OCTO – Kitsch

Zwei Bässe und ein Schlagzeug, mehr braucht es nicht bei Octo. Das Trio aus Köln bastelt mit wenigen Bauteilen ihren Noise-Rock zusammen, den sie nun in Form von „Kitsch“ frisch verleimt der Öffentlichkeit präsentieren.

OCTO – Kitsch

So, mal kurz nachgedacht, Octo…? Da fällt einem spontan doch gleich „Oktopus“ zu ein. Der Tintenfisch, der Achtfüßler also. Okay, zwei Bässe ergeben in der Regel acht Saiten, passt! So, das hätten wir schon einmal geklärt. Kommen wir nun zur Musik…

Die Konstellation erinnert an die Dänen Fossils, die ebenfalls nur rein instrumental das Schlagzeug und den Bass für sich sprechen lassen. Octo fügen ein weiteres Paar dicker Saiten hinzu und rocken ähnlich unkonventionell drauflos. Vom Titel gebenden „Kitsch“ sind sie dabei aber genauso weit entfernt, wie ihre bereits erwähnten musikalischen Brüder im Geiste.

Nicht ganz so brachial wie Fossils, dafür mit einer deutlichen Schippe mehr unruhigem Noise, tieftönen sich Guido Karnstedt (Schlagzeug), Torben Feck (Bass) und Tobial Göbel (Bass) durch die sieben Songs ihres Albums. Aufgrund der instrumentalen Zusammensetzung rückt der Rhythmus natürlich maßgeblich in den Vordergrund, der dann auch im ständigen Wechsel von vertrackt bis straight changiert. Dennoch nehmen einen stets passende Melodien an die Hand und führen songdienlich durch die Tracks.

Wer also völlig kitschfreien und unangepassten Instrumental-Noise-Rock für sich entdecken möchte, ist bei Octo und „Kitsch“ an der richtigen Adresse.

OCTO – Kitsch (Krachladen Records)

(Jens)