Alle Beiträge von Jens

DANKO JONES – A Rock Supreme

Seit mehr als zwanzig Jahren steht der Name DANKO JONES für grundehrlichen, schweißtreibenden Rock’n’Roll, der aus jeder Pore seines Körpers den Geist seiner musikalischen Vorfahren verströmt. Angefangen bei Chuck Berry über Kiss bis hin zu den Anfängen des Metals, DANKO JONES hat diese Musik unweigerlich in seine DNA aufgenommen. Mutiert zu einem wahren Rock-Ungetüm, stellt das Power-Trio aus Kanada mit seinem neuen Album A ROCK SUPREME diese Tatsache nun wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis.

BRUTUS – 2019 TOUR

BRUTUS – 2019 TOUR

BRUTUS (PR-Foto)

Das Power-Trio BRUTUS konnte kürzlich mit seinem zweiten Album „Nest“ auf ganzer Linie überzeugen. Die Belgier, die ursprünglich mal zusammengefunden haben, um Refused Songs zu covern, glänzen mit ihrer ganz eigenen Mixtur aus Punk, Hardcore und Post-Rock. Neben den flirrenden Gitarren und den treibenden Bässen ist es vor allem Schlagzeugerin / Sängerin Stefanie Mannaerts, die mit ihrer rotzfrechen Stimme für einen absolut eigenständigen Sound sorgt.

Das sie diesen auch live in der Lage sind der geneigten Hörerschaft um die Ohren zu hauen, beweisen sie demnächst in den Clubs unserer Republik.
Wo genau, seht ihr hier:

28.04.2019: Münster – Sputnik Cafe

13.05.2019: Köln – MTC

14.05.2019: Hamburg – Hafenklang

BRUTUS – Nest

Mit ihrem Debüt „Burst“ haben BRUTUS vor knapp zwei Jahren die geneigte Community gleichermaßen überrascht wie begeistert. Nun gilt es für die einstige Refused Coverband zu beweisen, dass sie mit ihrem Zweitwerk „Nest“ an den hohen Qualitätsstandart des Erstlings anknüpfen kann und in der Lage ist, mit ihrem ureigenen Soundmix aus Punk, Hardcore und Post-Rock wieder ein brodelndes Ganzes zu formen.

BRUTUS – Nest

Lange braucht man nicht, um zu merken, dass es auch auf „Nest“ an allen Ecken und Enden flammt und lodert. Passenderweise eröffnet der Dreier aus Belgien dann auch mit „Fire“ den insgesamt elf Tracks umfassenden Reigen. Sofort stellt sich dieses typische Gefühl ein, dass man beim Lauschen von BRUTUS‚ Musik erfährt. Dieses generiert sich aus dem ganz besonderen Gesang von Schlagzeugerin Stefanie Mannaerts, die zu ihrem Glück seinerzeit erst gezwungen werden musste, dem sphärischen Gitarrenspiel von Stijn Vanhoegaerden und den treibenden Bassläufen von Peter Mulders. Zusammen ergibt sich eine absolut eigenständige Einheit, die spielend leicht zwischen wütender Raserei und feiner Melancholie hin und her pendelt.

ALAN DOYLE auf Europa-Tournee.

Hierzulande mag der Name ALAN DOYLE vielen vielleicht noch kein Begriff sein, in seiner Heimat Kanada ist der Sänger der äußerst erfolgreichen Band GREAT BIG SEA dagegen ein prominenter Vertreter seiner Zunft. Der zudem als Schauspieler, Produzent und Bestseller-Autor aktive DOYLE präsentiert mit „A Week At The Warehouse“ sein drittes Soloalbum, welches er seinem deutschen Publikum nun auch persönlich vorstellt.

Alan Doyle
(Photo by Margaret Malandruccolo)

Ab Ende März kommt er auf Europa-Tour.
Wer ALAN DOYLE live erleben möchte, hat die Gelegenheit dazu:

31.03.2019 – München, Milla
02.04.2019 – Köln, Blue Shell
03.04.2019 – Hamburg, Nachtspeicher

UNCLE ACID & THE DEADBEATS – „WASTELAND TOUR“ 2018

Gut zwei Jahre ist es her, dass uns UNCLE ACID & THE DEADBEATS auf europäischen Bühnen beehrt haben. Nun gastieren die Briten um Bandkopf Kevin Starrs wieder in hiesigen Hallen, um ihr neues Album „Wasteland“ zu präsentieren.

UNCLE ACID & THE DEADBEATS – „WASTELAND TOUR“ 2018

Freunde bizarrer Schauergeschichten gekleidet in psychedelischem Retro-Hard-Rock dürften hier wieder vollends auf ihre Kosten kommen. Ein lakonischer Gesang und harte Riffs gehören zu den Markenzeichen der Band, die gerade live einen amtlichen Bums hat.

Als Unterstützung sind L.A. WITCH mit an Bord, die alle Anwesenden auf die nötige Betriebstemperatur bringen dürften.

Werdet Zeuge dieses schrecklich schönen Ereignisses bei folgenden Deutschland-Dates:

DEVILLE – Pigs With Gods

Dem Stoner/Sludge-Genre ein wenig überdrüssig geworden, haben die Schweden DEVILLE ihren Bandsound auf dem neuen Longplayer ein wenig mehr in Richtung Metal ausgerichtet. Zackig und garstig kommt „Pigs With Gods“ aus den Boxen geschallt. Fremd wird sich der Vierer dann aber doch nicht, dafür haben sie viel zu viele Qualitäten angehäuft, die es weiterhin auszuspielen gilt.

DEVILLE – Pigs With Gods

Moderner klingen DEVILLE, die sich ein wenig vom Muff des Retro-Rocks befreit haben. Alles wummert ein wenig tiefer und düsterer. Geblieben sind ausgereifte Songstrukturen mit eingängigen Gesangsmelodien. Ein Song, der bezeichnend für die „neuen“ DEVILLE steht, ist das im Midtempo vorantreibende „Wrecked“. Ein Nackenbrecher, der frei von Klischees harten Rock und Metal perfekt vereint. Das folgende „Acid Meadows“ zeigt sich nach seinem akustischen Gitarren-Intro fast schon ein wenig proggig, bevor dann wieder hymnische Refrains das Ruder übernehmen übernehmen.

WE HUNT BUFFALO – Head Smashed In

Obacht, die Büffeljäger sind wieder auf der Pirsch!
Das kanadische Trio WE HUNT BUFFALO stellt dieser Tage mit „Head Smashed In“ den Nachfolger ihres ausgesprochen gelungenen 2015er Werkes „Living Ghosts“ vor.

WE HUNT BUFFALO – Head Smashed In

Nach wie vor gibt es den gewohnt mitreißenden Mix aus hartem Fuzz-Rock, eingängigen Melodien und einer Prise Psychedelica. Die Gitarren braten mit warmen Sounds eine amtliche Riffbreiteseite nach der anderen raus, während Sänger Ryan Forsythe seine markante Stimme gekonnt in den Fokus stellt. Gerade er verleiht dem Sound von WE HUNT BUFFALO einen äußerst eigenständigen Charakter. Kraftvoll und doch melodisch singt er vom nicht immer einfachen Leben als Musiker („Industrie Woes“) oder zitiert schon mal alte irische Folklore („The Giants Causeway“).

THE OCEAN – Phanerozoic I: Palaeozoic

Wenn ein Album am musikalischen Firmament erscheint, dessen Titel irgendwie mit einem Erdzeitalter zu tun hat, weiß die geneigte Hörerschaft schon, was und vor allem wer ihnen da ins Haus steht…! THE OCEAN reisen weiter durch die geomorphologische Geschichte unserer Erde und füllen mit ihrem neuen Werk PHANEROZOIC I: PALAEOZOIC die zeitliche und inhaltliche Lücke zwischen PRECAMBRIAN (2007) und HELIOCENTRIC / ANTHROPOCENTRIC (2010).

THE OCEAN – Phanerozoic I: Palaeozoic

Es geht um die Ausbreitung sowie Diversifizierung des Lebens inklusive wiederkehrender Massenvernichtung vieler Arten. Und da THE OCEAN nicht irgendeine Band ist, die dies mal eben so abhandelt, ist das aktuelle Konzept dann gleich auch wieder so umfangreich geworden, dass das vorliegende Album nur der erste Teil der Story ist. Teil zwei soll dann im Jahre 2020 erscheinen, so dass man schon jetzt davon ausgehen kann, dass es allen Beteiligten definitiv nicht langweilig wird.

RISING – Sword And Scythe

Zwei Jahre sind ins Land gezogen seit uns RISING mit ihrem letzten Album OCEANS INTO THEIR GRAVES beglückt haben. Nun präsentieren die Dänen mit SWORD AND SCYTHE den nicht minder tollen Nachfolger, der die zuvor eingeschlagene Marschrichtung konsequent fortsetzt und weiter ausbaut.

RISING – Sword And Scythe

Man hört dem neuen Werk an, dass hier die gleiche Mannschaft wie beim 2016er Vorgänger am Start ist. Eine Kontinuität, auf die Bandkopf Jacob Krogholt nicht immer bauen konnte. Nun scheint er aber mit Gründungs-Drummer Martin Niemann, Sänger Morten Grønnegaard, Gitarrist Anders Bo Rasmussen und Bassist Bjarke Lassen ein stabiles Bandgefüge gefunden zu haben, das seine musikalische Vision dauerhaft verwirklichen kann. Dementsprechend stimmig und wie aus einem Guss klingt dann auch das Material auf SWORD AND SCYTHE. Überhaupt scheinen RISING ihren eigenen Sound gefunden zu haben. Sich in der Schnittmenge aus Metal, Doom, Sludge und auch progressiveren Klängen bewegend, verstehen sie es, stets eigene Akzente zu setzen und absolut eigenständig zu klingen, sowohl beim Sound als auch beim Songwriting.

UNCLE ACID & THE DEADBEATS – Wasteland

Ein kultig knarziger Sound, eine lakonische Stimme und dazu bizarre Geschichten aus diabolischen Zwischenwelten… Willkommen im seltsamen Universum des Kevin Starrs und seinen UNCLE ACID & THE DEADBEATS!

UNCLE ACID & THE DEADBEATS – Wasteland

Wasteland, der fünfte Langspieler der Briten, führt uns in ein dystopisches Szenario, in dem ein repressiver Überwachungsstaat die Menschen kontrolliert, die sich alternativ nur in eben jenes Ödland flüchten können. Dieses Setting bietet die thematische Grundlage für UNCLE ACID & THE DEADBEATS‘ neues Werk, das musikalisch wieder einmal psychedelischen Retro-Hardrock präsentiert, der Verschrobenheit mit jeder Menge Hit-Potential kombiniert.

EARTH SHIP – Resonant Sun

Nachdem das Ehepaar Jan und Sabine Oberg zuletzt unter dem Namen GRIN einen psychedelisch-knarzenden Doombrocken („Revenant“) unter das begeisterte Volk gebracht hat, widmet es sich zusammen mit ihrem neuen Drummer Sebastian Grimberg nun wieder ihrem musikalischen Hauptvehikel. Als EARTH SHIP veröffentlichen sie mit „Resonant Sun“ dieser Tage ihr mittlerweile fünftes Album, das erneut allerhand Wüstenstaub aufzuwirbeln vermag.

EARTH SHIP – Resonant Sun

Den Einstieg macht der groovende Opener „A Handful Of Flies“. Wummernde Bassläufe, eine fuzzige Gitarre und das treibende Schlagzeug geben die Marschrichtung vor, die auch die weiteren sieben Stücke einschlagen werden. Ob nun sludgy-doomig wie bei dem folgenden „Smoke Filled Sky“ und dem schließenden „River Of Salt“ oder mit einer gehörigen Prise Heavy-Psych-Blues veredelt wie bei „Dormant“, EARTH SHIP wissen ihre Songs geschickt zu variieren. Dafür brauchen sie keinen schmückenden Firlefanz, sondern ihnen reicht ein gutes Songwriting und ein ehrlich erdiger Sound, der unter eigener Regie im hauseigenen „Hidden Planet Studios“ in Berlin entsteht.

ME & MUNICH – Knives Of The Sun

Nein, ME & MUNICH kommen nicht aus der bayrischen Landeshauptstadt, sondern aus dem deutlich über dem Weißwurstäquator liegenden Dänemark! Mit Knives Of The Sun veröffentlicht das Duo dieser Tage seine Debüt-EP, auf dem es kernigen Rock präsentiert, der eine Menge Flair der 90er Jahre versprüht.

ME & MUNICH – Knives Of The Sun

Jan Petersen und Marco Bøgehøj sind ihrerseits erfahrene Protagonisten der dänischen Musiklandschaft. Bisher unter dem Namen SHOCKING WHITE aktiv, haben sich die beiden dazu entschlossen, nun als ME & MUNICH auf die Bühnen dieser Welt zu treten. Grund war ein vollzogener Stilwechsel, der für die beiden der Anlass für den namentlichen Neustart war.

A BEAUTIFUL DAY

Joaquin Phoenix, der wohl zurzeit eindringlichste Charaktermime Hollywoods, stellt in A BEAUTIFUL DAY wieder einmal sein Talent für gebrochene Figuren zur Schau. In Lynn Ramsays knallhartem Rache-Thriller verkörpert Phoenix den Kidnapping-Spezialisten Joe, dessen Fachgebiet das Auffinden und die Rettung entführter Kinder ist.

A BEAUTIFUL DAY – Blu-ray

Zunächst scheint sich sein aktueller Auftrag kaum von den anderen schmutzigen Jobs zu unterscheiden, die er bisher erfolgreich erledigt hat. Er soll die halbwüchsige Tochter eines New Yorker Senators aus den Fängen eines Kinderhändlerringes befreien, der Nina (Ekaterina Samsonov) in einem Bordell gefangen hält. Auf gewohnt rabiate Weise gelingt es Joe das Mädchen zu befreien. Doch das soll erst der Anfang eines verhängnisvollen Strudels von Gewalt und herben Schicksalsschlägen sein, die fortan ihren Lauf nehmen. Die Gegner, mit denen sich Joe dieses Mal angelegt hat, scheinen mächtiger und einflussreicher zu sein, als er es sich jemals hätte denken können.

SHOSHIN – A Billion Happy Endings

SHOSHIN aus Manchester haben sich auf den Weg gemacht, um von Berlin aus die Musikwelt zu erobern.

SHOSHIN – A Billion Happy Endings

Zusammengespielt haben sich Pete (Gitarre, Gesang), Joe (Bass) und Sophie (Schlagzeug) ihren Erstling quasi auf der Straße. In echter Guerilla-Manier wurden vor den Toren größerer Rock-, Metal- und HipHop-Shows spontane Gigs abgehalten, die die ahnungslosen (Fremd-) Konzertbesucher von den eigenen Qualitäten überzeugen sollten. Überzeugt haben sie zumindest den namhaften Produzenten Moses Schneider (Beatsteaks, Tocotronic etc.), mit dem sie A Billion Happy Endings aufgenommen haben.

MOGWAI – KIN – The Original Motion Picture Soundtrack

Die Post-Rock-Heroen MOGWAI sind ja ohnehin Meister darin mit ihrer Musik cineastische Klangwelten zu erschaffen. Kein Wunder also, dass sich auch die Filmbranche mittlerweile den Diensten der Schotten bedient, um ihre Bilder und Geschichten mit einer stimmungsvollen Musikuntermalung zu versehen. So auch die beiden Regisseure Jonathan and Josh Baker mit ihrem Debütfilm KIN, dessen Soundtrack aus der Feder MOGWAIs stammt.

MOGWAI – KIN – The Original Motion Picture Soundtrack

KIN ist ein Science-Fiction-Thriller, der mit James Franco und Dennis Quaid durchaus prominent besetzt ist. Passend zum Thema zeigt sich auch der Score des Streifens in einem futuristischen Gewand. Die zumeist getragenen und elegischen Piano-Melodien werden mit sphärischen Keyboard-Teppichen und kargen Beats angereichert. Auch ohne den Film zu kennen, hat man bereits eine Ahnung von dessen Grundstimmung. Klar und kühl erscheint die Atmosphäre, die stilistisch ganz klar aus dem klanglichen MOGWAI-Universum stammt. Bis zum schließenden Track „We’re Not Done (End Title)“, ein Wave-Song, der nicht nur durch seine Gesangslinien heraussticht, taucht man unversehens ins Geschehen ein, das hoffen lässt, dass die dazugehörigen Bilder dieses Niveau zu halten verstehen.

DEAFHEAVEN – Ordinary Corrupt Human Love

Mit dem nach Graham Green benannten Ordinary Corrupt Human Love veröffentlichen DEAFHEAVEN ihre vierte Wundertüte, bei der selbst die vertrauteste Hörerschaft im Vorfeld nicht sicher sein kann, was denn wohl drinstecken wird. Die Band aus San Francisco sprengt mittlerweile alle Genrekonventionen und etabliert von Album zu Album ihren ganz eigenen Stil. Aus Black Metal, Postrock und Shoegaze kreieren sie einen Sound, der sich allein der Kunst und großer Emotionen verpflichtet fühlt.

DAVID EUGENE EDWARDS & ALEXANDER HACKE – Risha

Eigentlich braucht es nicht mehr als den Bandnamen, um das vorliegende Stück Musik zu beschreiben. Schlicht betitelt nach den beiden Protagonisten, können sich Freunde des musikalischen Schaffens von David Eugene Edwards (Wovenhand) und Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten) sicher sein, mit ihrem Kollabo-Album RISHA ungewöhnliche und mindestens mitreißende Klänge präsentiert zu bekommen.

DAVID EUGENE EDWARDS & ALEXANDER HACKE – Risha

Und diesbezüglich enttäuschen die beiden Ausnahmekünstler nicht. Von Beginn an zieht einen das Werk in einen rauschhaften Bann, der sich aus Versatzstücken von Americana, Folk, Industial, Ambient und Ethno speist. Man nehme die erdige und spirituelle Klangwelt Edwards und addiere die Experimentierfreude und Extravaganz eines Alexander Hackes hinzu. Dies ergibt eine existenzielle Reise in entrückte Soundlandschaften, in der die Feder (…auf Arabisch „Risha“) über endlose Weiten der Nordamerikanischen Prärie tänzelt und auf ihrem Weg orientalische Einflüsse mitbringt.

GHOST – Prequelle

Mit dem Gebrauch von Superlative sollte man in der Regel ja eher sparsam sein. Hinsichtlich GHOSTs neuem Werk „Prequelle“ ist jegliche Zurückhaltung diesbezüglich allerdings nicht angebracht. Enttarnt und doch voll „in character“ legt Mastermind Tobias Forge sein bisheriges Magnum Opus vor, das sich anschickt, das Phänomen GHOST zu einem der größten Acts in der Rock’n’Roll-Welt werden zu lassen.

GHOST – Prequelle

Man könnte dem Mann aus dem schwedischen Lingköping unterstellen mit geschicktem Kalkül samt allerlei PR-Getöse den ganz großen Durchbruch erzwingen zu wollen. Die Einführung des neuen Hauptprotagonisten Cardinal Copia inklusive dem „Ende“ der bisher diensthabenden Papas wurde passend in Szene gesetzt und breit gestreut. Inszenierungen dieser Art gehörten aber schon immer zum Konzept von GHOST, das nur stetig ausgebaut und perfektioniert wurde.

GRIN – Revenant

Halluzinogene Ausflüge in wummernde Tieftonbereiche bescheren uns die Berliner GRIN mit ihrem Debütalbum „Revenant“. Das Duo am Bass und Schlagzeug pflügt sich knurrend durch psychedelischen Doom, der die Lavalampe mit Schweröl befüllt.

GRIN – Revenant

Stampfende Rhythmen bilden die Grundlage für einen bösen Basssound, der die Luft mächtig ins Schwingen bringt. Der Groove von GRIN gräbt sich tief in die Bodenkrume und wirbelt dabei allerhand Dreck auf. Hier und da gesellen sich vereinzelt ein paar verhallende Vocals hinzu, wobei der redundante Instrumentalcharakter aber immer deutlich im Vordergrund steht.

Hinter GRIN stehen Sabine (Bass) und Jan Oberg (Schlagzeug, Gesang), die sich bisher einen Namen als EARTH SHIP gemacht haben. Bei GRIN gehen sie nun deutlich roher und ungeschliffener ans Werk. Revenant bietet sechs rudimentäre Schwergewichte, die Sludge und Doom eine umnebelte Aura verpassen.

TOUNDRA – Vortex

Nachdem TOUNDRA ihre bisherigen Alben der Einfachheit halber schlicht durchnummeriert haben, hört das fünfte Werk der Spanier auf den Namen Vortex. Geblieben ist ihr breit bebilderter Instrumental-Rock, der spielerische Klasse und mitreißendes Songwriting auf spannendste Art und Weise miteinander vereint.

TOUNDRA – Vortex

Ein filmreifes Intro führt uns in diesen musikalischen Vortex, der sämtliche Klangfarben durcheinander wirbelt und nicht selten für Gänsehautmomente beim geneigten Zuhörer sorgt. Mit dem anschließenden „Cobra“ beginnen TOUNDRA gleich furios ihren instrumentalen Post-Rock/Metal-Reigen, der vor Finesse nur so überschäumt. Bereits hier vereinen sie alle ihre Qualitäten, die sich auf höchstem Niveau durch das ganze Album ziehen.