir CD Cover

Simphiwe Dana – Kulture Noir

Zu den führenden Vokalistinnen Südafrikas zählt zweifellos die Xhosa-Frau Simphiwe Dana.

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Simphiwe Dana – "Kulture Noir"

Die Erfolgsgeschichte der südafrikanischen Musikszene nahm 2006 ihren Ausgangspunkt mit dem Debutalbum „Zandisile“, das nicht nur mit zwei South African Music Awards ausgezeichnet wurde, sondern auch den Weg für einen beispiellosen Triumphzug und bejubelte Konzerte durch Metropolen von Berlin und Barcelona über London und Rom bis Madrid und Hamburg ebnete.

Viele wichtige Weltmusik- und Jazz-Festivals des Kontinents luden den Shooting Star mit dem immer gleichen begeisternden Ergebnis ein. Hohe Platzierungen in den European World Music Charts und Jazz Charts, auch in Deutschland, waren die erfreulichen Ergebnisse.

Mit ihrem zweiten Album „The One Love Movement On Bantu Biko Street“ setzte Simphiwe Dana diesen eingeschlagenen Weg fort: Eigenkompositionen über Themen wie Politik und Familie in eigenständigen Sounds, die sich aus der Schnittmenge südafrikanischer Wurzeln und zeitgenössischer Pop- und Jazzpartikel speisen.

Bei den South African Music Awards war es dann auch nicht verwunderlich, dass insgesamt vier Awards , u.a. für die wichtigen Kategorien „Album Of The Year“ und „Artist Of The Year“ an das zweite Werk der charismatischen Sängerin vergeben wurden .

Ihr Erbe bezieht sie aus dem Gospelgesang der Transkei, ihre Inspirationen aus Soul und Jazz. Eindringlich, fast mantrahaft, deklamiert sie Texte in ihrer Muttersprache, die eine spirituelle Dimension haben. Ihr neues, drittes Album „Kulture Noir“ (SKP 9098 – VÖ 20.8.10) ist ein panafrikanisches Statement mit Einsprengseln aus Afrobeat und den Nachbarländern.

Es wird allerdings erst nach dem WM-Finale veröffentlicht werden – die Frau stellt künstlerischen Anspruch über das schnelle Geld. Sportliche Querverweise gibt es jedoch auch bei ihr: im Kinofilm „Themba“ gibt Dana ihr Schauspieldebüt.

In der Story über einen fußballverrückten HIV-positiven Jungen spielt sie die Hauptrolle – an der Seite von keinem anderem als dem deutschen Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann.

Die deutsch/südafrikanische Koproduktion von der Regisseurin Stefanie Sycholt, (Zeitsprung Entertainment und Dor Film), startet in D, A, CH am 5. August 2010 im Verleih von alpha medienkontor und hat bereits vorab zwei renommierte deutsche Filmpreise erhalten.

Simphiwe Dana – Kulture Noir Tourtermine:
09.07.2010 Echternach, Trifolion
11.07.2010 Berlin, HDKW
15.07.2010 Villingen, Festival
16.07.2010 Wartenberg, Palatia Jazz

Pressestimmen zum Simphiwe Dana Vorgängeralbum:

• Financial Times Deutschland: „ Ein musikalischer Glücksfall, dessen Magie, Genialität und Intuition nicht nur die afrikanische Konkurrenz meilenweit hinter sich lässt. 5 von 5 Sternen.“
• Audio – Audiophile Pop-CD des Monats November : „Klar afrikanische, aber weltoffene Black Music, klangstark und bestechend virtuos. „
• TV Spielfilm: „Die Stimme Afrikas.“

Nighthawks-Today-CD-Cover

NIGHTHAWKS – Today

NIGHTHAWKS – Today Eine musikalische Reise der etwas anderen Art: Eine kleine Keyboardfigur ertönt – wie der Klang einer elektronischen Spieluhr. Dazu gesellt sich ein federnder, stetig steigernder Groove und darüber sorgt eine jazzig-perkussiv eingesetzte Trompete für eine knisternde und vibrierende Atmosphäre.

Nighthawks-Today-CD-Cover
"NIGHTHAWKS - Today" Eine musikalische Reise der etwas anderen Art

„Boutique Korkut“ – wir sind mitten im pulsierenden Belgischen Viertel von Köln. Es ist mal wieder soweit: Die Abendröte verschwindet, die Nacht beginnt.

Und die Nighthawks liefern dazu den musikalischen Soundtrack.

Das Projekt Nighthawks haben der Trompeter Reiner Winterschladen und der Multi-Instrumentalist und Produzent Dal Martino Ende der 90er Jahre aus der Taufe gehoben.

Seit dem ersten Album „Citizen Wayne“ (1998) gilt das Duo als Garant für ebenso gehalt- wie stilvolle, jazzige Loungemusik. Aber die Musik der Nighthawks erreicht viel mehr, sie weckt Assoziationen und Bilder.

„Ich finde es sehr gut und wichtig, wenn sich beim Zuhörer etwas Optisches abzuspielen beginnt“, erklärt Dal Martino. „Unser Projekt startete damals mit einem Filmmusik-Job. Und für mich ist es nach wie vor wichtig, dass jeder Track ein kleines Drehbuch hat. Wir wollen Bilder auslösen, die dann wiederum bestimmte Emotionen freisetzen.“

Mit dem neuen, mittlerweile fünften Studio-Album „Today“ haben sich die Nighthawks auf eine ungewöhnliche und außerordentlich spannende Weltreise der etwas anderen Art begeben. Das war nicht unbedingt abzusehen.

Nur eine Prämisse hatten sie sich zu Beginn gestellt: „Wir wollten zurück zu unseren Anfängen“, resümiert Dal Martino. „Und zwar insofern, dass wir unseren Ideen freien Lauf ließen, dass wir Melodieeinfälle und Groovefragmente zusammen weiter entwickelt haben, ohne uns Gedanken darüber zu machen, ob diese Soundfragmente zusammen passen. Die endgültige Struktur des Albums hat sich erst viel später heraus kristallisiert.“

Ihre permanente Neugier, neue musikalische Horizonte zu erkunden, führte die Nighthawks wieder einmal um den halben Globus – vor allem in östliche Gefilde.

Natürlich brauchen Musiker Ideen, brauchbare Ideen. Daran hat es den Nighthawks nie gemangelt. Aber wohin sie diese ursprünglichen Ideen letztlich führen werden, das wußten sie anfangs nicht. Sie wollen es auch gar nicht wissen, denn übertriebene rationale Analyse würde ihre Neugier und ihren Instinkt beeinträchtigen.

Deshalb bauen die Nighthawks darauf, ihren Ideen und sich selbst zu vertrauen. Ihre Reise führte sie diesmal ins Dickicht rumänischer Wälder, ins glamouröse brasilianische Trancoso, auch in das pittoreske „Rialto Hotel“ nach Warschau oder in die weiten nahezu menschenleeren Steppen des Iran.

„Ich war in den letzten Jahren viel unterwegs, in Polen, Rumänien, Ungarn, auch in Moldawien“, erzählt Martino. „Das hatte natürlich Einfluss auf unsere Musik, zumal ich grandiose Sängerinnen wie die Polin Anna Maria Jopek oder die Roma-Ikone Emilia Istvan kennenlernte, deren Qualitäten dem neuen Album einen ganz eigenen Charakter gegeben haben.“

Dass sich bei der Arbeit an einem Album nicht alles planen lässt, dafür ist Emilia Istvan ein exemplarisches Beispiel. „In Timisoara habe ich von ihr das Stück „Ederlezi“, ein traditionelles Volkslied der Zigeuner, gehört und war sehr, sehr beeindruckt.

Dass es dann tatsächlich auf dem Album landete, war ein kleines Wunder, denn Emilia schwirrt ständig auf dem ganzen Balkan herum. Durch einen glücklichen Zufall konnte ich ihren Gesang schließlich in einem Hotelzimmer in Bukarest aufnehmen.

Als das Stück fertig war, wurde mir klar, dass es gewissermaßen zum Ausgangspunkt unserer Reise wurde, der dann auch zu dem Stück „Male Tesknoty“ mit der famosen Anna Maria Jopek und dem Sting-Gitarristen Dominic Miller führte.“

Nicht nur „Ederlezi“, auch das Stück „Male Tesknoty“, ein polnischer Schlager aus den 80er Jahren, zeigt die besondere Fähigkeit von Dal Martino und Reiner Winterschladen, ein musikalisch eher abwegiges Original in ein ganz typisches Nighthawks-Soundgemälde umzuformen.

Auch das epische „Dust“, das letzte Stück der CD mit seinem arabisch anmutenden Melodiemotiv, ist klingender Beweis für ihren universellen Anspruch. Bemerkenswert ist auch, dass die Musik der Nighthawks immer kompakter wird. Kein Ton ist zu viel, kein Sample bloße Spielerei. Die „Nachtfalken“ sind der klingende Beweis, dass durch die Reduktion der Mittel eine viel größere Wirkung entsteht.

Oft wirkt ihre Musik wie ein Soundtrack zu einem imaginären Film. Da macht das neue Album „Today“ keine Ausnahme. Man höre sich nur das federnd groovende und mysteriös klingende Stück „The Consul Is Driving“ an, das wie für einen Psychothriller gemacht zu sein scheint.

Auch das leicht wehmütige „To The Bar And Back“ würde jeden Film Noir veredeln. „So ein Album, selbst wenn man anfängt aufzunehmen, ist immer gespickt mit vielen Entscheidungen. Ich könnte jede Platte ’One Million Decisions’ nennen. Aber letztlich glaube ich, dass nur Sachen den Filter meines Geistes verlassen, die uns wirklich entsprechen.“

Die neue CD der Nighthawks, die nicht von ungefähr „Today“ heißt, denn sie zeigt, was Dal Martino und Reiner Winterschladen hier und jetzt bewegt, gleicht einer musikalischen Entdeckungsreise: Soul, Jazz, Pop, Reggae, lateinamerikanische und arabische Einflüsse, Melodien aus Polen und vom Balkan – die Nighthawks kennen keine Grenzen in ihrer Experimentierlust.

Und es ist neben der unbestrittenen Extra-Klasse der Musiker vor allem ihre Neugier und ihr Spaß am Ungewöhnlichen, die die neue CD „Today“ so spannend und unterhaltend macht.

NIGHTHAWKS Die Band:

Dal Martino (Bass, Guitar,Vocals)
Reiner Winterschladen (Trumpet, Flugelhorn)
Jürgen Dahmen (Rhodes, Percussion)
Markus Wienstroer (Guitar)
Xaver Fischer (Keyboards)
Thomas Alkier (Drums, Percussion)

NIGHTHAWKS Gäste :
Anna Maria Jopek (voc)
Emilia Istvan (voc)
Dominic Miller (git)
Zdidslav Marcinkiewicz (keys)
Zwanie Jonson (drums)

NIGHTHAWKS Live-Termine:
12.08. Krakau(P) – Jazzfestival
13.08. Krakau(P) – Club
14.08. Düren- Jazztage t.b.c.
17.09. Bochholt – Alte Molkerei
18.09. Mainz – Autogarage Klein Winternheim
weitere Termine in Vorbereitung

Bei Anruf Improvisation – Gariela Montero

Die venezolanische Pianistin Gariela Montero spielt live im Studio
Montag, 20. September 2010 von 20.03 bis 21.30 Uhr

Es beginnt wie ein normaler Klavierabend nur dass er nicht in einem Konzertsaal stattfindet, sondern im Studio von Deutsch-landradio Kultur: Die Pianistin Gabriela Montero spielt Werke aus ihrem Repertoire, auch von ihrer neuen CD „SoLatinO“.

Und dann kommt das, was sie zu einer der berühmtesten und außergewöhn-lichsten klassischen Musikerinnen der jüngeren Generation gemacht hat: Die Zuhörer, in diesem Fall die Radiohörer, dürfen ihr eine Melodie vorgeben, über die sie dann improvisiert.

Das kann Beethovens „Mondscheinsonate“ sein, „Satellite“ von Lena Meyer-Landrut, ein Schlager der zwanziger Jahre oder der selbstgemachte Handy-Klingelton: Erlaubt ist, was gefällt. Einzige Bedingung: Man muss Gabriela Montero die Melodie vorsingen. Dann entzündet sich ihre überbordende Fantasie, der sie schon als kleines Kind am liebsten beim Improvisieren freien Lauf gelassen hat.

Dass inzwischen auch das Publikum in diesen Genuss kommt, ist übrigens ihrer Mentorin Martha Argerich zu verdanken, die sie nachdrücklich ermutigt hat. Wie dieser Radio-Konzertabend ablau-fen wird, liegt in der Hand der Zuhörer; dass er spannend und auf hohem Niveau anregend sein wird, das garantieren die ungewöhn-lichen pianistischen und musikalischen Fähigkeiten von Gabriela Montero.

Deutschlandradio Kultur ist bundesweit über Kabel, Satellit (Astra 1) und im Internet (www.dradio.de) zu empfangen.

Eine Liste der UKW-Frequenzen befindet sich online unter http://www.dradio.de/dkultur/frequenzen/liste/

Susan Weinert CD Cover

Susan Weinert – Thoughts & Memories

Die Gitarristin Susan Weinert und ihre Musik sind schon lange eine feste Größe der internationalen Jazzszene.

Susan Weinert CD Cover
Susan Weinert - Thoughts & Memories

Seit mehr als 25 Jahren tourt die 45-jährige bereits durch die Welt und seit 18 Jahren veröffentlicht sie in regelmäßigen Abständen CDs, stets abwechslungsreich und mit stilistisch breit gefächertem Repertoire – denn sie fühlt sich auf der elektrischen Gitarre genauso zuhause wie auf der akustischen, hier bevorzugt auf der nylon-string.

Dabei hatte jedes Album seinen individuellen Sound und seine eigene Geschichte. Mit jeder Veröffentlichung bildete sich immer deutlicher eine eigene Sprache, sowohl in kompositorischer Hinsicht als auch in der Art ihres Gitarrenspiels, heraus.

Neugierig experimentierte Susan immer wieder mit neuen Soundmöglichkeiten, verschiedenen Instrumentierungen und zuletzt auch mit der menschlichen Stimme; allerdings nicht mit der eigenen, sondern mit denen von Vokalisten, zu hören auf den Alben „Point Of View“, „Running Out Of Time“ und „Dancing On The Water“.

Die Konstanten stellen ihre Gitarre und ihr Mann Martin Weinert am Bass dar. „Thoughts & Memories “ – Weinerts zehntes Album – ist ein ganz und gar instrumental-akustisches Album mit nylon-string-Gitarre, Kontrabass und Percussion.

Für diesen Part engagierte die Künstlerin mit dem World-Percussionisten David Kuckhermann, einen aus Münster stammenden musikalischen Weltreisenden, der die so gesammelten Erfahrungen in die Interpretation der Weinert’schen Kompositionen einbringt.

Das lässt einen ganz eigenen Sound entstehen und die Synergie der sich vermischenden Musikstile, die ohnehin aussagekräftigen Musikstücke von Susan Weinert, in ganz besonderem Glanz erstrahlen.

Klangzauberer David Kuckhermann ist ein Pioneer im weiten Feld des Hand- und Fingerdrumming. Nach seinen Lehrjahren bei Meistern wie Glen Velez, Behnam Samani, Ramesh Shotham und Fayaz Khan fand er schnell zu seinem eigenen unverwechselbaren Stil, den er auf der Basis der Verschmelzung der Spieltechniken und Rhythmen der großen Handtrommel-Traditionen im Iran, Indien, Ägypten, Europa, der Türkei und verschiedener Länder des afrikanischen Kontinents entwickelte.

Am Bass vertraut Susan ihrem Ehemann und langjährigen musikalischen Weggefährten Martin Weinert, der auf all ihren Alben mitgewirkt hat und mit seinem melodiös-akzentuierten Bass-Spiel ein nicht wegzudenkender Faktor in Susan Weinert’s Musik darstellt.

Wie auch bereits auf dem Vorgänger Album Tomorrow’s Dream, in der Duo Besetzung eingespielt, nutzt Martin auf Thoughts & Memories gekonnt den solistischen Freiraum und steuert wundervoll-melodische Soli bei.

Das neue Album lebt von der Individualität der Einzelmusiker. Susan Weinert’s warmer Gitarrensound gepaart mit ihrer virtuosen Technik auf der Gitarre erzeugen einen ihr ganz eigenen Klangkosmos.

Angetrieben von David Kuckhermann’s impressionistischen Percussionsfeuerwerken, auf der Basis des tief-melancholischen Bass von Martin Weinert, entsteht ein eigenwilliger Klangteppich, ein Soundgeflecht aus geheimnisvollen Harmonien und verwobenen Rhythmen, das die Zuhörer auf eine magische Klangreise entführt. Klanggewordene Emotionen lassen jedes Stück zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk werden.

Der gute Sound des Albums trägt wieder die Handschrift des Großmeisters Jan Erik Kongshaug in dessen Rainbow Studios in Oslo das Album gemischt und gemastert wurde. Ein entspannt virtuoser Saiten- und Trommelzauber gepaart mit der Kraft der Intuition, sensibel und sympathisch vorgetragen, verleihen „Thoughts & Memories“ die ganz spezielle, eigene Note, die das Album zu einem zeitlosen Vergnügen macht.

Susan Weinert versteht auf „Thoughts & Memories“ von der ersten bis zur letzten Note zu verzaubern und improvisiert in wunderschönen Melodiebögen. Zehn stimmungsvolle Songs lassen die 60 Minuten Spieldauer des Albums wie im Flug vergehen.