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JOAN ARMATRADING – „Consequences“

„Consequences“, das neue Album von Joan Armatrading, ist eines ihrer bisher intimsten und direktesten – und eines, das Gewissen und Herz auf der Zunge trägt. | VÖ: 18.06.21

JOAN ARMATRADING – „Consequences“ (BMG Rights Management / ada / Warner)

„Consequences“ ist ihr 22. Studioalbum und veranschaulicht eindrücklich, dass Joan Armatrading sich nicht gerne wiederholt. Es unterscheidet sich damit deutlich von seinem Vorgänger, dem 2018 erschienenen britischen Top 30-Album „Not Too Far Away“.

Natürlich wird der musikalische Schrittwechsel die unzähligen weltweiten Fans von Joan Armatrading nicht überraschen: Sie war schon immer eine Pionierin in allem, was sie tat. Das war bereits bei der Veröffentlichung ihres ersten Albums 1972 der Fall, als ihre damalige Plattenfirma nach eigenen Aussagen kaum Vorstellungen davon hatte, wie sie eine Künstlerin präsentieren sollte, die so außerhalb der Norm lag. Zur Erinnerung: Joan Armatrading war die erste weibliche Singer/Songwriterin aus Großbritannien, die mit selbst geschriebenen und selbst interpretierten Songs internationalen Erfolg hatte.

Lisa Stansfield – „Deeper“

Die Soul-Ikone Lisa Stansfield veröffentlicht ihr neues Album „Deeper“ am 6. April bei earMUSIC.

Lisa Stansfield – „Deeper“ – CD / LP Edition (earMUSIC/Edel)

„Been around the world and I, I, I, I can’t find my baby…“, das sind die ersten Zeilen des Refrains des Songs, mit dem man Lisa Stansfield für immer verbinden wird: „All Around The World“ von 1989. Doch man tut ihr Unrecht, sie nur auf diesen Song zu reduzieren. Denn bereits vorher hatte sie einen Hit mit Coldcut („People Hold On“) und dann sind da ja auch noch die Singles „This Is the Right Time“, „Live Together“, „Change“, „In All the Right Places“ und „The Real Thing“, die sich auch auf den vorderen Plätzen der (zumeist englischen) Charts tumelten. Und man höre und staune: Bis weit in die 90er Jahre – bis 1998, um genau zu sein – waren Lisa Stansfields Songs in den amerikanischen R&B- und Dance-Charts sehr oft in den Top 10 vertreten, meist sogar auf Platz 1. Und doch bleibt der Makel des One-Hit-Wonders nach wie vor an ihr hängen. So ist „All Around The World“ Fluch und Segen zugleich.