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THE KINGS OF DUBROCK – DUBBIES ON TOP

THE KINGS OF DUBROCK – DUBBIES ON TOP

Das neue The Kings Of Dubrock-Album „Dubbies On Top“- es erscheint am 27.05.2022 bei Misitunes- ist das bereits dritte der Triole Rica Blunck/Viktor Marek/Jacques Palminger, die sich aus ihrer jeweiligen Ecke in Gesang und Musik anspielen, zuwenden und echoen.

THE KINGS OF DUBROCK
THE KINGS OF DUBROCK Photo credits: Simone Scardovelli

Wie das genau abläuft und wer wen wann und wieso berührt, erhellt Jacques Palminger im Interview mit Jacques Palminger. Letzter bleibt keine Antwort schuldig und bietet Ihnen zitierfähiges und erklärendes Material, das gern genutzt werden darf. Für sich selbst, für mediale Organe, für das eigene Hochlaufen auf der Treppe der Kultur – fyi bzw. fyp! Safe for work!

Q: Hallo! Wer sind Sie und was wollen Sie von uns?

Mein Name ist Jacques Palminger, und ich möchte Sie auf diesem Wege persönlich darauf hinweisen, dass am 27. Mai 2022 die KINGS OF DUBROCK – DUBBIES ON TOP LP veröffentlicht wird. Wenn Sie mit dem Material der Gruppe bekannt sind, werden Sie sich den quietschgelben Tonträger sowieso kaufen. Wenn Sie uns aber noch nicht kennen, möchte ich Sie jetzt von der Einzigartigkeit der KINGS OF DUBROCK (TKODR) überzeugen.

Q: Wer genau macht was mit wem und seit wann?

Die Dubbies, wie wir uns nennen, gibt es seit 2007 in unveränderter Besetzung: Rica Blunck, Viktor Marek und Jacques Palminger. Wir haben ein musikalisches Genre entwickelt, dass wir „Dubrock“ nennen, ein Hybrid aus Dub-Reggae, New-Wave & Spoken-Word.
Für unsere Freunde machen wir daraus musikalische Erlebniswelten und tanzbare Wohlfühllandschaften.

Q: Was ist das Alleinstellungsmerkmal der neuen LP, ihr Unique Selling Point?

„DUBBIES ON TOP“ hat alle internen Quality-Control-Stationen durchlaufen und präsentiert sich wie ein sandgestrahltes Känguru. Outernational Beats von Viktor, transzendente Stimmen von Rica und nölige Tiraden von Jacques. Dazu das knallige Cover, gestaltet von Felix Schlüter, kompromisslos reduziert auf die Kernaussage: Dubbies on Top!

Q: Gibt es neben blumigen Behauptungen auch belastbare Facts?

Die LP wurde in Viktor Mareks „Ebbe Road“ Studio im Feldstraßenbunker auf St. Pauli aufgenommen. Zwischen Fussballgeschrei und Domfeuerwerk nagelten wir Gitarren und Gesänge, Bässe und Brabbeleien auf die Festplatte, bis Viktor den Sack zumachte. Zeitgleich veredelte unser Freund und Flötist Lieven Brunckhorst die Songs mit Overdubs. Er spielte beseelte Saxophone, flirrende Mundharmonikas und quirlige Querflöten auf die Tracks. Das gesammelte Material verdichtete Viktor dann im Mix zu einem Dub-Truck, der so fett im Studio stand, dass wir ihn kaum auf die Straße bringen konnten.

Q: Die Tracks im Einzelnen bitte!

1. ICH KANN WIEDER ZAUBERN beschreibt den Moment des Erwachens. Die Freude strömt ein, die Kräfte kehren zurück, der Nebel löst sich auf. Die lebensbejahenden Flöten lassen den Track tanzen und machen ihn so zum perfekten ersten Song.

2. GORILLAS IM NEBEL. Rica nimmt uns mit in die grüne Hölle. Sie singt über das Leben im Elefantengras, die Reise ins Nichts, die Flucht in den Untergrund. Textlich so offen gestaltet, dass sich in der genre-typischen Selbstüberschätzung jede randständige Dubrock Gruppe sofort damit identifizieren kann. Über den biegsamen Bambus-Beats hat Viktor seine Framus-Gitarre und seinen Höfner-Bass in Einklang gebracht. Die Nähe zum englischen Ska ist unbedingt gewollt. Dazu die hymnischen Bläser und das mutakische Saxophonsolo: alle Dub-Däumchen hoch!

3. PAFF THE MAGIC DRAGON. Jeder kennt sie, die panischen Paffs, die Drama-Queens und Stuben-Tiger der Nachtclub-Szene. Immer mit dem Kopf durch die Wand, immer auf der Flucht, gefangen in der Achterbahn der eigenen Nussschale. Mit liebevollem Blick besingt Rica deren Sorgen und Nöte, als würde sie mit ihnen in einer Band spielen. Mit größter Leichtigkeit überschreitet sie die Grenzen zur Märchenwelt und nimmt uns mit auf einen Raketenritt ans Ende der Nacht.

4. VERBRECHERMETHODEN. Viktor Marek in full effect: Das Loop schraubt sich in den Track, der Tenor vergeht in einem schwachen Schrei, bevor ihn die Wellen der Musik verschlucken und Platz machen für die Peiniger, die ohne anzuklopfen mitten im Raum stehen. Rica beschwört, was alle sofort gespürt haben: ja, das sind Verbrechermethoden, und sie fließen direkt zurück in die prall gefüllten Tanks der Angst. Aufgeschrieben wie erlebt, wie beinahe erlebt, wie fast geträumt. Die schwindsüchtige Hirtenflöte lacht, während der Albtraum fest in Reimen gebunden auf den Tonträger gebannt wird.

5. ARMAGEDDON. Der Tag der Rache wird kommen! Mit alttestamentarischer Härte ruft Jaccomeddi zum letzten Gefecht am Berg Armageddon. Seit zwölf Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Bibelauslegungen der Rastafari und wendet seine Erkenntnisse hier wie ein Zwölfjähriger auf seine eigenen Probleme an. Getrieben wird er von einem hypnotischen Beat und einem Bläserarrangement, das es durchaus mit den Widderhörnern von Jericho aufnehmen kann. Not even the dog that piss on the wall of Babylon shall escape this judgement!

6. RUDE BOY DJANGO. Nach wenigen Sekunden steht man im Sand der Sierra Nevada. Ein blutroter Sonnenuntergang am Ende eines langen Drehtages. Django ist im Kasten, Franco Nero abgespielt. Die Dubbies beschwören in einem Western-Dub mit Italo-Gitarre und staubtrockener Mundharmonika den Hauptdarsteller, endlich von seinen Feinden abzulassen, um mit den frisch geduschten Toten den wohlverdienten Feierabend zu genießen. Harmonisch tief im Rudeboy Ska verwurzelt dringen die Dubbies in die Seele des Italieners, um ihn mit einer Weltwahrheit umzustimmen: Die Sonne liebt dich, wenn du lachst!

7. PLAYA PARANOIA. Versteckter Hinweis für Kenner: mit der geballten Arroganz echter Außenseiter präsentieren die TKODR ihre Version des Strandschlagers „Vamos a la Playa“. Getragen von einem hyperagilen New-Wave-Ska-Riddim überfliegt Rica die sandigen Grillplätze der Saison. Hochneurotisch, paranoid und lichtscheu: der Sommerhit für alle Stubenhocker, Nachteulen und Maulwürfe.

8. ALLE MÄNNER. Fernab vom merkantilen Machismo der Deutschrap-Szene erscheint Jaccomeddi vollkommen unerwartet in einem selbstgebackenen Strudel intensivster Selbstbespiegelung. Getrieben von Schuld und schlechtem Gewissen bezichtigt sich der spindeldürre Hanseat, alle Anlagen toxischer Männlichkeit in sich zu tragen, unauslöschlich eingelagert in den Wurzeln seines Oberlippenbärtchens. Im einzelnen Pinselstrich teilweise grotesk übertrieben ergibt die Summe der Doppelreime ein erschreckend überzeugendes Gesamtbild. Diese überlebensgroßen Einsichten transferiert Rica in einen Refrain von überraschender Leichtigkeit: Ich bin alle Männer, es ist alles in mir! Das eigentliche Wunder aber ist die Musik. Zaubermeister Marek legt die belastenden Inhalte auf ein Westcoast-Wasserbett. Zusammen mit dem schmerzhaft schönen Saxophonsolo entsteht eine psychedelische Entspannungshypnose mit hohem Erkenntnisgewinn.

9. DUBBY DUB. Hier sind die Dubbies in ihrem Element: Vic dubbt den Beat, der Track wird zum fliegenden Teppich, Ric & Jac heben ab, dem Echo hinterher. Wir erleben die gleichzeitige Synchronbesteigung aller Achttausender von Dubby Dub, der neuen Superheldin aus dem Dubbies-Universum. Frei von allen panischen, paranoiden und toxischen Anteilen zeigt sie uns den Weg hinauf und nimmt uns mit zum Gipfel: Dubbie Dub standing on a mountain top!

THE KINGS OF DUBROCK Photo credits: Simone Scardovelli
THE KINGS OF DUBROCK Photo credits: Simone Scardovelli

Q: Wird es zur Veröffentlichung auch Konzerte geben?

Selbstverständlich! Als Live-Band sind wir ein dreipoliges Powerpack, eine betörende Melange aus Kompliment und Beschimpfung, eine „Dubrock Leistungsschau“. Notierte musikalische Verabredungen wechseln sich ab mit frei improvisierten Passagen, die Übergänge sind fließend. Diese hochenergetische Mischung aus Präzision und Spielerei, Konzentration und Zerstreuung findet man sonst nur noch in der Zirkuskuppel oder im Affenhaus.

Q: Ein Sprung aus den Wolken, gesichert durch drei Cocktail-Schirmchen?

Wir können uns diese Leichtigkeit leisten, denn unsere Live-Show steht auf einem grundsoliden Fundament. Markengeräte der internationalen Spitzenklasse (MPC, Moog, Mellotron) bringen unsere musikalische Performance auf Top-Niveau. Bis zur Tour im Sommer 2022 werden wir unsere Basslast ein weiteres Mal verdoppeln. Dazu die hochkomplexen Tanzchoreographien von Rica und meine delirierenden Daddeleien auf der Melodika. Die perfekte Einschraubung in die Seelen unserer Fans!

Q: Wie hoch ist der Spaßfaktor?

Wer Musik nur zum Spaß macht, wird jung sterben. Das sagt Fela Kuti, und das sagen auch die TKODR. Bei uns heißt das: Arbeitszeit ist Leistungszeit! Der Besuch eines Dubrock Konzertes ist so wie eine Unterschrift unter einen Kettenbrief: Absolut verbindlich. Trotzdem gibt es natürlich witzige Stellen und Premium-Gags.

Q: Wer kommt zum Konzert?

Ein Dubrock Konzert ist ein roter Teppich für nervenkranke und psychisch labile Menschen. Meistens kann unsere Musik helfen, manchmal beschleunigt sie den Krankheitsverlauf. Es kommen aber auch viele Handwerker, Ex-Punks und Normalos aller Couleur. Für die älteren Gäste ist dieser Abend ein Jungbrunnen, für die jüngeren Fans eine Sause mit Lerneffekt.
Q: Was kann man lernen?

Es gibt Titel mit philosophischem Mehrwert wie „Uhren befummeln die Zeit“ und starke Kernsätze, die man sich tätowieren kann, wie „Besen stehen auf ihren eigenen Haaren“. Das ist dub-deep und street-wise, das sollte man sich aneignen und privat nutzen.

Q: Gibt es eine sexuelle Komponente?

Allein das Bandgefüge wirkt anregend. Da ist Platz für Spekulation, die Fantasie lässt ihre Hüften kreisen: Eine Frau und zwei Männer! Dazu der fleischige Bass, die fordernden Rhythmen, die verspielten Melodien, das alles ergibt eine Stimulans von erstaunlich hoher Wirkungsqualität.

Q: Sind bei den Konzerten Ausschreitungen zu erwarten?

Ein Dubrock Konzert ist ein Gruppenexperiment. Wie die meisten unserer Gäste sind wir rauschbegabt und druckerprobt. Wir geben dem Affen Zucker und provozieren eine maximale Entäußerung. Die zeitliche Begrenzung aber lässt die Veranstaltung nie ganz aus dem Ruder laufen. Peinliche Ausfälle wie das Nickerchen im Nassbereich gibt es bei unseren Konzerten selten.

Q: Ist ein Dubrock Konzert gefährlich?

Nein. Wir sind eine glückliche Band, wir beseelen den Raum, den Abend, die Menschen. Obwohl wir kicken wie Bruce Lee, tun wir niemandem weh. Wir gehen jedem Ärger aus dem Weg und agieren nach dem Diktum unseres Mentors Dillinger:

Peace, love and unity is the foundation of any community!

THE KINGS OF DUBROCK – DUBBIES ON TOP
THE KINGS OF DUBROCK – DUBBIES ON TOP

Tracklist:
01 Ich kann wieder Zaubern
02 Gorillas im Nebel
03 Paff The Magic Dragon
04 Verbrechermethoden
05 Armageddon
06 Rude Boy Django
07 Playa Paranoia
08 Alle Männer
09 Dubby Dub

Vorbestellung/Stream:
https://bfan.link/dubbies-on-top
Hanseplatte
HHV
JPC
Amazon

THE KINGS OF DUBROCK –
DUBBIES ON TOP

ALBUM-VÖ: 27.05.2022
(Misitunes/Broken Silence)

Milian Otto Single “Wohin auch immer“

Milian Otto veröffentlicht neue Single “Wohin auch immer“ – aus dem neuen Album “Corpus Delicti“ (VÖ 04.02.2022)

Selten gab es eine Zeit, in der viele von uns so stark zu spüren bekamen, was es bedeutet, verzichten zu müssen. Der schlimmste Verzicht, neben all den Aktivitäten und Orten, die uns bei den wiederkehrenden Einschränkungen verwehrt bleiben, ist die Nähe zu anderen Menschen.

Die neue Single „Wohin auch immer“ von Milian Otto handelt von einem menschlichen Grundbedürfnis, ohne dessen Befriedigung wir ebenso wenig überleben können wie ohne zu essen, zu trinken oder zu schlafen: Freundschaft. Die Nähe von Körpern, aufeinander aufpassen, sich helfen, das Mitfühlen, das Mitdenken, das Miterleben. Fehlt das alles, irren wir bald mit einem Bleifuß durch die Dunkelheit. Niemand soll das Leben alleine tragen müssen. Füreinander da zu sein ist essenziell, doch eine gemeinsame Utopie zu entwickeln und gemeinsam dafür zu kämpfen, schweißt uns noch tiefer zusammen. Davon handelt „Wohin auch immer“.

Song Premiere „Wohin auch immer“:

Single „Wohin auch immer“ hier erhältlich: http://hyperurl.co/kfqrzm

Song Pre-Listening „Corpus Delicti“:

Album „Corpus Delicti“ vorbestellbar unter: https://save-it.cc/sturmundklang/corpus-delicti-album

Nach dem Liedermacheralbum „Wahnwitz und Gelegenheit“ (2018), nach unzähligen Solo-Konzerten, allein oder immer wieder auch als Support von Bands wie „Black Sea Dahu“ oder Sarah Lesch, hat Milian Otto die bleierne Starre der Pandemie genutzt, um neue Musik zu schreiben.

Das Das neue Album „Corpus Delicti“ erscheint am 04. Februar 2022! Der Genremix auf dieser Platte umfasst 70s Psychedelicrock, Indiepop, eine arabische Oud, ein Fauré-durchtränktes Cello, 90s Alternative Gitarrenriffs, Afrobeat Anleihen, politisches Lied, Singer-Songwriter Pop mit 80s Choruseffekten, Buckley-eske Gitarrenräume, Udo-Lindenberg-Gedenk-Bläsersätze… einfach alles, was Spaß macht…

Es schreit gegen Faschos, gegen tödliche Gier, gegen selbstherrlichen Optimierungswahn, gegen Mikro- und Makrozynismus, für die Freiheit des Körpers, für die Unbedingtheit aller menschlichen Träume. Es sucht nach Auswegen aus der Einsamkeit und der chronischen Verlorenheit zwischen all unseren Widersprüchen. Dieses Baby ist radikal ehrlich und radikal empathisch – das war und bleibt der Anspruch…

Mehr Infos unter:
https://www.facebook.com/MilianOtto
https://www.instagram.com/milian_otto/?hl=de

Unter anderem Max – „Für die Lohnarbeit“

Unter anderem Max ist das Singer-Songwriter-Projekt von Max Kühlem, der aktuell im Ruhrgebiet seine Kreise zieht.

Aber es ist in den seltensten Fällen NUR Max Kühlem, der die Songs und ihre Ausgestaltung besorgt. Manchmal ist das eine ganze Band mit E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard, manchmal arbeitet er im Duo mit anderen Gitarristen, Streichern oder Menschen, die eine zweite Gesangsstimme beisteuern, die an musikalischen Arrangements feilen. Und dann die Songs – wie sollen sie nur von Max sein? Sie können nur Unter anderem Max sein, denn die von Künstler*innen aller Art oft herbeizitierte Tatsache von der Kunst, die man nicht macht, sondern die zu einem kommt, trifft ja auch auf ihn zu.

Die neue Single „Für die Lohnarbeit“, die zweite, die Unter anderem Max bei Konstantin Weckers Label Sturm & Klang herausbringen, ist unter dem Eindruck des Arbeitens während der Corona-Krise entstanden: Im Homeoffice mit Laptop auf dem Schoß saß ihm eine Freundin gegenüber. Von dieser klar benannten Situation aus startet eine assoziative Reise, die der Sehnsucht folgt, die plötzlich aufpoppen kann wie ein Werbefenster im Webbrowser, die daran erinnert wie wenig frei wir und in abhängigen Arbeitsverhältnissen bewegen können, selbst wenn wir dabei Zuhause bleiben dürfen. In „Für die Lohnarbeit“ versteckt sich ein bekanntes japanisches Haiku und ein selbst erdachtes, es bezieht sich auf Jack Keruac und irgendwo durch den Dreiertakt geistert auch die wunderbare Julie Delpy, die im Film „Before Sunset“ überraschend einen Walzer für Ethan Hawke singt.

Video zur Single „Für die Lohnarbeit“:

Musikalisch sind Unter anderem Max schwer einzuordnen. Max spricht manchmal von Singer-Songwriter-Folk-Pop, hat aber selbst noch andere Einflüsse im Hintergrund: Jazz und Rock und Country und Klassik und Bossa Nova und den politischen deutschen Pop der Hamburger Schule zum Beispiel. An seinem ersten Album „Unter anderem Max“ wirkte unter anderem Songwriter-Legende Tom Liwa mit. „Für die Lohnarbeit“ verzichtet ganz auf treibendes Schlagzeug und wird dafür von zwei Streichern der Bochumer Symphoniker getragen, deren erster Cellist Wolfgang Sellner auch das Streicher-Arrangement geschrieben hat. Die Violine spielt Stefanie Himstedt. Bassist und Multi-Instrumentalist Robin Heimann sorgt für die Grundierung und hilft gleichzeitig, der Sehnsucht Flügel zu verpassen. So ist „Für die Lohnarbeit“ eigentlich ein Song gegen die Lohnarbeit.

Unter anderem Max – „Für die Lohnarbeit“ (VÖ: 12.11.2021)

Facebook: www.facebook.com/unteranderemmax
Bandcamp: http://unteranderemmax.bandcamp.com
Instagram: www.instagram.com/maxkueluem
Soundcloud: https://soundcloud.com/unter-anderem-max

Braegen Band 1998

BRÄGEN BAND mit neuem Album „Labör Extrem“

Es geht direkt ins Labor. Es wabbert und gärt, die Band groovt (eiert), doch eine Katastrophe bahnt sich ihren Weg: ein Virus („Brävid-10“) macht sich breit und bedroht die Oberhenne Erika und die ganze Hühnerschar. Die Lage scheint aussichtslos. Nur Gerd, der sich mal wieder im Labor profilieren möchte hat eine Idee – mit fatalen Folgen.

Braegen Band 1998
Braegen Band 1998

„Herr Weich“ entstammt der alten rumänischen Folklore, präsentiert vom Goldschorsch.

„Verpuppt Oisch 2010“ – endlich wieder mit dem original Ampunaut I.

Auf der Wache der Parasitenpolizei gibt es Ärger: Streitpunkt ist ein Ei. Welche Konsequenzen das für die Stauperkripo hat, erfährt man in „Milbert & Zeck I“.

„Milbert & Zeck II“ – mit Ampunaut II, Premiere der virtuellen Variante von Ampunaut I und jeder Menge Parasiten.

Braegen Band "Labör Extrem"
Braegen Band „Labör Extrem“

Der Höhepunkt zum Schluss. Es geht noch einmal ganz tief ins Zentrum des Labors. Dort pumpt das Herzstück – „die Eiermaschine“. Sie läuft und eiert wie geschmiert, als wieder Gerd in Erscheinung tritt. Eingeschlichen als Praktikant vergeht er sich unautorisiert an Hebeln und Schaltern, und es kommt abermals zur Katastrophe…

Braegen Band 2019
Braegen Band 2019

„Labör Extrem“ ist das mittlerweile 11. Brägen-Album. Das Release des neuen Albums muss leider auch vor der Pandemie zurückstecken.

Wie aus „Labör Extrem“ hervorgeht, waren wir die BRÄGEN BAND schon vor 10 Jahren ganz dicht an der heutigen Realität. Wenn es die Lage zulässt, wird die Veröffentlichung im üblichen Rahmen nachgeholt.

Derweil lässt der „Steineimann“ herzlichst grüßen…

+++

Als kleines Trostpflaster hier ein schönes Video der Brägen-Band. „ULTRAHOCHERHITZT“ erschien bereits vor 25 Jahren als Audio Track auf CD, bzw. Tape (!) auf dem Album „Brägronomicon“).

Mehr Infos: https://parasoniq.jimdofree.com/

THE STRING THEORY – “The Los Angeles Suite”

THE STRING THEORY mit dem Album “The Los Angeles Suite” jetzt endlich auch auf CD und Vinyl | CD/LP: 25.09.

THE STRING THEORY – “The Los Angeles Suite” (Project C / Clouds Hill / ADA / Warner)

Das Corona-Jahr 2020 hat so manches Veröffentlichungstiming beeinflusst. Aber nunmehr kann das Grammy-nominierte Künstlerkollektiv THE STRING THEORY ihr neues Studioalbum “The Los Angeles Suite” endlich auch auf CD und dem immer beliebter werdenden Format Vinyl präsentieren.

Nachdem “The Los Angeles Suite” bereits am 04.09.20 vom Label Project C/Clouds Hill weltweit als digitale Konfiguration veröffentlicht wurde, folgt jetzt endlich die ersehnte physische Ware.

Das 2007 in Berlin gegründete Künstlerkollektiv THE STRING THEORY bewegt sich in den Grenzbereichen von Komposition, Improvisation und sozialem Event und ist musikalisch irgendwo zwischen Singer/Songwriter-Pop, Indie-Alternative, Electronica und Neoklassik angesiedelt.

Nach fünf Tourneen in Europa und Nordamerika, fünf Alben und einer Grammy-Nominierung 2020 hat sich THE STRING THEORY mit ihrer eigenwilligen Mischung aus klassischem Klangkörper und elektronischen Sounds nicht nur als innovatives eigenständiges Orchester, sondern auch als künstlerischer Partner für internationale Stars wie José González, Wildbirds & Peacedrums, Robot Koch und Anna von Hausswolff etabliert.

Der nachstehende Clip läßt die Kernmitglieder des Kollektives, die sich auch gerne als “Band” bezeichnen, auf ihre natürliche und authentische Weise selbst zu Wort kommen. Ebenso zu sehen: der international erfolgreiche Singer/Songwriter José Gonzáles.

The String Theory – Dive Into The Unknown:

The String Theory – Hollywood Calling feat. Addie Hamilton (Official Music Video):

The String Theory – California Lover feat. Shana Halligan (Official Music Video):

Weitere Infos unter
Web: wearethestringtheory.org
Facebook: www.facebook.com/wearethestringtheory
Instragramm: www.instagram.com/wearethestringtheory/
Youtube: www.youtube.com/user/TGST2010

Photocredit: Ashley MacPhee

JEREMIAS - Pressefoto (Foto Credit: Martin Köhler)

JEREMIAS – erste EP und Tour

JEREMIAS – erste EP und Tour

JEREMIAS - Pressefoto (Foto Credit: Martin Köhler)
JEREMIAS – Pressefoto (Foto Credit: Martin Köhler)

Heute möchte ich euch kurz die Newcomer-Band JEREMIAS vorstellen, deren Debüt-EP “Du Musst An den Frühling Glauben“ am 04. Oktober letzten Jahres via Caroline (Universal) erschienen ist.

Jeremias - “Du Musst An den Frühling Glauben“ (EP - Caroline/Universal - Foto Credit: Martin Köhler)
JEREMIAS – “Du Musst An den Frühling Glauben“ (EP – Caroline/Universal – Foto Credit: Martin Köhler)

Die Formation, bestehend aus Jeremias Heimbach (Gesang, Piano), Oliver Sparkuhle (Gitarre, Synthesizer), Ben Hoffmann (Bass, Backing Vocals) und Jonas Hermann (Drums, Backing Vocals) serviert dem geneigten Hörer auf der EP eine wunderbare Melange aus Indie, Pop, Disco und Funk.

Soundtechnisch inszeniert wurde die tanzbare Mischung von keinem Geringeren als dem Produzenten Tim Tautorat, der in der Vergangenheit bereits mit Größen wie Annenmaykantereit, Faber oder OK KID zusammen gearbeitet hat.

Mit der EP im Gepäck gehen die Jungspunde übrigens im Februar auf Clubtour und werden dann unter anderem Städte wie Köln, München, Erfurt, Leipzig, Dresden, Düsseldorf, Darmstadt, Stuttgart, Göttingen, Nürnberg oder Osnabrück beehren.

Hier der Videoclip zu “Diffus“:

Und hier das Video zu “Sommer“:

Hier schließlich der Videoclip zu “Alles“:

JEREMIAS live:
04.02.2020 Köln, Yuca
05.02.2020 Düsseldorf, The Tube
06.02.2020 Darmstadt, 128qm
07.02.2020 Stuttgart, Im Wizemann
08.02.2020 Würzburg, Jugendkulturhaus CAIRO
09.02.2020 Mannheim, Peer23 (free show)
13.02.2020 Göttingen, Musa e.V.
14.02.2020 Nürnberg, Club Stereo
15.02.2020 München, Milla
18.02.2020 Mainz, Schon Schön
19.20.2020 Bamberg, Live Club
20.02.2020 Erfurt, Kulturzentrum Engelsburg
21.02.2020 Leipzig, Neues Schauspiel
22.02.2020 Dresden, Altes Wettbüro
26.02.2020 Osnabrück, Kleine Freiheit
27.02.2020 Hamburg, Nochtspeicher
28.02.2020 Hannover, Musikzentrum Hannover
29.02.2020 Berlin, Musik & Frieden

Website: https://www.jeremiasmusik.de/

Instagram: https://www.instagram.com/jeremiasmusik/

Facebook-Auftritt: https://de-de.facebook.com/jeremiasmusik/

JEREMIAS – “Du Musst An den Frühling Glauben“ (EP – Caroline/Universal)

Mando Diao - “Bang“ (Playground Music/Cargo)

Mando Diao – “Bang“

Am Freitag erschien “Bang“, das brandneue Album der schwedischen Formation Mando Diao, aktuell bestehend aus Björn Dixgård (Gesang, Gitarre), Carl-Johan Fogelklou (Bass), Daniel Haglund (Keyboards), Patrik Heikinpieti (Drums) und Jens Siverstedt (Gitarre).

Mando Diao - “Bang“ (Playground Music/Cargo)
Mando Diao – “Bang“ (Playground Music/Cargo)

Das neunte Studioalbum der Jungs präsentiert sich als ein gitarrenlastiges Indie Rock-Werk mit starken Blues-Anleihen, wobei Trademarks wie Eingängigkeit, Frische und die Rauheit der Stimme von Björn Dixgård dem Ganzen ihr Gepräge verleihen.

Als Vorboten ins Rennen geschickt wurden zum einen die energiegeladene Rock-Nummer “One Last Fire“, zum anderen “Long Long Way“, ein wunderbarer Hybride aus Blues und Gospel.

Als weitere Aushängeschilder des organisch-geerdet klingenden Longplayers offenbaren sich nach mehrmaligem Hören des Werkes rasch der energetische Indie Rock-Track “He Can’t Control You“, das Funk-geschwängerte Lied “Don`t Tell Me“, die Rock-Hymne “Get Free“, der Garage Rock-infizierte Track “My Woman“, das zwischen Blues und Rock changierende Stück “I Was Blind“ sowie der gesellschaftskritische Rocker “Society“.

Fazit: Die insgesamt 10 Tracks, welche vor juveniler Frische und Energie nur so strotzen, machen “Bang“ zu einem rundum gelungenen Werk.

Hier der Videoclip zu “One Last Fire“:

Und hier das Video zu “Long Long Way“:

Mando Diao live:
22.11. Hamburg – Sporthalle
23.11. Wiesbaden – Schlachthof (ausverkauft)
24.11. AT-Wien – Arena
26.11. CH-Zürich – X-Tra
28.11. Dresden – Alter Schlachthof
29.11. München – Tonhalle (ausverkauft)
30.11. Köln – Palladium
01.12. Berlin – Columbiahalle

Website: https://mandodiao.com/

Facebook: https://de-de.facebook.com/mandodiaomusic/

Mando Diao – “Bang“ (Playground Music/Cargo)

Thees Uhlmann – “Junkies und Scientologen“

Am 20. September 2019 veröffentlichte der ehemalige Tomte-Sänger Thees Uhlmann sein drittes Soloalbum unter dem Titel “Junkies und Scientologen“. In der Woche nach dem Release enterte es direkt Platz 2 der offiziellen deutschen Longplay-Charts.

Thees Uhlmann – “Junkies und Scientologen“ (Grand Hotel Van Cleef/Indigo)

An der Produktion des Longplayers waren neben dem 45-Jährigen Niedersachsen auch Simon Frontzek (Madsen, Tomte, Sir Simon Battle, Paper & Places, Burkini Beach) und Rudi Maier (aka Burkini Beach) beteiligt.

Geboten wird auf “Junkies und Scientologen“ eine nuancenreiche Melange aus Indie, Pop und Rock, wobei die Betrachtungen des alltäglichen Lebens mit Melancholie und Pathos durchsetzt ist.

Durch die Vorboten “Fünf Jahre Nicht Gesungen“ und “Avicii“ wurde die Messlatte für den Rest des Werkes ziemlich hoch gelegt, doch Schmuckstücke wie das in Melancholie badende Stück “Immer Wenn Ich An Dich Denke, Stirbt Etwas In Mir“, die Indie Rock-Nummer “Katy Grayson Perry“, die Indie Pop-Ballade “Ich Bin Der Fahrer, Der Die Frauen Nach HipHop Videodrehs Nach Hause Fährt“, die Hommage an Niedersachsens Hauptstadt (“Was wird aus Hannover“) oder das karg instrumentierte Lied “Menschen Ohne Angst Wissen Nicht, Wie Man Singt“ stehen diesen beiden Single-Auskopplungen in nichts nach.

Wunderbar geworden ist auch der Track “Danke Für Die Angst“, bei dem es sich übrigens um ein Tribut an den US-amerikanischen Schriftsteller Stephen King handelt, der mit seinen Horror-Romanen Weltruhm erlangte.

Fazit: “Junkies und Scientologen“ ist ein ungemein hochwertiges drittes Soloalbum vom ehemaligen Tomte-Sänger Thees Uhlmann, dessen 12 Stücke von vorne bis hinten zu brillieren wissen.

Greift ihr zur Deluxe-Version, werdet ihr mit acht zusätzlichen Songs belohnt. Zu hören sind folgende Coverversionen: “Wir trafen uns in einem Garten“ (2raumwohnung), “Fragezeichen“ (Nena), “Der letzte Optimist“ (Judith Holofernes), “Niemand“ (Sophie Hunger), “Tausendschön“ (Almut Klotz), “Ich Halt Mich Raus“ (Östro 430), “1000 Bier“ (Die Braut haut Ins Auge) und Gold“ (Hayity).

PS: Am 10. Oktober 2019 erschien übrigens ein neues Buch des 1974 in Hemmoor geborenen Künstlers beim Verlag Kiepenheuer & Witsch, und zwar unter dem Titel “Über Die Toten Hosen“.

Hier der Videoclip zu “Avicii“:

Und hier das Video zu “Fünf Jahre Nicht Gesungen“:

Tracklist:
01. Fünf Jahre nicht gesungen
02. Danke für die Angst
03. Avicii
04. Was wird aus Hannover
05. 100.000 Songs
06. Ich bin der Fahrer, der die Frauen nach HipHop Videodrehs nach Hause fährt
07. Junkies und Scientologen
08. Katy Grayson Perry
09. Menschen ohne Angst wissen nicht, wie man singt
10. Ein Satellit sendet leise
11. Die Welt ist unser Feld
12. Immer wenn ich an Dich denke, stirbt etwas in mir

Thees Uhlmann live:
06.12. A – Wien, Gasometer
07.12. München, Tonhalle
08.12. Saarbrücken, Garage
10.12. Erlangen, Heinrich Lades Halle
11.12. Dortmund, FZW
12.12. Wiesbaden, Schlachthof
13.12. Stuttgart, LKA Longhorn
14.12. Berlin, Columbiahalle
16.12. Hannover, Capitol
17.12. Hamburg, Große Freiheit 36
18.12. Hamburg, Große Freiheit 36
19.12. Bielefeld, Lokschuppen
20.12. Bremen, Pier 2
21.12. Köln, Palladium

Website: http://www.ghvc.de

Facebook-Auftritt: https://www.facebook.com/theesuhlmannmusik/

Thees Uhlmann – “Junkies und Scientologen“ (Grand Hotel Van Cleef/Indigo)

Maffai – “Zen“

Seit gestern im Handel erhältlich ist das Debütalbum des aus Nürnberg und Würzburg stammenden Quartetts Maffai.

Maffai – “Zen“ (Kidnap Music/Cargo)

“Zen“ ist via Kidnap Music (Cargo) erschienen und beinhaltet 10 Tracks, die stilistisch zwischen Punk, Indie Rock und Pop changieren.

Als Vorab-Singles wurden bereits die Songs “Geisterstunde“ und “Abgewandt“ ausgekoppelt, die hymnengeschwängert und mit juveniler Frische daherkommen. Während ersterer mit New Wave-Einflüssen versetzt ist und sich inhaltlich mit Sorgen und der eigenen Naivität beschäftigt, geht es in letzterem – einem von Synthie-Elementen geprägten Stück – um Schönheitswahn und übersteigerten Egoismus.

Mit “Klamm“ und “Bleichkind“ finden sich auf der CD auch zwei Titel, die man bereits auf der 2018er EP der Formation hören konnte. Diese zählen neben den oben bereits erwähnten Songs und dem gesellschaftskritischen Tune “Tunnelblick“ zu den weiteren Standout-Tracks des vortrefflichen Albums an der Schnittstelle zwischen Post Punk und Indie Rock.

Hier der Videoclip zu “Abgewandt“:

Und hier das Video zu “Geisterstunde“:

„Alpha Zen Touri“ Releasetour
Präsentiert von Ox Fanzine & livegigs.de
12.10.19 Nürnberg, Nürnberg Pop
26.10.19 Leipzig, Noch besser leben
28.10.19 München, Feierwerk (Sunny Red)
29.10.19 Bonn, Bla
30.10.19 Bremen, Horner Eck
31.10.19 Hamburg, Astra Stube
01.11.19 Berlin, Schokoladen
02.11.19 Dresden, AZ Conni
15.11.19 Würzburg, Cairo
16.11.19 Ettlingen, IwishIcouldstay Fest
23.11.19 Oberhausen, Pressure Air Festival

Website: https://maffai.de/

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Maffai – “Zen“ (Kidnap Music/Cargo)

Anna Ternheim - “A Space For Lost Time“ (BMG Rights Management/Warner)

Anna Ternheim – “A Space For Lost Time“

Vor 15 Jahren veröffentlichte die Schwedin Anna Ternheim ihr Debütalbum unter dem Titel “Somebody Outside“. Für den Longplayer, der in Schweden auf Platz 3 der offiziellen Charts landete, erhielt sie im Jahre 2005 in ihrer Heimat den “Grammis“-Award in der Kategorie “Best Newcomer“.

Anna Ternheim - “A Space For Lost Time“ (BMG Rights Management/Warner)
Anna Ternheim – “A Space For Lost Time“ (BMG Rights Management/Warner)

Den Erfolgszug konnte die Songschreiberin dann mit den Alben “Separation Road“ (2006) und “Leaving On A Mayday“ (2008) fortsetzen, die jeweils die Chartspitze der Longplay-Charts in Schweden entern konnten.

Überaus erfolgreich waren auch die Studioalben “The Night Visitor“ (2011) und “For The Young“ (2015), welche in Schweden in den Top5 der Album-Charts platziert waren.

Nach dem Top-20-Werk “All The Way To Rio“ aus dem Jahre 2017 gibt es nun endlich neues Material in Albumlänge von der aus Stockholm stammenden Musikerin.

Größtenteils in Los Angeles (USA) entstanden ist das brandneue Album, das am Freitag unter dem Titel “A Space For Lost Time“ in die Läden gekommen ist.

Erster Vorbote war der glitzernde musikalische Edelstein “This Is The One“, welcher bereits seit zwei Monaten zu hören ist.

Als weitere Glanzlichter auf der durchgängig gelungenen Scheibe erstrahlen Tracks wie die aktuelle Single-Auskopplung “You Belong With Me“, die verträumten Indie Pop-Hymnen “Remember This“ und “Everytime We Fall“, das melancholisch-schwermütige Juwel “When You Were Mine“ und der bezaubernde Closer “Oh Mary“.

Die 41-jährige Sängerin, zu deren Inspirations-Quellen Musik-Größen wie Tom Waits oder Leonard Cohen gehören, weiß mich mit dem jüngsten Werk, ihrem mittlerweile 7. Studioalbum, auf dem die Koordinaten irgendwo zwischen Folk, Pop und klassischem Singer/Songwritertum abgesteckt werden, voll und ganz zu betören.

PS: Vom 31. Oktober bis zum 26. November diesen Jahres beehrt Anna Ternheim übrigens auch Deutschland während ihrer “A Space For Lost Time“-Tour und ist dann live in Städten wie Berlin, Leipzig, Dresden, Erlangen, München, Frankfurt, Köln, Hamburg oder Bremen zu sehen.

Hier ist der Videoclip (Extended Lyrical Video) zu “This Is The One“:

ANNA TERNHEIM „A SPACE FOR LOST TIME“ EUROPEAN TOUR 2019
25. Oct SE-Gothenburg, Konserthuset
26. Oct SE-Borås, Kongress
27. Oct NO-Oslo, Konserthus
28. Oct SE-Stockholm, Cirkus
29. Oct SE-Stockholm, Cirkus
31. Oct DE- Berlin, Kesselhaus
01. Nov DE-Leipzig, Felsenkeller
02. Nov DE-Dresden, Scheune
04. Nov DE- Erlangen, E Werk
05. Nov AT-Vienna, Das Haus der Musik
06. Nov DE-Munich, Technikum
07. Nov CH-Lyss, KUFA
08. Nov CH-St. Gallen, Kugl
10. Nov CH-Zuerich, Kaufleuten
11. Nov DE-Frankfurt, Batschkapp
12. Nov DE-Stuttgart, Im Wizemann
14. Nov DE-Cologne, GLORIA
15. Nov NL- Nijmegen, Merleyn
16. Nov NL-Groningen, Lutherse Kerk
18. Nov FR-Paris, Café De la Danse
19. Nov BE-Brussels, Botanique / Rotonde
20. Nov UK-London, Oslo
23. Nov NL-Amsterdam, Zonnehuis
24. Nov NL-Tilburg, 0 13
25. Nov DE-Bremen, Schlachthof
26. Nov DE-Hamburg, Gruenspan
29. Nov SE-Huskvarna, Folkets Park
30. Nov SE-Malmö, Malmö Live
01. Dec DK- Köpenhamn, Hotel Cecil

Website: https://www.annaternheim.com

Facebook-Auftritt: https://de-de.facebook.com/annaternheim/

Anna Ternheim – “A Space For Lost Time“ (BMG Rights Management/Warner)

Sam Fender - “Hypersonic Missiles“ (Polydor/Universal)

Sam Fender – “Hypersonic Missiles“

Seitdem der britische Singer-Songwriter Sam Fender beim renommierten BBC “Sound of …“-Poll des Jahres 2018 eine Nominierung erhielt, verfolge ich das Schaffen des mittlerweile 25-jährigen Künstlers, welcher bereits einige Erfolge feiern konnte.

Sam Fender - “Hypersonic Missiles“ (Polydor/Universal)
Sam Fender – “Hypersonic Missiles“ (Polydor/Universal)

So gewann er bei den BRIT Awards 2018 in der Kategorie “Critics‘ Choice“ eine Auszeichnung und konnte mit “Play God“, “Hypersonic Missiles“, “Will We Talk?“ und “The Borders“ bereits vier Singles in den britischen Top 100 platzieren.

Seit dem 13. September diesen Jahres ist nun das Debütalbum des aus North Shields stammenden Sängers unter dem Titel “Hypersonic Missiles“ via Polydor (Universal) erhältlich.

Soundtechnisch in Szene gesetzt wurde der Longplayer, der musikalisch irgendwo zwischen Indie und Rock zu verorten ist, von seinem langjährigen Freund und Produzenten Bramwell Bronte und Sam Fender selbst.

Auf dem sehr persönlichen Album widmet sich der Songwriter unter anderem Themen wie zerrütteten Familienverhältnissen (“The Borders“), der Massenüberwachung in einem totalitären Regime (“Play God“), dem Rassismus und Brexit (“White Privilege“) oder Suizid (“Dead Boys“).

Als Referenzpunkte lässt das Opus dabei unter anderem Musiker und Bands wie Bruce Springsteeen, Ryan Adams, Ben Howard, The Smiths oder The Killers aufkommen, wobei den Stücken des Debütalbums, als dessen Aushängeschilder die Titel “Will We Talk?“, “White Privilege“, “Play God“ (übrigens auf dem FIFA Soundtrack 2019 zu hören), “You`re Not The Only One“, “Dead Boys“, “Leave Fast“, der Titeltrack sowie die aktuelle Singleauskopplung “The Borders“ auszumachen sind, stets eine besondere Fragilität innewohnt.

Meines Erachtens zählt der Longplayer “Hypersonic Missiles“, welcher auf Anhieb die Spitze der offiziellen britischen Albumcharts erreichte und hierzulande die Top20 der Charts enterte, im Indie Rock-Genre zu den besten Debütalben der letzten Jahre, was gewiss auch den wunderbaren Indierock-Hymnen, den melancholisch-fragilen Momenten und den superben Songlyrics geschuldet ist.

Hier der Videoclip zu “Will We Talk?“:

Und hier das Video zu “Play God“:

Hier schließlich der Videoclip zu “Dead Boys“:

Website: https://www.samfender.com/

Instagram-Auftritt: https://www.instagram.com/sam_fender

Sam Fender – “Hypersonic Missiles“ (Polydor/Universal)

Sigrid – “Sucker Punch“

Bereits am 08. März diesen Jahres wurde “Sucker Punch“, das Debütalbum der norwegischen Sängerin und Songwriterin Sigrid Solbakk Raabe aka Sigrid, via Vertigo Berlin (Universal) veröffentlicht.

Sigrid – “Sucker Punch“ (Vertigo Berlin/Universal)

Nach dem Release stieg der Longplayer auf Anhieb auf Platz 1 der offiziellen norwegischen Albumcharts ein. Auch in Großbritannien avancierte das Werk zu einem großen Erfolg und landete dort in den Top5.

Entstanden ist es unter der Ägide von Leuten wie Martin Sjølie (Maria Mena, Sam Smith, Ella Henderson, Dotan, The Nexus), Oscar Holter (Christina Aguilera, Adam Lambert, Troye Sivan. Taylor Swift, Tove Lo, Charli XCX, DNCE), Odd Martin Skalnes (The Alexandria Quartet, Connor Franta), Patrik Berger (Robyn, Charli XCX, Carly Rae Jepsen) , Martin Stilling (Charli XCX, Santigold) oder Askjell Solstrand (Aurora).

Neben Sigrid wirkten am Songwriting die oben bereits genannten Namen Martin Sjølie, Oscar Holter, Askjell Solstrand, Patrik Berger und Martin Stilling mit, aber auch so illustre Leute wie Emily Schwartz (Shawn Mendes, The Chainsmokers, Dua Lipa, Khalid), Jonny Lattimer (Ellie Goulding, Sam Smith, Rebecca Ferguson, James Morrison, Rag’n’Bone Man, Tom Odell), Joe Janiak (Britney Spears, Take That, Ellie Goulding, Tove Lo, Adam Lambert) oder Jonnali Parmenius aka Noonie Bao (Carly Rae Jepsen, Katy Perry, Camila Cabello, Zedd, Avicii, Clean Bandit) schrieben an den Tracks mit.

Insbesondere Einflüsse aus Pop, Elektro, R&B und Dance sind es dabei, die sich neben Indie-Ingredienzen auf dem feinen Erstwerk der Norwegerin heraushören lassen.

Voller Unbeschwertheit und juveniler Frische gebärden sich die 12 Songs, die größtenteils hymnenträchtig daherkommen und von der klaren Stimme der 22-Jährigen leben, die in der Vergangenheit bereits den Support für Acts wie George Ezra oder Maroon 5 bestritt.

Geschmückt wird der Longplayer dabei durch zahlreiche Pretiosen: die in UK mit Gold ausgezeichnete Elektropop-Hymne „Strangers“, welche unter anderem in Großbritannien und Norwegen die Top 10 der offiziellen Single-Charts erreichte und auch in einem Vodafone-Werbespot verwendet wurde, ihren Durchbruch-Hit „Don`t Kill My Vibe“ aus dem Jahre 2017, den von Streichern geprägten Pop-Ohrwurm „Sight Of You“, den eingängigen Trennungssong “Don`t Feel Like Crying“ sowie die mit Pianoklängen aufwartende Ballade „Dynamite“, die von Askjell Solstrand produziert wurde.

Fazit: Sigrid, die beim “BBC Sound Of 2017“-Poll der hoffnungsvollsten Acts auf der Pole Position gelandet war, hat da mit “Sucker Punch“ eines der besten Debütalben des Jahres abgeliefert, das hierzulande viel größere Beachtung verdient hätte.

Hier der Videoclip zu “Strangers“:

Und hier das Video zu “Don`t Kill My Vibe“:

Hier schließlich der Videoclip zu “Don`t Feel Like Crying“:

Website: https://www.thisissigrid.com/

Facebook-Auftritt: https://www.facebook.com/thisissigrid/

Sigrid – “Sucker Punch“ (Vertigo Berlin/Universal)

Shakespears Sister – “Singles Party“

Vor rund 26 Jahren löste sich das erfolgreiche britische Pop-Duo Shakespears Sister, bestehend aus Siobhan Fahey und Marcella Detroit, auf.

Shakespears Sister – “Singles Party“ (London Records/Alive)

Doch nun dürfen sich alle Fans des Musik-Projektes freuen, denn übermorgen erscheint mit “Singles Party“ eine Greatest Hits-Kollektion des Duos, das Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger mit längst zu Klassikern avancierten Songs wie “You`re History“, “Hello (Turn Your Radio On)“, “I Don`t Care“ oder “Stay“ in den Charts für Furore sorgte.

Im Vorfeld wurde mit “All The Queen’s Horses“ bereits eine brandneue Single der Formation veröffentlicht, die bereits Appetit auf die Kollektion machte.

Auf der regulären Edition der Retrospektive finden sich insgesamt 18 Tracks, darunter mit “Break My Heart“, “Heroine“, “You’re History“, “Run Silent“ und “Dirty Mind“ auch sämtliche Single-Auskopplungen des Debütalbums “Sacred Heart“, das am 21. August 1989 veröffentlicht wurde und in Großbritannien eine Notierung auf Platz 9 schaffte. Erfolgreichste Single des Longplayers war übrigens die Auskopplung “You`re History“, die zu einem UK-Top10-Hit avancierte.

Weiterhin sind natürlich vom Zweitwerk “Hormonally Yours“ (VÖ: 17.02.1992) die Singles “Goodbye Cruel World“, “Stay“, “I Don’t Care“, “Hello (Turn Your Radio On)“ und “My 16th Apology“ vertreten.

Nach dem Ausstieg von Marcella Detroit im Jahre 1993 erschien im Juni 1996 mit “I Can Drive“ eine neue Single der Shakespears Sister als Solo-Projekt von Siobhan Fahey, der selbstverständlich auch Platz auf der Greatest Hits-CD eingeräumt wird. Zu finden ist dieser Song auch auf dem Album “#3“, das erst im Jahre 2004 veröffentlicht wurde.

Vom Viertwerk “Songs From The Red Room“ aus dem Jahre 2009 sind die Singles “Bitter Pill“, “Pulsatron“, “Bad Blood“ und “It’s A Trip“ auf “Singles Party“ versammelt. Wie “#3“ war “Songs From The Red Room“ als Solo-Projekt von Siobhan Fahey unter dem Namen Shakespears Sister herausgebracht worden.

Neben der oben bereits genannten Single “All The Queen’s Horses“ gibt es mit “C U Next Tuesday“ einen weiteren brandneuen Song auf der Compilation, die noch durch eine akustische Version des Welthits “Stay“ angereichert wird, der 1992 sensationelle 8 Wochen die Pole Position der offiziellen UK-Charts belegte und in den US-Billboard-Charts auf Platz 4 notiert war.

Die Deluxe Version der Zusammenstellung beinhaltet mit “Cat Worship“ einen weiteren bislang unveröffentlichten Song sowie zudem Albumtracks und diverse Remixe, unter anderem von “You`re History“, “You Made Me Come To This“ oder “Goodbye Cruel World“.

Fazit: “Singles Party“ ist wohl als die ultimative Retrospektive der Shakespears Sister zu bezeichnen, wobei sie einen Zeitraum von 1988 bis 2019 umfasst.

PS: Vom 31. Oktober bis zum 20. November diesen Jahres gehen Siobhan Fahey und Marcella Detroit übrigens auf ausgedehnte UK-Headliner-Tour und beehren dann Städte wie Liverpool, Nottingham, Glasgow, Manchester, Bath, Birmingham,  Brighton oder Sheffield.

Hier der Videoclip zur brandneuen Single:

Tracklisting:
1 – Break My Heart (remastered)
2 – Heroine (remastered)
3 – You’re History (remastered)
4 – Run Silent (remastered)
5 – Dirty Mind (remastered)
6 – Stay (remastered)
7 – I Don’t Care (remastered)
8 – Goodbye Cruel World (remastered)
9 – Hello (Turn Your Radio On) (remastered
10 – My 16th Apology (remastered)
11 – I Can Drive (remastered)
12 – Bitter Pill (remastered)
13 – Pulsatron (remastered)
14 – Bad Blood (remastered)
15 – It’s A Trip (remastered)
16 – All The Queen’s Horses
17 – C U Next Tuesday
18 – Stay (acoustic version) (remastered)

CD2 (Deluxe Only):
1 – Cat Worship
2 – You’re History (Catz ‘n Dogz Remix)
3 – You Made Me Come To This (HMD Pulsatron Mix)
4 – Pretty Boy (Remastered)
5 – Mr Wrong (Remastered)
6 – Remember My Name (Remastered)
7 – Do I Scare You? (Remastered)
8 – Excuse Me John (Remastered)
9 – Singles Party (Remastered)
10 – Heroine (Heavenly Mix) (Remastered)
11 – Black Sky (The Black Dub) (Remastered)
12 – Break My Heart (Shep Pettibone Dub) (Remastered)
13 – Goodbye Cruel World (BTO Remix) (Remastered)
14 – You’re History (Brothers In Rhythm Remix) (Remastered)

UK Tour Daten:
31/10/19 –  Royal Concert Hall –  Nottingham
01/11/19 – New Theatre – Oxford
02/11/19 – Empire –  Liverpool
04/11/19 – City Hall – Sheffield
05/11/19 – Palladium – London
08/11/19 – Royal Concert Hall – Glasgow
10/11/19 – The Sage – Gateshead
11/11/19 – Bridgewater Hall – Manchester
13/11/19 – Pavilion Theatre – Bournemouth
14/11/19 – The Forum – Bath
15/11/19 – Regent Theatre –  Ipswich
17/11/19 – Cliffs Pavilion – Southend
19/11/19 – Symphony Hall –  Birmingham
20/11/19 – Dome Concert Hall –  Brighton

Website: http://www.shakespearssisterofficial.com/

Facebook-Auftritt: https://www.facebook.com/shakespearssisterofficial

Shakespears Sister – “Singles Party“ (London Records/Alive)

Heather Nova – “Pearl“

Knapp 26 Jahre nach dem Debütalbum “Glow Stars“ ist am gestrigen Tag mit “Pearl“ ein brandneues Heather Nova-Album erschienen, welches von keinem Geringeren als Youth (The Verve, U2, Embrace, The Music, Dido) produziert wurde.

Heather Nova – “Pearl“ (Omn Label Services/Rough Trade)

Dieser zeichnete bereits bei zwei Alben der von den Bermudas stammenden Sängerin und Songschreiberin für die Produktion verantwortlich, nämlich zum einen bei dem Longplayer “Oyster“, mit dem Heather Nova 1994 den internationalen Durchbruch schaffte, zum anderen bei dem Opus “Siren“ aus dem Jahre 1998.

Wie deutlich hörbar ist, kehrt Heather Nova auf “Pearl“ zu ihren rockigen Alternative-Wurzeln zurück. Vielfach ist der neue Longplayer dabei eine Reminiszenz an das 94er-Werk Oyster, das vor einem Vierteljahrhundert das Licht der Welt erblickte und damit in diesem Jahr sein Jubiläum feiert.

Mit “The Wounds We Bled“ und “Just Kids“ wurden im Vorfeld übrigens bereits zwei vielversprechende Vorboten ausgekoppelt, die Appetit auf “Pearl“, den Nachfolger des 2015er-Werkes “The Way It Feels“, machten.

Ein weiterer Höhepunkt auf “Pearl“ ist gewiss die Nummer “Some Things Just Come Undone“, welche davon handelt, dass Heather mit ihrem Sohn ans Meer fährt, um ihm dort die Trennung von ihrem Ehemann und seinem Vater darzulegen. Ein sehr introspektiver, persönlicher Song, der auch musikalisch viele Facetten der bermudischen Singer-Songwriterin zeigt.

Wunderschön geworden sind auch die spartanisch instrumentierte Ballade “Rewild Me“ und “Over The Fields“, ein Song, in dem Heather Nova einem Menschen verzeiht, der sie im Alter von 19 Jahren missbraucht hatte, was ja im Song “Island“ aus dem “Oyster“-Album thematisiert worden war.

Nicht unterschlagen werden dürfen da Pretiosen wie “After All This Time“, ein Titel, dem von Cello-Klängen der Stempel aufgedrückt wird, der bereits als Promo-Single veröffentlichte Track „Don’t Worry What the Experts Say“ oder “All The Rivers“, ein rockig-verträumtes Kleinod.

“Pearl“ ist in toto ein superbes Album geworden , das durch Tiefgründigkeit und viel Gefühl besticht, wobei rockige Alternative-Klänge wie zu Heather Novas musikalischen Anfangstagen stärker als zuletzt den Sound dominieren.

Hier der Videoclip zu “The Wounds We Bled“:

Und hier das Video zur brandneuen Single “Just Kids“:

Heather Nova live :
18.10.2019 Leipzig – Haus Auensee
19.10.2019 Hamburg – Fabrik
20.10.2019 Stuttgart – Im Wizemann
29.10.2019 Nürnberg – Löwensaal
30.10.2019 München – Technikum
31.10.2019 Berlin – Huxleys
01.11.2019 Köln – Gloria
02.11.2019 Braunschweig – Westand

Website: https://www.heathernova.com/

Facebook-Auftritt: https://www.facebook.com/HeatherNovaOfficial

Heather Nova – “Pearl“ (Omn Label Services/Rough Trade)

Meiko – „In Your Dreams“

Aus Nashville stammt die Singer-Songwriterin Meiko, die soeben ihren fünften Longplayer mit Originalmaterial unter dem Titel „In Your Dreams“ via popup-records (Soulfood/Tunecore) veröffentlicht hat.

Meiko – „In Your Dreams“ (popup-records/Soulfood/Tunecore)

Aufgenommen wurde das jüngste Werk in der Hauptstadt des US-Bundesstaats Tennessee unter der Ägide des Songwriters und Produzenten Justin Glasco (Gary Jules, Joshua Radin, Peter Katz, The Roof Beam Carpenters, The Lone Bellow, Emerson Hart, Garrison Star, Wild Rivers, Cary Brothers, Anderson East), während Bryan Cook und Stephen Marcussen für den Mix bzw. das Mastering verantwortlich zeichneten.

Zu verorten ist „In Your Dreams“ irgendwo zwischen klassischem Singer/Songwritertum, Folk und Pop, wobei solche Instrumente wie Ukulele, akustische Gitarre, Keyboards und Percussions zum Einsatz kommen.

Mal schwerelos, mal zart melancholisch gebärden sich dabei die neun Songs, die teilweise auch eine elektronische Färbung aufweisen.

Pretiosen wie “She Knows“, “Gimme Gimme“, “Roses“, “More“, “I`m OK“ oder “Getaway“ zieren sicherlich das Fünftwerk der talentierten US-amerikanischen Singer-Songwriterin, die mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum 2007 den Sprung in die Top40 der US-amerikanischen iTunes-Album Charts schaffte.

Fazit: Unbedingt mal reinhören solltet ihr in das wunderschöne neue Album von Meiko, die übrigens im April letzten Jahres mit ihrer Familie nach Hamburg gezogen ist.

Hier das Lyric Video zu “Gimme Gimme“:

Website: https://www.meikomusic.com/

Facebook-Auftritt: https://www.facebook.com/meikomusic

Meiko – „In Your Dreams“ (popup-records/Soulfood/Tunecore)

Young Chinese Dogs - “The Quiet And The Storm“ (Motor Entertainment/Edel)

Young Chinese Dogs – “The Quiet & The Storm“

„The Quiet & The Storm“ ist der Titel des dritten Studioalbums der Band Young Chinese Dogs, die im Jahre 2011 gegründet wurde.

Young Chinese Dogs - “The Quiet And The Storm“ (Motor Entertainment/Edel)
Young Chinese Dogs – “The Quiet & The Storm“ (Motor Entertainment/Edel)

Erste Erfolge konnte die Formation bereits mit dem Debütalbum “Farewell To Fate“ (2013) und vor allem mit dem Zweitwerk “Great Lake State“ (2015) feiern, das es in den offiziellen deutschen Charts bis auf Platz 87 schaffte.

Für die Produktion und das Songwriting des gerade erschienenen Drittlings, welcher sich musikalisch im Spannungsfeld zwischen Folk, Pop, Country und Indie bewegt, zeichneten die Band-Mitglieder Birte Hanusrichter (Gesang, Akkordeon, Percussion) und Oliver Anders Hendriksson (Gesang, Gitarre, Bass, Ukulele, Mandoline) verantwortlich.

Bereits am 15. März diesen Jahres erblickte mit “As Long As I Can Sing“ ein erster Vorbote das Licht der Welt, gefolgt von der ersten Singleauskopplung „Hey There“, deren Release zwei Wochen später erfolgte.

Mit dem rundum gelungenen Album im Gepäck geht das Quintett, welches in der Vergangenheit bereits den Support für solch illustre Größen wie Thees Uhlmann, The BossHoss oder Kitty Daisy & Lewis bestritt, übrigens vom 31. Mai bis zum 13. Juni in hiesigen Gefilden auf Tour.

Hier der Videoclip zu “Hey There“:

Und hier das offizielle “Lyric Video“ zu “As Long As I Can Sing“:

Tourdaten:
31.05.2019 Essen, Zeche Karl
01.06.2019 Köln, Weltempfänger
04.06.2019 Dresden, Ostpol
05.06.2019 Bremen, Tower
06.06.2019 Hannover, Lux
07.06.2019 Hamburg, Kukuun
08.06.2019 Bielefeld, Whatever Happens Festival
09.06.2019 Wiesbaden, Schlachthof
10.06.2019 München, Ampere
12.06.2019 Nürnberg, Club Stereo
13.06.2019 Berlin, Maze

Website: http://youngchinesedogs.com/ 

Facebook-Auftritt: https://www.facebook.com/youngchinesedogs

Young Chinese Dogs – “The Quiet & The Storm“ (Motor Entertainment/Edel)

Circa Waves - “What's It Like Over There?“ (PIAS/Rough Trade)

Circa Waves – “What’s It Like Over There?“

Circa Waves ist der Name einer britischen Indie Rock-Band, die kürzlich ihr drittes Studioalbum vorgelegt hat.

Circa Waves - “What's It Like Over There?“ (PIAS/Rough Trade)
Circa Waves – “What’s It Like Over There?“ (PIAS/Rough Trade)

Entstanden ist “What’s It Like Over There?“ unter der Ägide von keinem Geringeren als dem Brit Awards-Gewinner Alan Moulder, der auch durch seine Zusammenarbeit mit Musikgrößen wie U2, The Killers, The Cure, Placebo, Foo Fighters, Smashing Pumpkins, Nine Inch Nails, Interpol oder Arctic Monkeys große Bekanntheit erlangte.

Was Kieran Shudall (Sänger, Gitarrist), Joe Falconer (Gitarrist), Sam Rourke (Bassist) und Colin Jones (Schlagzeuger) da auf ihrem jüngsten Werk kreiert haben, kann am besten als eine Mixtur aus Indie, Pop und Rock beschrieben werden, welche auch Ingredienzen aus dem Blues- und Soul-Genre zu integrieren weiß.

Als erste Single-Auskopplung fungierte der mit hymnischen Qualitäten ausgestattete Indie Pop-Track “Movies“, der sich in den Top40 der belgischen Single-Charts platzieren konnte. Darauf folgten mit der Soul Pop-Nummer “Times Won`t Change Me“, dem energiegeladenen Indie Rock-Track “Be Somebody Good“ und der von Synthie- und Pianoklängen getragenen Britpop-Nummer “Passport“ weitere hittaugliche Releases.

Als wunderbare Pretiosen auf dem dritten Studioalbum der Jungs gebärden sich zudem die von zarter Schwermut erfüllten Indie Pop-Hymnen “The Way We Say Goodbye“ und “Me, Myself And Hollywood“ sowie die kraftvolle Indie Rock-Nummer “Saviour“.

Alles in allem ist dem Quartett mit “What’s It Like Over There?“ eine vortreffliche Sammlung von 10 vielschichtigen Songs gelungen, welche zwischen Indie, Pop, Rock und Soul oszillieren. In Großbritannien – das soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben – peakte das Werk übrigens auf Platz 10 der offiziellen Longplay-Charts.

Hier der Videoclip zu “Movies“:

Und hier das Video zu “Times Won`t Change Me“:

Hier schließlich der Videoclip zu “Be Somebody Good“:

Website: http://circawaves.com/

Facebook-Auftritt: https://www.facebook.com/CircaWaves

Circa Waves – “What’s It Like Over There?“ (PIAS/Rough Trade)

Pauls Jets - “Alle Songs Bisher“ (Lotterlabel/Sony Music)

Pauls Jets – “Alle Songs Bisher“

Zu den momentan hoffnungsvollsten deutschsprachigen Indie Pop-Acts zählt sicherlich die aus Österreich stammende Band Pauls Jets, deren Debütalbum am Freitag unter dem Titel “Alle Songs Bisher“ erschienen ist.

Pauls Jets - “Alle Songs Bisher“ (Lotterlabel/Sony Music)
Pauls Jets – “Alle Songs Bisher“ (Lotterlabel/Sony Music)

Paul Buschnegg (Gitarre, Gesang), Romy Park (Bass) und Xavier Plus (Schlagzeug) haben mit ihrem Debüt einen liebenswerten Longplayer kredenzt, dessen Songs stets eine juvenile Frische verströmen und dabei zwischen Indie und Pop changieren, wobei bisweilen auch eine punkig-rockige Attitüde durchschimmert.

Es ist eine wahre Freude, den 15 Tracks des Erstlings zu lauschen, die mal mit unbeschwerter Leichtigkeit, mal mit sanfter Schwermut versehen sind.

Ob die allererste Single-Auskopplung “Üben Üben Üben“, ob die zweite Vorab-Single “Diese Villa Ist Verlassen“, die trotz ihres leicht schwermütigen Charakters hymnische Qualitäten besitzt, ob der nächste Vorbote, das verträumte Kleinod “22703“, ob die aktuelle Single “Sollen Wir Tschüss Sagen Und Gehen?“, die in Indie Pop-Gefilden wandert und dabei mit einer gehörigen Portion Hit-Appeal aufwartet, ob “Ich Will Dich Lieben, Baby“, eine eingängige Indie Rock-Nummer voller Ungestümheit, oder der verspielte Closer “Ich Komme In Den Park“ – allen Songs wohnen Abwechslungsreichtum und Vielfalt inne.

Soundtechnisch veredelt wurde der Longplayer – das soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben – von Paul Buschnegg alias Stej Sluap und Herwig Zamernik, bekannt durch seine Band-Projekte Naked Lunch und Fuzzman sowie durch seine Zusammenarbeit mit Acts wie Pippa, Monta, Kreisky oder The Very Pleasure. Das Mastering übernahm übrigens Tom Karasek.

Fazit: Für mich ist “Alle Songs Bisher“ eines der schönsten deutschsprachigen Indie Pop-Debüts des letzten Jahrzehnts. Dem Wiener Trio Pauls Jets dürfte – da muss man kein Prophet sein um es vorauszusagen – die Zukunft gehören!

Hier der Videoclip zu “Diese Villa Ist Verlassen“:

Und hier das Video zu “Sollen Wir Tschüss Sagen Und Gehen?“:

Hier schließlich der Videoclip zu “22703“:

Pauls Jets live:
21/04/19 Klagenfurt am Wörthersee , Theaterhalle
24/04/19 Hamburg , Pudel
25/04/19 Berlin , Klunckerkranich
26/04/19 München , Happel & Ettilch
27/04/19 Dornbirn , Spielboden
16/05/19 Graz , PPC , Paul solo
17/05/19 Linz , Stadtwerkstatt , Paul solo
23/05/19 Wien , WUK
25/05/19 Salzburg , ARGE , Paul solo
31/08/19 Stade , Müssen Alle Mit Festival

Facebook-Auftritt: https://de-de.facebook.com/paulsjets/

Pauls Jets – “Alle Songs Bisher“ (Lotterlabel/Sony Music)

Vivie Ann - “When The Harbour Becomes The Sea“ (Believe Digital/Soulfood)

Vivie Ann – “When The Harbour Becomes The Sea“

Mit “When The Harbour Becomes The Sea“ hat die Singer-Songwriterin Vivie Ann einen brandneuen Longplayer am Start, der wie bereits das Debütalbum “Flowers & Tigers“ (2016) durch eine Crowdfunding-Aktion finanziert wurde.

Vivie Ann - “When The Harbour Becomes The Sea“ (Believe Digital/Soulfood)
Vivie Ann – “When The Harbour Becomes The Sea“ (Believe Digital/Soulfood)

Auf dem jüngsten Werk versammelt die Wahl-Hamburgerin insgesamt zwölf Indie Pop-Nummern, die auch Elemente aus Folk und Rock zu integrieren wissen. Voller Details und Nuancen präsentiert sich dabei das Dutzend an artifiziell gestalteten Stücken, die stets von der warmen Stimme der talentierten Sängerin getragen werden.

Wer sich einen ersten Eindruck über das abwechslungsreiche Album verschaffen möchte, dem seien als Anspieltipps folgende Tracks empfohlen: die frühlingshafte Folkpop-Nummer “Survivor“, das hymnische Pop-Kleinod “Cold Water“, die Soul-lastige Perle “Loverboy“ sowie die wunderbaren Vorboten “Anytime“, “Windmills“ und “Obsolete Majesty“ (schaut euch untenstehend auch das in Island gedrehte Video zu dem fragil-melancholischen Titel an).

Hier der Videoclip zu “Obsolete Majesty“:

Und hier das Video zu “Anytime“:

Den Videoclip zu “Windmills“ gibt es schließlich hier:

Vivie Ann live:
18.03.2019 Hamburg, Nochtspeicher
03.05.2019 Einbeck, Alte Synagoge
06.05.2019 München, Ampere
07.05.2019 Frankfurt, Brotfabrik
08.05.2019 Berlin, Austerclub
17.05.2019 Stuttgart, Schräglage
18.05.2019 Köln, Subway
19.05.2019 Münster, Hot Jazz Club
20.05.2019 Hannover, Lux

Website: http://vivieann.com/

Facebook-Auftritt: https://www.facebook.com/vivieannmusic

Vivie Ann – “When The Harbour Becomes The Sea“ (Believe Digital/Soulfood)

Kowsky – “Blinder Fleck“ (recordJET/Edel)

Kowsky – “Blinder Fleck“

13 Songs zwischen Indie, Sixties Beat und Rock sind auf dem Debütalbum der Formation Kowsky um den Mastermind Marcus Ziegenrücker versammelt.

Kowsky – “Blinder Fleck“ (recordJET/Edel)
Kowsky – “Blinder Fleck“ (recordJET/Edel)

An den Aufnahmen waren Musiker   von Acts wie Sonore Wandbehänge, Dreiviertelblut, lilabungalow,  Fins und Poems For Jamiro beteiligt.

Entstanden ist das Opus unter der Regie von Markus Abendroth, der Teil des Produzententeams zodiaque (Dota, Max Prosa, Fins) ist, für die Abmischung der Songs zeichnete dann kein Geringerer als Pola Roy (Wir sind Helden, Judith Holofernes) verantwortlich.

Als erste Single aus dem Longplayer wurde übrigens der Track “Wer Ist Der Boss Hier“ ausgekoppelt. Mein Album-Favorit ist jedoch die relaxt-leichtfüßige Nummer “Kap Der Falschen Hoffnung“.

Hier der Videoclip zur aktuellen Single:

Website: https://www.kowskymusik.de/

Facebook-Auftritt: https://www.facebook.com/facekowsky/

Kowsky – “Blinder Fleck“ (recordJET/Edel)