Marc Almond - “Hits And Pieces – The Best Of Marc Almond And Soft Cell“ (Universal Music Catalogue)

Marc Almond – “Hits And Pieces – The Best Of Marc Almond And Soft Cell“

“Hits And Pieces – The Best Of Marc Almond And Soft Cell“ ist der Titel einer brandneuen Compilation, die das bisherige Schaffen des britischen Sängers und Songwriters Marc Almond würdigt.

Marc Almond - “Hits And Pieces – The Best Of Marc Almond And Soft Cell“ (Universal Music Catalogue)
Marc Almond – “Hits And Pieces – The Best Of Marc Almond And Soft Cell“ (Universal Music Catalogue)

Der Best Of- Sampler erscheint dabei in zwei Formaten: zum einen als 1CD-Version mit insgesamt 19 Tracks, zum anderen als Doppel-CD mit insgesamt 35 Tracks.

Im Folgenden soll es um die mir vorliegende 2CD-Version gehen, die 9 Tracks von seiner 1979 gemeinsam mit David Ball gegründeten Band Soft Cell, darunter ihren Klassiker “Tainted Love“ (D #1; UK #1) und die UK-Top5-Hits “Bedsitter“ (1981), “Say Hello Wave Goodbye” (1982), “Torch” (1982) und “What!” (1982) beinhaltet und darüber hinaus seinem Soloschaffen reichlich Platz einräumt.

LischKapelle - “How We Struggle“ (White Chapel Records/Sony Music)

LischKapelle – “How We Struggle“

Changierend irgendwo zwischen Pop, Folk und Indie ist die Musik des Zweitwerks von “LischKapelle“, das am letzten Freitag unter dem Titel “How We Struggle“ via White Chapel Records (Sony Music) in den Handel gekommen ist.

LischKapelle - “How We Struggle“ (White Chapel Records/Sony Music)
LischKapelle – “How We Struggle“ (White Chapel Records/Sony Music)

Instrumentiert werden die Songs des Werkes dabei durch Instrumente wie Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Blechbläser oder auch eine Steirische Harmonika.

Nach mehrmaligem Hören der Scheibe avancieren rasch der poppige Vorbote “Just Like That“, die verträumten Nummern “Mount Sorrow-Mind“ und “Meet In Dreams“ sowie der melancholisch-schwermütige Closer “After That“ zu meinen Lieblingstracks auf dem Longplayer.

Wunderschön geworden ist auch der Track “Ulysses“, eine Hommage an Odysseus, den berühmten Helden der griechischen Mythologie. Soeben ist zu der Nummer übrigens ein Videoclip erschienen.

JU & ME – Herzensangelegenheiten

Judith „Ju“ Mattes (Gesang) und Holger Jan Schmidt (Gesang, Gitarre) alias Ju & Me präsentieren auf ihrem Album „Herzensangelegenheiten“ verträumten Pop, der nicht mehr braucht als eine Gitarre und zwei Stimmen.

JU & ME – Herzensangelegenheiten

Zweifelsohne hört man von der ersten bis zur letzten Note bzw. Textzeile der zwölf Stücke, dass diese echte Herzensangelegenheiten der beiden Protagonisten sind. Unaufgeregt und angenehm unprätentiös erzählen Ju & Me ihre Geschichten, die von großen Gefühlen und kleinen Gesten künden.

Sanft gezupft oder auch mal feurig angeschlagen begleitet stets die Akustikgitarre die Duette der beiden, die irgendwo im angenehm unkommerziellen Pop angesiedelt sind und nicht die mittlerweile doch recht überstrapazierte Neo-Folk/Country-Schiene bedienen.

OCTO – Kitsch

Zwei Bässe und ein Schlagzeug, mehr braucht es nicht bei Octo. Das Trio aus Köln bastelt mit wenigen Bauteilen ihren Noise-Rock zusammen, den sie nun in Form von „Kitsch“ frisch verleimt der Öffentlichkeit präsentieren.

OCTO – Kitsch

So, mal kurz nachgedacht, Octo…? Da fällt einem spontan doch gleich „Oktopus“ zu ein. Der Tintenfisch, der Achtfüßler also. Okay, zwei Bässe ergeben in der Regel acht Saiten, passt! So, das hätten wir schon einmal geklärt. Kommen wir nun zur Musik…

Die Konstellation erinnert an die Dänen Fossils, die ebenfalls nur rein instrumental das Schlagzeug und den Bass für sich sprechen lassen. Octo fügen ein weiteres Paar dicker Saiten hinzu und rocken ähnlich unkonventionell drauflos. Vom Titel gebenden „Kitsch“ sind sie dabei aber genauso weit entfernt, wie ihre bereits erwähnten musikalischen Brüder im Geiste.

POWER TRIP – Nightmare Logic

Noch relative jung an Jahren, haben die Jungs von Power Trip dennoch die Highlights der harten Mucke der 1980er Jahre verinnerlicht, was sie unverkennbar auf ihrem neuen Album „Nightmare Logic“ unter Beweis stellen.

POWER TRIP – Nightmare Logic

Der Fünfer aus Dallas, Texas bedient sich musikalisch bei dem, womit man seinerzeit schon die Eltern zur Weißglut treiben konnte: Metal, Hardcore und Punk. Man könnte die Musik von Power Trip als thrashigen Hardcore oder andersherum als Thrash Metal mit einer gehörigen Portion Core bezeichnen.

Fury In The Slaughterhouse - “30 – The Ultimate Best Of Collection“ (Starwatch Entertainment/Sony Music)

Fury In The Slaughterhouse – “30 – The Ultimate Best Of Collection“

Knapp dreißig Jahre ist es her, dass die Band Fury In The Slaughterhouse gegründet wurde.

Fury In The Slaughterhouse - “30 – The Ultimate Best Of Collection“ (Starwatch Entertainment/Sony Music)
Fury In The Slaughterhouse – “30 – The Ultimate Best Of Collection“ (Starwatch Entertainment/Sony Music)

Bis zu ihrer Auflösung im Jahre 2008 gelangen der Hannoveraner Formation um die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder zahlreiche Chart-Platzierungen mit ihren Alben und Singles, darunter Song-Klassiker wie “Radio Orchid“ (1993), “Every Generation Got Its Own Disease“ (1993), “When I`m Dead And Gone“ (1994), “Down There“ (1995) oder “Hello & Goodbye“ (1996).

Aus Anlass dieses Jubiläums erscheint nun unter dem Titel “30 – The Ultimate Best Of Collection“ eine brandneue Best Of-Compilation der Hannoveraner Jungs, die als 3-CD-Set daherkommt.

Joy Denalane - “Gleisdreieck“ (Nesola Universal Music/Universal Music)

Joy Denalane – “Gleisdreieck“

Sechs Jahre nach dem Album “Maureen“ meldet sich die deutsche Soul- und R&B-Sängerin Joy Denalane nun endlich mit ihrem brandneuen Album “Gleisdreieck“ zurück, das in der Woche nach dem Release auf Anhieb Platz 8 der offiziellen deutschen Longplay-Charts geentert hat.

Joy Denalane - “Gleisdreieck“ (Nesola Universal Music/Universal Music)
Joy Denalane – “Gleisdreieck“ (Nesola Universal Music/Universal Music)

In den Credits für die soundtechnische Inszenierung des taufrischen Werkes finden sich dabei Namen wie KAHEDI (aka Samon Kawamura, Max Herre und Roberto Di Gioia), Ben Bazzazian, Ghanaian Stallio, Tua, Alex Freund, Philipp Niessen, Ali Zuckowski, David Jürgens, KitschKrieg und FLY.

Neben Joy Denalane fungierten ihr Lebensgefährte Max Herre, Maxim, Tua, Jasmin Shakeri, Alex Freund, Ali Zuckowski, David Jürgens und Martin Fliegenschmidt als Songwriter für die neuen Titel, unter denen die karg instrumentierte Nummer “Venus & Mars“, der gefühlvolle Trennungs-Song “Zwischen Den Zeilen“, das akustische Kleinod “Zuhause“ sowie der Vorbote “Hologramm“ meines Erachtens herausragen.

James Maslow - “How I Like It“ (Membran/Sony Music)

James Maslow – “How I Like It“

James Maslow, der in der Vergangenheit große Bekanntheit durch die Serie “Big Time Rush“ (aus ihr ging übrigens die gleichnamige Band hervor) erlangte, startet nun solo mit seinem Debütalbum “How I Like it“ durch.

James Maslow - “How I Like It“ (Membran/Sony Music)
James Maslow – “How I Like It“ (Membran/Sony Music)

Darauf erwarten den geneigten Hörer insgesamt 12 Tracks, die musikalisch zwischen Pop und R&B oszillieren. Garniert wird diese Melange noch durch Ingredienzen aus den Bereichen Elektro und Soul.

Als Vorboten fungieren übrigens die Single “Cry“ und der Titeltrack, welcher mit einem Feature des Rappers City Fidelia aufwartet.

Entstanden ist das eingängige und gefällige Album unter den Fittichen von Doug Makuta, der in der Vergangenheit bereits mit Größen wie Paul Simon, Art Garfunkel oder John Oates gearbeitet hat.

Mallory Knox – „Wired“

Mallory Knox – neues  Album „Wired“, Album-VÖ: 10.03.17

Mallory Knox – „Wired“ (RCA/Sony)

Knapp drei Jahre nach ihrem ersten Album bei Sony Music meldet sich die britische Alternative-Rock-/Post-Hardcore-Band im März 2017 mit dem neuen Album „Wired“ zurück. Ab sofort liegt die zweite Single „Better Off Without You“ aus „Wired“ vor.

Mallory Knox sind wie ihre Namensvetter aus dem Film „Natural Born Killers” ganz eindeutig auf Krawall aus. Sie haben sich freigeschwommen von den Einschränkungen, die sie bei ihren ersten beiden Alben noch zurückhielten (als da wären: Unerfahrenheit, Selbstzweifel, eine hemmende Ehrfurcht vor ihren großen Helden und der Ruf, die netten Jungs des Rock zu sein) und offenbaren auf dem neuen Album „Wired“ (Album-VÖ: 10.03.2017) ihr Seelenleben, loten ihre Grenzen neu aus und erweitern ihre Sicht auf die Welt. Ein Prozess, der sie im Endergebnis zum neuen Sprachrohr einer modernen Rockgeneration macht.

Various Artists – “Best Of 2017 – Frühlingshits“ (Polystar/Universal)

“Best Of 2017 – Frühlingshits“

Aus meteorologischer Sicht ist bereits seit dem 01. März Frühling, nach dem Kalender beginnt er am 20. März.

Various Artists – “Best Of 2017 – Frühlingshits“ (Polystar/Universal)
Various Artists – “Best Of 2017 – Frühlingshits“ (Polystar/Universal)

Wer sich trotz des wechselhaften und launischen Wetters, das uns momentan nicht gerade mit Sonnenstrahlen zu verwöhnen weiß,Frühlingsgefühle in das heimische Wohnzimmer holen möchte, kann getrost zum brandneuen Sampler “Best Of 2017 – Frühlingshits“ greifen.

Dieser wartet mit insgesamt 44 Tracks auf, die auf zwei CDs verteilt sind.

Versammelt sind auf “Best Of 2017 – Frühlingshits“ viele der aktuell größten Stars im Pop-, Dance-, Hip Hop- und House-Bereich, darunter Sean Paul, Lady Gaga, Emeli Sande, Dua Lipa, Jonas Blue, Kungs, Milky Chance, Imagine Dragons, The XX, OneRepublic, Shawn Mendes, Max Giesinger, Wincent Weiss, Maroon 5, Bastille oder Yvonne Catterfeld.

TINA GUO – „Game On!“

TINA GUO: Wonder Woman am Cello interpretiert Game-Soundtracks l VÖ: 24.02.2017

When she grabs the cello, it’s like a sword. She becomes Wonder Woman.“ – Hans Zimmer

TINA GUO – „Game On!“ (Masterworks/Sony)

Die Crossover-Cellistin Tina Guo, weltweit bekannt als Cellistin in der Band von Hans Zimmer, veröffentlicht im Februar ihr erstes Album für Sony Music. „Game On!“ präsentiert Musik aus populären Games wie World of Warcraft, Mario, Zelda, Pokémon, Metal Gear Solid u.a. in neuen, energiegeladenen Arrangements für (Elektro)- Cello und Orchester.

Tina Guo, die in Shanghai geborene, aber seit langem in den USA lebende Cellistin, brilliert sowohl am akustischen wie auch am elektrischen Cello und beherrscht verschiedenste Stile und Genres von Metal und Filmmusik bis Pop und Klassik.

DANKO JONES – Wild Cat

Ein gutes Jahr nach „Fire Music“ haut Danko Jones mit „Wild Cat“ ein neues Langeisen raus, das, und wer hätte es ahnen können, wieder voll gespickt ist mit Rock’n’Roll, der keine Wünsche beim geneigten Fan offen lassen dürfte.

DANKO JONES – Wild Cat

Seit gut 20 Jahren gilt das Erfolgsrezept: Schlagzeug, Gitarre, Bass und Dankos vorlautes Organ. Diese Ingredienzien ergeben jenes feurige Danko-Jones-Gebräu, das immer und immer wieder geschmeidig und wohlschmeckend die Kehle herunter rinnt. Hier gibt es keine Experimente und keine exotischen Zutaten, die das Gesamtergebnis verfälschen könnten. Man könnte sagen, Danko Jones ist somit das vertonte Reinheitsgebot für guten Rock’n’Roll.

SATAN TAKES A HOLIDAY – Aliens

Die Schweden Satan Takes A Holiday veröffentlichen dieser Tage mit „Aliens“ ihren nunmehr vierten Longplayer.

SATAN TAKES A HOLIDAY – Aliens

Auf diesem präsentiert das Trio lärmigen Gitarrenrock, der seine musikalischen Referenzen in den 1960/70er Jahren findet. Die Herren lassen schnörkellos ihren Rock’n’Roll von der Leine, der zwischen Garage-, Surf- und Hardrock pendelt und insgesamt eine große Lässigkeit an den Tag legt.

Neben straighten Rockern wie dem Opener „Good Cop Bad Cop“, der zusätzlich zu den dreckigen Gitarren auch noch eine nicht weniger räudige Mundharmonika bietet, finden sich auch schrägere Vertreter auf „Aliens“. So verströmt etwa „Ladder To Climb“ einen leicht nervösen, psychedelischen Vibe, der den Sound von Satan Takes A Holiday aber durchaus bereichert. „Iron Pipe“ erinnert nicht zuletzt mit seinen Gesangslinien an ihre Landsleute von The Hives, wenngleich Satan Takes A Holiday insgesamt aber etwas krachiger zu Werke gehen.

ODER SO – „Taschen voll Gold“

ODER SO mit Single zum 150. Jubiläum der Stiftung Bethel, VÖ: 03.03.17

ODER SO – „Taschen voll Gold“ (Motor / Believe Digital)

“ODER SO!“ – wenn alles glatt, perfekt und ohne jeden Makel scheint, dann ist die große Langeweile nicht weit. „Oder so!“ ist anders. Und es ist Zeit, dass wir sagen: Anders ist normal!

„Oder so!“ ist eine deutsche Popband und hat sich 2013 aus einem inklusiven Bandprojekt entwickelt, in dem Behinderung keine Rolle spielt. Vier junge Frauen, drei junge Männer – deren Leben Höhen und Tiefen hat wie bei jedem anderen auch. Fast alle sind oder waren Schüler der Mamre-Patmos-Schule der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Die Band arbeitet gemeinsam an eigenen Songs, mit deutschen Texten, aus dem tiefsten Innern, keine Therapie, sondern reine Lebenslust. Zusammen mit Deutschlands erfolgreichster Produzentin Annette Humpe sind so zwei der selbst geschriebenen Lieder für das 150-jährige „Bethel-Jubiläum“ 2017 entstanden.

Various Artists - “Toggo Music Vol. 45“

“Toggo Music Vol. 45“

Im Jahre 2002 feierte die Sampler-Reihe “Toggo“, die ab Vol. 9 in “Toggo Music“ umbenannt wurde, ihren Auftakt.

Various Artists - “Toggo Music Vol. 45“
Various Artists – “Toggo Music Vol. 45“

Gerade ist die mittlerweile 45. Ausgabe erschienen, die alles vereint, was in den letzten Wochen chartmäßig abging.

Dabei sorgen so illustre Namen wie Clean Bandit, The Chainsmokers, OneRepublic, Shawn Mendes, John Legend, Sean Paul, Sia, Shakira, Milky Chance, Max Giesinger, Wincent Weiss oder Alle Farben dafür, dass kaum Wünsche offen bleiben dürften.

Mit “Paris“ (The Chainsmokers), “Rockabye“ (Clean Bandit feat. Sean Paul & Anne-Marie) und “Call On Me“ (Starley) sind gleich drei Tracks auf der Compilation vertreten, welche momentan in den Top Ten der offiziellen deutschen Single-Charts notiert sind.

Various Artists – “Euro Disco Music – Chapter One“ (Pokorny Music Solutions/Alive)

“Euro Disco Music – Chapter One“

Das Label Pokorny Music Solutions (Alive) startet mit “Euro Disco Music“ eine neue Sampler-Reihe.

arious Artists – “Euro  Disco Music – Chapter One“ (Pokorny Music Solutions/Alive)
Various Artists – “Euro Disco Music – Chapter One“ (Pokorny Music Solutions/Alive)

Die erste Ausgabe wartet unter dem Titel “Chapter One“ mit solchen Acts der Achtziger wie Double Take, T. Ark, Caron, Margie W, Caesar, Secret Star, New Romance, Latin Lover, Two Girls, Jean & Jill oder Sister Sister auf.

Wie man es bereits von vorangegangenen Samplern aus dem Hause Pokorny Music Solutions kennt, kommt auch diese Compilation selbstverständlich remastert daher, wobei anzumerken ist, dass alle Songs entweder als Extended Version oder Remix präsentiert werden.

Alle Connaisseurs der Euro Disco dürften – so meine ich – voll auf ihre Kosten kommen, enthält die Nostalgie verströmende Compilation doch einige Juwelen des Genres, die zwischen eingängigem Pop und Disco changieren.

SCOTT BRADLEE’S POSTMODERN JUKEBOX – „The Essentials“

SCOTT BRADLEE’S POSTMODERN JUKEBOX präsentieren Vintage-Pop-Mashups, VÖ: 03.03.17

SCOTT BRADLEE’S POSTMODERN JUKEBOX – „The Essentials“ (Postmodern Jukebox Productions / Concord Records / Universal)

Stellt Euch vor, Ihr betretet einen Nachtclub irgendwo am Rande der Zeit. In der Ecke spielt eine Jukebox Musikklassiker aus längst vergangenen Tagen mit seltsam vertrauten, modernen Texten. Hier vereint sich, was unvereinbar scheint: der topaktuelle Partyvibe einer Miley Cyrus oder die minimalistisch verpackte Unsicherheit von Radiohead mit dem warmen Knistern einer alten 78er Platte und der gedämpften Trompete eines in Vergessenheit geratenen Jazzman aus Kansas City. Auf der Tanzfläche twerken Partygäste im Pudelrock und an der Bar jonglieren wohlsituierte Hipster den Martini in der einen und das Smartphone in der anderen Hand.

Album-Trailer:

Jeden Tag Silvester – „Geisterjägerstadt“

Vor knapp zwei Jahren wurde ich zum ersten Male auf die Oldesloer Band Jeden Tag Silvester, bestehend aus Bertram Ulrich (Gesang, Klavier), Niclas Jawinsky (Gitarre, Gesang), Till Krohn (Bass, Gesang) und Tom Rieken (Schlagzeug, Gesang), aufmerksam.

Jeden Tag Silvester - "Geisterjägerstadt" (Chef Records Ratekau/Edel)
Jeden Tag Silvester – „Geisterjägerstadt“ (Chefrekords Ratekau / Edel: Kultur)

Damals trat das schleswig-holsteinische Quartett für sein Bundesland bei der 11. Ausgabe des Bundesvision Song Contests an. Ihr Teilnehmer-Song war mit “Dein Glück“ die vierte Single aus ihrem selbstbetitelten Album, welches – entstanden unter der Ägide von Sven Bünger (Madsen, Tonbandgerät, Auletta, Anna Depenbusch, Yvonne Catterfeld, Johannes Oerding) – am 19. September 2014 erschienen war.

Roy Orbison & Friends - “Black & White Night 30“ (Roy´s Boys LLC/Legacy/Sony Music)

Roy Orbison & Friends – “Black & White Night 30“

2017 jährt sich das wohlbekannte Roy Orbison-Comeback-Konzert, das im Cocoanut Grove Nachtclub in Los Angeles stattfand, zum 30. Male.

Roy Orbison & Friends - “Black & White Night 30“ (Roy´s Boys LLC/Legacy/Sony Music)
Roy Orbison & Friends – “Black & White Night 30“ (Roy´s Boys LLC/Legacy/Sony Music)

Am 03. Januar 1988 wurde der Gig, an dem so illustre Musikgrößen wie Bruce Springsteen, Jackson Browne, T Bone Burnett, Elvis Costello, k.d. Lang, Bonnie Raitt, J.D. Souther, Tom Waits oder Jennifer Warnes mitwirkten, damals unter dem Titel “Roy Orbison & Friends – A Black & White Night“ erstmals als TV-Special im US-amerikanischen Fernsehen präsentiert.

Als Backing-Band für das Konzert fungierte übrigens die TCB Band, bestehend aus Glen D. Hardin (piano), James Burton (lead guitar), Jerry Scheff (bass), Ronnie Tutt (drums), die Elvis Presley von 1969 bis zu seinem Tode im Jahre 1977 begleitet hatte.

The Franklin Electric - “Blue Ceilings“ (Revolver Distribution Services/Rough Trade)

The Franklin Electric – “Blue Ceilings“

Zwischen Neo Folk, Indie und Poprock bewegt sich die aus Montreal stammende Band The Franklin Electric, die mit “Blue Ceilings“ nach dem feinen Albumdebüt “This Is How I Let You Down“ (2014) nun ihr Zweitwerk vorlegt.

The Franklin Electric - “Blue Ceilings“ (Revolver Distribution Services/Rough Trade)
The Franklin Electric – “Blue Ceilings“ (Revolver Distribution Services/Rough Trade)

Das Quartett, das in der Vergangenheit bereits den Support für Künstler und Bands wie Ben Howard, Mumford and Sons, Edward Sharpe and the Magnetic Zeroes, City & Colour oder Half Moon Run bestritt, offeriert auf dem neuen Album wie bereits auf dem Vorgänger zahlreiche Melancholie-geschwängerte Songperlen.

Unter den feinfühligen Nummern des aktuellen Releases haben es mir insbesondere die aktuelle Single-Auskopplung “I Know The Feeling“, das melancholische Schmuckstück “Walk With You“, die hymnische Nummer “Someone Just Like You“, das verträumte Folkpop-Stück “So Far“ und das von Wehmut erfüllte musikalische Kleinod “Can I Get It Back“ angetan.

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