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Laibach Opus Dei - Essigfabrik Koeln 25 Mai 2024

Laibach, Opus Dei – Essigfabrik, Köln 25 Mai 2024

„Weil es nicht ist, was man von LAIBACH erwartet, ist es genau, was man von LAIBACH erwarten muss“. So sagt man unter erfahrenen Begleitern, Kennern und Fans.

Laibach Opus Dei - Essigfabrik Koeln 25 Mai 2024
Laibach Opus Dei – Essigfabrik Koeln 25 Mai 2024

„Als Performance-Kunst-Projekt und Gesamtkunstwerk sorgt das slowenische Kollektiv seit seiner Gründung 1980 für Kontroversen. Der Name der Gruppe, der deutsche Name der Stadt Ljubljana, nimmt Bezug auf die nationalsozialistische Besetzung Sloweniens im Zweiten Weltkrieg.

Laibachs überzogene militaristische Selbstinszenierung, ihre propagandistischen Manifeste und Statements zum Totalitarismus haben zahlreiche Kontroversen über ihre tatsächliche künstlerische und politische Verortung provoziert. Ihre Antwort spricht für sich: Wir sind so sehr Faschisten, wie Hitler ein Maler war.“ Akademie der Künste der Welt *

Die slowenische Kunstmaschine LAIBACH zeigt unermüdlich, wie die Formensprache der Pop-Kultur mit jener des Totalitarismus zusammenhängt und zum Teil deckungsgleich ist. Ihr Stilmittel: die komplette Neukontextualisierung von Sprache, Symbolen und Musik.

Laibach: Auf Tour mit Re-Release des Albums „Opus Dei“

„OPUS DEI ist das dritte Werk der Band und zugleich die Platte, die der Band globale Bedeutung gab. Der Coup des Albums sind die zwei Versionen von „Life Is Live“, dem damals omnipräsenten Hit der österreichischen Skihüttenkönige Opus. Aus der banalen Partynummer zimmerten sie Wagner-Industrial, befeuert von den über-deutschen Vocals von Sänger Milan Fras.“ Musikexpress *

Desweiteren nahm die „Geburt einer Nation“ basierend auf „One Vision“ von Queen die Ereignisse der deutschen Wiedervereinigung 1989 vorweg.

Ihr Album „Opus Dei“ von 1987 ist ihr Opus Magnum, wegweisend für den brachialen, von der Presse gerne als „Industrial Rock“ bezeichnet, welcher inspirierend für zahlreiche Musiker, Bands und Künstler seit den 1980ern war.

Der Musikexpress schreibt dazu treffend: „Rammstein haben hier alles und nichts geklaut: den Sound komplett, die künstlerische Innovation haben sie leider links liegen gelassen.“

Die Einschätzung „Rammstein ist Laibach für Kinder – und Laibach ist Rammstein für Erwachsene“ muss hier aufgrund seiner messerscharfen und zutreffenden dialektischen Backpfeife einfach noch einmal erwähnt werden.

„Opus Dei“ steht im Mittelpunkt ihrer aktuellen Tour anlässlich der Neuveröffentlichung auf Vinyl und CD.

„Die neue Edition des Klassikers erschien am 10. Mai 2024 via Mute auf Vinyl und als 2CD-Box-Set. Opus Dei war das erste Laibach-Album für das britische Label von Daniel Miller und wurde damals von Rico Conning (Wire, Swans, William Orbit) gemischt. Die Clips zu den Auskopplungen fanden sogar den Weg zu MTV.

Für die Wiederveröffentlichung wurden alle Originale remastert, das Cover verfeinert und ein umfangreiches Booklet mit Fotos und neuen Sleevenotes ergänzt. Besonders ist auch die zweite CD. 16 unveröffentlichte Live-Tracks aus den Jahren 1987 bis 1989 und drei Bonustracks werden enthalten wird. Die Aufnahmen entstanden u.a. in London, San Francisco und Berlin.“ volt-magazin.de *

„Mit den Versionen von „Live is Life“ von Opus und „One Vision“ von Queen offenbarten die Band Unangenehmes: Den klandestinen Zusammenhang zwischen Totalitarismus und Pop, zwischen Massenbewegung und Massenbegeisterung. Aber ihre martialischen Fassungen dieser Songs sind viel mehr als Ironie oder Demaskierung durch Überaffirmation: Es sind zwar Dekonstruktionen, aber zugleich Denkmäler. Hier wird zugleich die Schönheit von Pop hymnisch gefeiert und dessen Gefährlichkeit heraufbeschworen. Denn, so schwierig das einzugestehen ist, Laibach zeigen nichts anderes als die Schönheit des Totalitarismus, beziehungsweise die totalitären Züge der Massenkultur. Ihr Werk ist sozusagen eine Offenbarung. Oder wie es die Band selbst auf den Punkt gebracht hat: „Jede Kunst ist politischer Manipulation unterworfen, außer jener, die die Sprache eben dieser Manipulation spricht.“ “ Martin Gasser kleinezeitung.at *

Laibach, Samstag, 25. Mai, 20.00 Uhr, Essigfabrik, Köln

Ich habe LAIBACH in den letzten 40 Jahren mehrfach live gesehen und war jedes mal mehr als nachhaltig beeindruckt. Mein erstes LAIBACH Konzert war anlässlich der „Leben heisst Leben“ Tour am 25.12.1987 in Coesfeld. Es war Weihnachten, eine kalte Nacht und das Konzert war sehr, sehr laut und atonal. Eine klangliche Tortur mit der Attitüde des Punk. Ein fantastsiches Erlebnis, was mich nie wieder losgelassen hat.

Insofern war ich nun, 37 Jahre später, sehr gespannt, wie LAIBACH sich an dem heutigen Abend im Zuge der Wiederaufführung des Albums inszenieren würden.

Luka Jamnik und Rok Lopatič mit ihren Synthesizern, links und rechts, Bojan Krhlanko am Schlagzeug, dem Virtuosen Vitja Balžalorsky an der Gitarre und  die beiden Vocalisten Milan Fras und Marina Mårtensson betraten die Bühne um mit „Vier Personen“ vom Album Nova Akropola zu eröffnen.

Spätestens beim nächsten Stück „Država“ vom ersten Album Laibach wurde klar, LAIBACH machen es uns allen nicht einfach, spielen sie doch nicht, wie von vielen erhofft, das komplette „Opus Dei“-Album herunter.

Das ist aber genau das eingangs erwähnte unausgesprochene Versprechen der Band: Wir machen es Euch nicht leicht! Rechnet nicht mit dem Berechenbaren! Rechnet mit LAIBACH!

Das neuaufgelegte Opus Dei Album gibt es vorerst nicht und später nur häppchenweise, drumherum widmen sich LAIBACH weiteren essentiellen Kompositionen ihres Gesamtwerkes. Das Ganze funktioniert ganz hervorragend, was auch den umfänglichen Visuals auf 3 Leinwänden und dem kristallklaren und druckvollen Sound zu verdanken ist. Die Bilderflut in Form von zerstörten Städten, Krieg, Militär, Polizeieinsatz, Stalin, Trump, Flugzeuge und Symbolen erinnert an die Aversionstherapie aus dem Stanley Kubrick Film Clockwork Orange, auch als Ludovico-Technik bekannt .

Erst nach 9 Stücken unter anderem dem fantastischen Alle gegen Alle (Deutsch Amerikanische Freundschaft Cover) geht es dann ans Eingemachte und alle 8 Songs des Opus Dei Albums werden in stark überarbeiteter Form aufgeführt. Es ist ein ständiges Wechselbad zwischen, „cool, das kenne ich“ und “ warum ist das jetzt anders als ich es kenne“, da die großartigen Musiker sich alle Mühe geben Überraschungen in den Details zu verstecken und es ihnen letztendlich meisterlich gelingt wirklich Neues zu bieten.

LAIBACH gelingt es sich zu zelebrieren ohne sich selber zu reproduzieren! Keine Oldie und Evergreen-Show für das Ü50 Publikum, sondern verstörendes auf die Augen und Ohren in nie dagewesener Virtuosität und Brillianz!

LAIBACH - Santa-Giovanna dei Macelli

Dann ist das Spiel aus und dem sichtlich erschöpft aber begeisterten Publikum werden auf Wunsch noch 3 Zugaben präsentiert. Wobei „I Want to Know What Love is“ von Foreigner wirklich mal wieder ein genialer Griff in das Repertoire des kollektiven Mainstreams ist und in dieser Interpretation sich zu Ihrer wahren Bedeutung und Strahlkraft aufschwingt.

Als allerletzte Handlung des Abends erweisen LAIBACH mit der Coverversion „Strange Fruit“ der großartigen Billie Holiday ihre Hochachtung und ich wandere anschließend aufgeladen von diesem Happening durch die Kölner Sommernacht und frage mich, wie ich das Erlebte in Wort fassen kann.

Ich wollte es eigentlich mit einem Zitat von Arthur Schoppenhauer versuchen: „Re intellecta, in verbis simus faciles„, was soviel bedeutet wie „Wenn das Verständnis der Sache gegeben ist, dann lasst uns nicht um Worte streiten

Gedanken auf dem Weg zurück

LAIBACH halten dem (Post-)modernen Menschen einen Spiegel aus historischen und popkulturellen Versatzstücken vor sein Antlitz. Wer selber einmal versucht hat sich vor einem Spiegel, die Haare zu schneiden, wird bemerkt haben, wie schnell man im Eifer des Gefechts rechts und links als auch oben und unten  verwechselt.  Wohl auch aus dieser Tatsache kommt es bei den Betrachtern des Gesamtkunstwerks LAIBACH immer wieder zur Desorientierung

LAIBACH thematisieren dramturgisch gekonnt und maniristisch effektvoll die totalitären Strukturen und Abgründe der menschlichen Säugetierpolitik und gesellschaftlicher Machtstrukturen. In der Tradition von Goethe, Nietzsche, Karl May und Walt Disney verhandeln sie die großen Themen der menschlichen Seele und unseren Durst nach Harmonie und Einigkeit, die letztendlich oft in Manipulation und Abhängikeit münden.

Ein Konzert von LAIBACH  ist ein einzigartiges Erlebnis, das durch die kraftvolle Inszenierung, die beeindruckende musikalische Performance und die intensive Atmosphäre einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

LAIBACH  sind in jeder Hinsicht Grenzgänger. Lässt man sich voll und ganz auf das Dargebotene ein, öffnen sich die Grenzen der Musik und der eigenen Vorstellungskraft zu einer gefühlten Wahrheit über das Wesen der Menschheit.

Eine gewisses Maß von Selbsterkenntnis ist dabei für den Zuschauer unvermeidlich. Gebärt sich selbst das begeisterte Mitklatschen und Wippen im Takt zu LAIBACH zum sich selbstentlarvenden Akt dessen was wir alle sind: Mitläufer auf der Suche nach Ideologie und Gemeinschaft!

LAIBACH veröffentlichen eine remasterte und neu gestaltete Edition ihres 1987 erschienenen Albums „Opus Dei“.
LAIBACH veröffentlichen eine remasterte und neu gestaltete Edition ihres 1987 erschienenen Albums „Opus Dei“.

LAIBACH sind Magier, verzaubern jeden Ort und jedes Publikum und strahlen eine unwiderstehliche Kraft der Agitation und Propganda aus, um so den Kern Ihrer Botschaft zu verkünden: LIEBE. Denn „die Liebe ist die Grösste Kraft, die Alles schafft“.

PS: Love ist still alive!

Die Laibach-Besetzung an diesem Abend:

  • Milan Fras (Gesang)
  • Marina Mårtensson (Gesang)
  • Bojan Krhlanko (Schlagzeug)
  • Vitja Balžalorsky (Gitarre)
  • Luka Jamnik (Synthesizer)
  • Rok Lopatič (Synthesizer)
  • Ivan Novak (Ghost in the Machine)

+++

Setlist – Laibach, Samstag, 25. Mai, 20.00 Uhr, Essigfabrik, Köln

Intro (Leben heißt Leben intro drum loop)
Vier Personen
Država
Boji
Mi kujemo bodocnost
Smrt in pogin
Anti-Semitism
Ballad of a Thin Man (Bob Dylan cover)
Brat moj
Alle gegen Alle (Deutsch Amerikanische Freundschaft cover)

Interlude (15 minute intermezzo)

Leben heißt Leben (Opus cover)
Leben - Tod
Trans-National
F.I.A.T.
How the West Was Won
The Great Seal
Geburt einer Nation (Queen cover)
Opus Dei / Leben heißt Leben (Opus cover)

Encore:

The Engine of Survival
Each Man Kills the Thing He Loves (Gavin Friday cover)
I Want to Know What Love is (Foreigner cover)

Encore 2:

Strange Fruit (Billie Holiday cover)

Trackliste:

Cover-Versionen:
Alle gegen Alle by Deutsch Amerikanische Freundschaft
Ballad of a Thin Man by Bob Dylan
Each Man Kills the Thing He Loves by Gavin Friday
Geburt einer Nation by Queen
I Want to Know What Love Is by Foreigner
Leben heißt Leben by Opus
Opus Dei / Leben heißt Leben by Opus
Strange Fruit by Billie Holiday

Opus Dei:
F.I.A.T.
How the West Was Won
Leben – Tod
The Great Seal
Trans-National

Laibach:
Brat moj
Država
Mi kujemo bodočnost

Nova Akropola:
Vier Personen

Rekapitulacija 1980-1984:
Boji

Sketches of the Red Districts:
Smrt in pogin

WAT:
Anti-Semitism

Others:
The Engine of Survival

LAIBACH – OPUS DEI REMASTERED REISSUE

LAIBACH veröffentlichen eine remasterte und neu gestaltete Edition ihres 1987 erschienenen Albums „Opus Dei“.
Es erscheint am 10. Mai 2024 auf Vinyl und als 2CD-Box-Set, das 16 unveröffentlichte Live-Tracks aus den Jahren 1987-1989 und drei Bonustracks enthalten wird.

Laibach credit: Andy Catlin Ljubljana
Laibach credit: Andy Catlin Ljubljana

Das Video zum Albumstück „The Great Seal“ (Mit Material aus „Victory Under the Sun“ (Pobeda pod suncem) Regie: Goran GajiÄ, 1988) ist hier zu sehen:

„Opus Dei“ war das erste Album der Band für Mute, gemischt wurde es von Rico Conning (Wire, Pere Ubu, Swans, William Orbit). Mit ihren klassischen Laibach-Interpretationen des Opus-Gassenhauers „Live Is Life“ (hier auf Englisch als „Opus Dei” und auf Deutsch als „Leben heißt Leben“) und Queens „One Vision“ (überarbeitet als “Geburt Einer Nation”) traten sie bald aus dem Hintergrund und erhielten nicht zuletzt die Aufmerksamkeit von Sendern wie MTV und ITVs.

LAIBACH - Santa-Giovanna dei Macelli
LAIBACH – Santa-Giovanna dei Macelli

Das neu gewonnene Interesse eröffnete dem slowenischen Kollektiv nicht zuletzt die Möglichkeit, auf ausgedehnte Welttournee zu gehen. Aufnahmen dieser Tournee aus der Londoner Queen Elizabeth Hall, aus San Francisco, Berlin, Paris und „irgendwo in Europa“ sind auf der zweiten CD der erweiterten, remasterten „Opus Dei“-Edition enthalten.

Ein neu gestaltetes Cover (das das Artwork des Originals weiter verfeinert), ein umfangreiches Booklet mit Fotos, ein von dem deutschen antifaschistischen bildenden Künstler John Heartfield inspiriertes Artwork und neue Sleevenotes des Kulturtheoretikers und Autors Alexei Monroe runden das nun vorliegende Re-Release ab.

Im April 2024 werden Laibach ihre Musik im Rahmen einer neuen Theaterproduktion von Bertolt Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ von ErosAntEros aufführen. Die Performances laufen vom 18. bis 21. April im Emilia Romagna Teatro in Bologna, bevor sie am 24. April 2024 beim POLIS Teatro Festival in Ravenna aufgeführt werden.

LAIBACH Tourdaten
14.05. CH-Winterthur, Gaswerk Kulturzentrum
15.05. Frankfurt, Batschkapp
16.05. Berlin, Huxleys Neue Welt
17.05. DK-Kopenhagen, Pumpehuset
18.05. SE-Göteborg, Pustervik
19.05. SE-Stockholm, Nya Cirkus
21.05. FI-Helsinki, Savoy Theatre
23.05. NO-Oslo, Vulkan
25.05. Köln, Essigfabrik
26.05. Dresden, Kultur Zentrum Straße E
27.05. PL-Torun, CKK Jordanki
28.05. PL-Lublin, Radio Lublin
29.05. AT-Graz, Orpheum Big Hall
03.07. München, Muffathalle
04.07. Schorndorf, Manufaktur
06.07. Halle, East Side Festival
09.08.  CZ-Jaromer, Brutal Assault Festival
05.10. HR-Zagreb, Boogaloo
11.10. HU-Budapest, Dürer Kert
12.10. Leipzig, Felsenkeller
13.10. CZ-Prag, Roxy
15.10. NL-Domrecht, Bibelot
16.10. NL-Arnheim, Luxor
17.10. FR-Vaureal, Le Forum 2
18.10. FR-Toulouse, Le Rex
19.10. BE-Wavre, La Sucrerie
20.10. Bochum, Christuskirche
22.10. Hannover, Music Pavillion

Mehr unter: https://www.laibach.org/future-events/

Opus Dei-Vinyl-Tracklisting

A1 Leben heißt Leben (Opus Dei)
A2 Geburt einer Nation (One Vision)
A3 Leben – Tod
A4 F.I.A.T. (Let It Be)
 B1 Opus Dei (Life is Life)
B2 Transnational
B3 How the West Was Won
B4 The Great Seal

Opus Dei-CD-Tracklisting

CD1
Leben heißt Leben (Opus Dei)
Geburt einer Nation (One Vision)
Leben – Tod
F.I.A.T. (Let It Be)
Transnational
How the West Was Won
Opus Dei (Life is Life)
The Great Seal

Bonus Tracks:
Geburt einer Nation (Eine Richtung und ein Volk Version)
Leben heißt Leben (Marche Funèbre Version)
Geburt einer Nation (3. Oktober – Kraftbach – Version)

CD2
Leben heißt Leben (London, Queen Elizabeth Hall, 1987)
Geburt einer Nation (Somewhere in Europe/US, 1987-1989)
Leben-Tod (Somewhere in Europe/US, 1987-1989)
F.I.A.T. (Paris, Espace Ornano, 1992)
Transnational (Somewhere in Europe/US, 1987-1989)
How the West Was Won (Somewhere in Europe/US, 1987-1989)
Opus Dei (Somewhere in Europe/US, 1987-1989)
Leben heißt Leben (Berlin, Quartier Latin, 1987)
Geburt einer Nation (Berlin, Quartier Latin, 1987)
Leben – Tod (Berlin, Quartier Latin, 1987)
How the West Was Won (Berlin, Quartier Latin, 1987)
Geburt einer Nation (Vienna, Messepalast, Kaiser Franz Josef Reitschule, 1988)
Leben – Tod (San Francisco, The I Beam, 1989)
Transnational (San Francisco, The I Beam, 1989)
How the West Was Won (San Francisco, The I Beam, 1989)
Opus Dei (San Francisco, The I Beam, 1989)

Laibachs „Opus“ Dei (Remastered) erscheint am 10. Mai 2024 auf Mute auf Vinyl (mit 16-seitigem Booklet), als 2CD-Boxset (mit 28-seitigem Booklet) und digital:

LAIBACH – OPUS DEI
REMASTERED REISSUE

VÖ: 10.05.2024
(MUTE/[PIAS])

Vorbestellungen unter https://mute.ffm.to/laibach-od24

Jesus On Extasy “WIDE AWAKE”

Vor rund zwölf Jahren gab es das letzte musikalische Lebenszeichen von Jesus On Extasy.

Jesus On Extasy
Jesus On Extasy

Danach wurde das, was von den einst vielversprechenden Newcomern noch übrig war, zu Grabe getragen. Doch im Sprichwort „Totgesagte leben länger” scheint ein Funken Wahrheit
zu stecken, denn die Synth-Rocker melden sich aus ihrer verlängerten Sommerpause zurück – wiedervereint und motivierter denn je. Im Gepäck: Neue Musik und der Vorsatz, die
Dämonen der Vergangenheit ein für allemal ruhen zu lassen.

“Die lange Pause war nötig, um uns darüber bewusst zu werden, wer wir sind, was wir wollen und wie wir den Weg als JoE in Zukunft gehen wollen”, erklärt Dorian Deveraux. Wie
dieser neue Weg aussehen wird, beschreibt Gitarist Chai in drei einfachen Worten: “Härter, kompromissloser und vor allem authentischer!”

Ausgerechnet im Februar des Schicksalsjahres 2020 hatten die beiden beschlossen, die Band wieder auferstehen zu lassen, doch wie so vielen anderen Musikern machte die endlos
scheinende Pandemie ihnen einen Strich durch die Rechnung. Konzerte waren auf unbestimmte Zeit nicht möglich und auch die gemeinsame Arbeit im Studio wurde vor viele
Hürden gestellt.

Eine Zeit, die nicht nur physisch, sondern auch psychisch ihren Tribut gefordert hat: “Ich habe drei Monate in kompletter Isolation verbracht, sieht man von Videocalls und
Textnachrichten ab”, so Dorian. “Daher kreisen viele Lyrics unseres neuen Materials um dieses Thema und spiegeln relativ gut die Depression und die Abwärtsspirale wider, in die
es mich damals gezogen und die mich seither nicht so recht losgelassen hat.”

Vor diesem Hintergrund muten Songs wie die kommende Single “Wide Awake”, aber auch “The End of Everything” und “Days Gone By” gleichzeitig wie ein Tagebuch sowie
therapeutische Maßnahme an und bilden einen starken Kontrast zum Frühwerk der Band: Wo früher vor allem Love-Songs, Narzissmus und kathedralenhafte Hybris aus den Boxen
tönten, finden sich nun intime Einblicke in das Seelenleben des Sängers, ein Hauch von Nihilismus und Trostlosigkeit. Oft verbunden mit einem Hoffnungsschimmer, der jedoch im
nächsten Moment weggespült wird, wie Versprechen in Wasser geschrieben.

Für 2023 hat die Band sich klare Ziele und Wünsche gesteckt: Neben der Veröffentlichung neuer Musik soll es vor allem zurück auf die Bühnen gehen. Ob es dann – wie früher – wieder
die Bühnen der großen Festivals oder kleinere Clubs sein werden, steht noch nicht fest und ist auch nicht wichtig, erklärt Chai “Wir wollen einfach wieder Musik machen und unserer
Vision der Band endlich möglichst treu bleiben.” Bei einer Sache sind sich die Musiker einig: “Was passieren soll, wird passieren…”

jesusonextasy.de I jesusonextasy.bandcamp.com
instagram.com/jesusonextasy_official I facebook.com/jesusonextasy

Die Single “WIDE AWAKE” markiert den Beginn dieses neuen Kapitels in der Geschichte der Industrial-Rocker aus dem Ruhrgebiet. Der Song erscheint am 7. April 2023 als exklusiver
Fan-Release auf Bandcamp und ist ab 1. Mai in den Streaming-Portalen zu finden.

Laibach – Eurovision. Live in Kiew am 31.03.

LAIBACH haben für den 31. März 2023 in der Bel Etage Music Hall in Kiew, Ukraine, ein ganz besonderes Konzert angekündigt, bei dem sie als erste ausländische Band seit Kriegsbeginn im Februar 2022 eine komplette Show in der Hauptstadt geben werden.

Während sich der Rest Europas darauf vorbereitet, seine Idee von Freiheit und Solidarität am 9. Mai in Liverpool zu feiern, bringt Laibach den Eurovision Song Contest zurück in die Ukraine – dorthin, wo er hingehört und wo derzeit die einzig wahre Vision von Europa stattfindet.

„Eurovision“ heißt das spezielle Konzertprogramm der renommierten slowenischen Band, und sie werden neben „The Engine of Survival“, einem brandneuen Track, der 2023 erscheinen soll, einige ihrer hymnischsten Songs präsentieren.

Mit Hymnen und Märschen im Mittelpunkt vieler ihrer Kompositionen haben sich Laibach lange mit militärischen Blaskapellen verglichen, die geschaffen wurden, um die Moral auf dem Schlachtfeld aufrechtzuerhalten, und mit diesem Konzert in Kiew unterstützt Laibach die Ukraine und die Ukrainer in ihrem Kampf gegen die Russen alles andere, Aggression.

Alle Erlöse aus dem Konzert in Kiew werden an Wohltätigkeitsorganisationen und Tierschutzorganisationen in der Ukraine gespendet, weitere Einzelheiten folgen.

LAIBACH – EUROVISION
31. März – Kiew, Musiksaal Bel Etage – https://concert.ua/en/event/laibach-kyiv-2023

LAIBACH entstand in der damals jugoslawischen Industriestadt Trbovlje. Die Band wurde im Jahr des Todes des Gründervaters des Landes, Tito, gegründet und wurde zu einer der international anerkanntesten Bands, die aus den ehemaligen kommunistischen Ländern Ost- und Mitteleuropas hervorgegangen ist.  Darüber hinuas ist Laibach eine der ersten Bands, die in Nordkorea auftrat.

2019 veröffentlichten sie eine Laibachsche Interpretation von The Sound of Music, die sie während ihrer Reise nach Nordkorea konzipierten und 2020 mit Laibach Revisited vier Jahrzehnte feierten. 2022 folgte ein Album mit Musik aus der gefeierten Theaterproduktion Wir sind das Volk (ein Musical aus Deutschland) nach den Texten von Heiner Müller (1929–1995), und die Band gab kürzlich bekannt, dass diplomatische Verhandlungen für eine Aufführung in Teheran laufen für Alamut, ein originelles symphonisches Werk, das in Zusammenarbeit mit iranischen Komponisten und Interpreten komponiert wurde.

LAIBACH zollte kürzlich Leonard Cohen mit einer Neuinterpretation seines vorapokalyptischen Tracks „The Future“ Tribut. Von MOJO als „Leonard Cohens beißende 92er Alarmglocke, neu interpretiert in Eisgewölbe-Techno-Rock“ beschrieben, macht diese Laibach-Version von „The Future“, ursprünglich auf Cohens gleichnamigem Studioalbum von 1992, überdeutlich, dass die Zukunft die Cohen vorhersagte unsere Gegenwart ist.

LAIBACH – EUROVISION
SLOVENIAN COLLECTIVE ANNOUNCE A LIVE CONCERT IN KYIV, UKRAINE – 31 MARCH 2023

War – huh yeah – what is it good for? Absolutely nothing! (Edwin Starr, War)

The horror… the horror… (Colonel Kurtz, Apocalypse Now)

Love is the only engine of survival. (Leonard Cohen, The Future)

LAIBACH – LOVE IS STILL ALIVE TOUR – 2023
14 April – Zagreb, Tvornica Kulture, HR
21 April – Ljubljana, Kino Šiška SI
20 May – Klagenfurt, Burghof, Klagenfurt Festival, AT
14 July – Bolków, Castle Party Festival 2023, PL

Tickets and further information: https://www.laibach.org/future-events/

RECENT PRAISE FOR LAIBACH

“Perfectly, predictably unpredictable” – Electronic Sound (review of Love is Still Alive EP)

„Laibach has a truly unique way of keeping love, understanding, and acceptance alive.“ – Cryptic Rock (Love is Still Alive EP)

„A project that seemed almost too easy, but unsurprisingly, the result is a gem that is delicious.“ – Le Temps (Love is Still Alive EP)

“Leonard Cohen’s mordant ’92 alarm bell, reframed in ice-vault techno rock” – MOJO (on The Future)

“A version of The Sound of Music that you can march to” – New Internationalist (The Sound of Music)

„… stirring, funny and thought provoking“ – The Guardian (The Sound of Music)

„Playful, poignant, sublime and ridiculous… Laibach continue to hold up a mirror to a divided world.“ – The Quietus (The Sound of Music)

… a perfect vehicle for the themes which possess the group” – MOJO (Wir sind das Volk)

“Stirring sturm und drang” – Uncut (Wir sind das Volk)

“… blending spoken and sung texts with reverb-drenched piano, strings, and electronics” – The Wire (Wir sind das Volk)

“This is not easy listening but it is arguably Laibach’s most sonically rich, least ironic, most mature work to date” – Classic Rock (Wir sind das Volk)

www.laibach.org
www.mute.com

Mona Mur „SNAKE ISLAND“

Die Welt ist ein unheimlicher Ort – SNAKE ISLAND – Das neue Album von Mona Mur (GIVE/TAKE USA 2022/ ab Frühjahr 2023 auch erhältlich bei Playloud! Germany /Exklusiver Deutscher Vertrieb)

Nach vier Dekaden musikalischen Vagabundierens zwischen Punk, Wave, Chanson und Electronic ist Mona Mur zu ihren Industrial – Wurzeln zurückgekehrt, härter, sinistrer, eigenwilliger als je zuvor. Ihre Stimme entfaltet sie über wilden E-Gitarrenclustern, gnadenlosen Beats und elektro-akustischen Layern zu einem „absolut einzigartigen Sound“ (ChaosZine UK).

Willkommen auf SNAKE ISLAND, dem neuen Album der Sängerin, im Herbst ’22 in den USA erschienen auf GIVE/TAKE. Partner in Crime ist wieder GOLDKIND, Ur-Punk aus Hamburg und Produzent von Hit-Singles für „Die Fantastischen Vier“ oder „Lucilectric“.

Das offizielle Video zur 1. Single “SCHIELDWALL“ gibt es übrigens hier zu sehen:

Ab Frühjahr 2023 wird das SNAKE ISLAND Album nicht nur über GIVE/TAKE und die Bandcampseite https://monamur.bandcamp.com/album/snake-island zu beziehen sein, sondern dann auch über Mona Murs Berliner Label „Playloud!“, das seit 2021 überdies den imposanten Backkatalog der seit den 80ern international tätigen Künstlerin auf Vinyl wieder veröffentlicht. Darunter auch der aktuellste Re-Release MONA MUR: The Original Band (1984 – 86), der erst am 02. Dezember diesen Jahres veröffentlich wurde. Die Songs aus dieser Ära avancierten über die Jahre zu wichtigen Bestandteilen ihrer Karriere und erschienen in neuen Versionen auf späteren Veröffentlichungen, in der Mehrheit auf dem 2009 zusammen mit En Esch aufgenommenen Album “120 Tage – The Fine Art of Beauty & Violence” (Pale Music). Die ursprünglichen Fassungen jedoch wurden, trotz einiger Angebote, beinahe vier Jahrzehnte lang nicht veröffentlicht – ein Desiderat, dem Play Loud! Productions nun entgegenwirken.

Mehr Infos und ein Video Interview zu MONA MUR: The Original Band (1984 – 86) und allen anderen aktuellen Re-Releases gibt es unter: http://www.playloud.org/archiveandstore/en/vinyl-12/810-mona-mur-the-original-band-1984-86.html

Zurück zum neuen Album… „Ich stieß auf die Geschichte einer kleinen Insel vor der brasilianischen Küste, auf der tausende von hochgiftigen Vipern hausen, die sich gegenseitig kannibalisieren. Sie ließen nicht mal den Leuchtturm-Wärter am Leben. Die Schlangen waren überall – bis die Population implodierte. Ich stellte mir vor, dort zu leben … vielleicht sogar als eine der Schlangen. Ich weiß nicht, ob die Story wahr ist. Aber dieses Bild hat mich inspiriert, ein weiteres Album mit meinem Freund Goldkind in Angriff zu nehmen. Goldkind ist ein exzentrischer Klangschamane. Wir haben eine tiefe musikalische Verbindung. Die Bedingung war – ich spiele die meisten E-Gitarren selbst. Goldkind stimmte zu. So konnte ich mich richtig ausleben, nicht nur als Sängerin, sondern auch an der verstärkten Gitarre, auf der ich in den letzten drei Jahren einen eigenen Style aus verzerrten, monströsen, schleppenden Riffs entwickelt habe.“

So bilden die 10 Songs von SNAKE ISLAND ein dunkles Gemälde aus Melancholie, Doom, Schönheit, Romantik und Apokalypse. SNAKE ISLAND zelebriert das Ende des Spätkapitalismus in exquisiten Elektronik – Layern, harschen Gitarren und herzzerreissend schönen Melodien. “SNAKE ISLAND enthält meinen ganzen bodenlosen Schmerz über die sinnlose und dumpfe Zerstörungswut hasserfüllter Menschen, die dem schönsten aller Planeten in Kürze den Garaus machen, wenn nicht ein Wunder geschieht.“

Den Einstieg auf die „Schlangeninsel“ befördern zwei Coverversionen: Motörhead – Knaller „Ace of Spades“ mit furiosem Gitarrensolo von Gary Schmalzl – und “Rake“, die Schwerenöter-Ballade des todessehnsüchtigen US-Barden Townes Van Zandt, mit feinem Solo von En Esch. „Die Story meiner Jugend“, lacht Mona Mur. Man kauft es ihr ab.

Veredelt wurde SNAKE ISLAND durch extensive Nachbearbeitung und Mastering von Produzentenlegende Jon Caffery (Joy Division, Kraftwerk, Einstürzende Neubauten, Linton Kwesi Johnson), dem beide Künstler langjährig verbunden sind.

„Mona Mur ist nach vier Jahrzehnten ihres Musikschaffens genau so vital, intensiv und boshaft wie eh und je. Ihr artistisches Alter Ego verströmt Klasse, Stil und pures Gift zu gleichen Teilen.“ ReGen Mag 10 /2022

MONA MURSängerin, Komponistin, Produzentin, ist seit den 80ern bekannt für ihre einzigartige dunkle Stimme und ihre manisch–intensiven Live-Auftritte in Gitarrengewittern und morbidem Slowbeat-Chic. Ihre Musik bildet eine eigene Kategorie aus Punk und Chanson, Electronic Rock ’n’ Roll und orchestralen Klangwänden. Mona hat mit Musikern wie „Einstürzende Neubauten“ –Schlagwerker FM Einheit, den „Stranglers“ J.J. Burnel und Dave Greenfield, Yello’s Dieter Meier oder auch Operndiva Simone Kermes kollaboriert. Mit En Esch (KMFDM, Pigface) tourte sie weltweit.

Ihre Alben sowie ihre preisgekrönten Soundtracks für Games („Kane & Lynch 2: Dog Days“) und Filme („Gegen die Wand“, von Fatih Akin, „Genderation“ von Monika Treut, ‘Letzte Ausfahrt: Weltall“ von Rudolph und Werner Herzog) produziert sie in ihrem Berliner Studio KATANA.

Zudem hat der Filmemacher und Grimme-Preis-Träger Dietmar Post (u.a. Monks: The Transatlantic Feedback, Deutsche Pop Zustände)in einem Studio ein 4-stündiges Gespräch mit der Künstlerin Mona Mur geführt. Daraus sind zunächst zwei kürzere Filme zu den Alben ‚Mona Mur: Mona Mur (1988)‘ und ‚Mona Mur: The Original Band (1984-86)‘ entstanden. Nun soll für den Herbst 2023 aus dem Material, welches die komplette Karriere von Mona Mur abdeckt, ein längerer Dokumentarfilm entstehen.

Mehr Infos unter:
https://monamur.com/
http://www.playloud.org/archiveandstore/en/vinyl-12/747-mona-mur-mona-mur.html
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LAIBACH WIR SIND DAS VOLK - EIN MUSICAL AUS DEUTSCHLAND

LAIBACH WIR SIND DAS VOLK – EIN MUSICAL AUS DEUTSCHLAND

LAIBACH teilen weitere Details zu ihrem jüngsten Album ”Wir sind das Volk (ein Musical aus Deutschland”), das am 25. März bei Mute als Deluxe -CD mit umfangreichen Sleevenotes und digital erscheint – die Doppel-LP erscheint am 10. Juni 2022.

Vorab-Auskopplung “Ich will ein Deutscher sein” hier hören:

Das Album bündelt Musik aus der gefeierten Theaterproduktion „Wir sind das Volk“, die am 8. Februar 2020 im Hebbel am Ufer (HAU) in Berlin uraufgeführt wurde. Zwei weitere Vorstellungen schlossen sich an, bevor die Produktion aufgrund der Pandemie eingestellt wurde. Im Jahr 2021 eröffneten Laibach die Klagenfurter Festspiele mit einer slowenischen Version desselben Stücks und gaben zwei weitere ausverkaufte Vorstellungen im Kino Šiška in Ljubljana.

Im März dieses Jahres werden die Aufführungen im Berliner HAU fortgesetzt, weitere Aufführungen in Zagreb, Ljubljana, Hamburg, Maribor und in der Kulturhauptstadt Europas, Novi Sad, sind bereits bestätigt – Einzelheiten siehe unten.

LAIBACH WIR SIND DAS VOLK - EIN MUSICAL AUS DEUTSCHLAND
LAIBACH WIR SIND DAS VOLK – EIN MUSICAL AUS DEUTSCHLAND

„Wir sind das Volk“ basiert auf Schriften des Dramatikers Heiner Müller (1929-1995). Laibachs Verbindung zu Müller reicht weit zurück: Bereits 1984 komponierten sie für das Slowenische Nationaltheater in Ljubljana Musik zu Müllers zwei Jahre zuvor am Bochumer Schauspielhaus uraufgeführten Stück „Quartett“ nach Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos Briefroman „Gefährliche Liebschaften“ aus dem Jahr 1782, dem Müller die Anweisung „Zeitraum: Salon vor der Französischen Revolution / Bunker nach dem dritten Weltkrieg“ voranstellte. Klassisches Laibach-Material. Im folgenden Jahr trafen sie Müller in Berlin, der ihnen eine Zusammenarbeit für eine zukünftige Inszenierung vorschlug, die leider nie zustande kam – bis die Leiterin der Internationalen Heiner-Müller-Gesellschaft, Anja Quickert, ein posthumes Projekt auf der Grundlage von Müllers Texten vorschlug.

Laibach erklären: „We followed Heiner Müller’s own strategy of cutting and rearranging the material, taking his texts and putting it into another context, rebooting it with music, in order to drag the audience into it or alienate them from it. Music unlocks the emotions and is therefore a great manipulative tool and a powerful propagandistic weapon. And that’s why a combination of Heiner Müller, who saw theatre as a political institution, and Laibach, can be nothing else but a musical.”

Das Artwork und die Innenhülle des nun vorliegenden Albums zeigen Gemälde des österreichisch-irischen Künstlers Gottfried Helnwein, „Epiphanie 2B: Die Anbetung der Hirten“ (Sammlung der Fine Arts Museums of San Francisco) und „Epiphanie I: Anbetung der Könige“ (Sammlung des Denver Art Museum), aus dessen Epiphanie-Serie, die zu seinen bekanntesten Werken gehören und zwei der zentralen Themen seines Werks reflektieren: Kindheit und Nationalsozialismus.

LAIBACH "Wir sind das Volk" credit: Valter Leban
LAIBACH „Wir sind das Volk“ credit: Valter Leban

Mit „Wir sind das Volk“ zeigen Laibach erneut ihr Gespür, gesellschaftliche Verwerfungen in ihre Kunst zu überführen. Der immer schon mindestens ambivalente – und im Deutschen naturgemäß extrafiese – Begriff „Volk“ hat sich seit den „Wir sind das Volk“-Sprechchören von 1989, als die Berliner Mauer fiel, tiefgreifend verändert und ist in den letzten Jahren in ganz Europa und Amerika zu einem Instrument nationalistischer und rassistischer Ausgrenzung geworden.

Anja Quickert führt aus: „Dieses Projekt bringt endlich zusammen, was schon längst hätte geschehen müssen: Laibach und der deutsche Dramatiker und Dichter Heiner Müller zusammen. Der Mythos der Nation kann nicht begraben werden, solange Gespenster sein Fundament untergraben. Der Dialog mit den Toten darf nicht abgebrochen werden, bis sich zeigt, welcher Teil der Zukunft mit ihnen begraben wurde. Willkommen am Abgrund der Nation!“

Editor’s note:
Laibach formierten sich in der damaligen jugoslawischen Industriestadt Trbovlje. Gegründet in dem Jahr, in dem der Gründervater des Landes, Tito, starb, stieg die Band zu einer der international bekanntesten Bands auf, die aus den ehemals kommunistischen Ländern Ost- und Mitteleuropas hervorgegangen sind, und trat kürzlich als eine der ersten Bands in Nordkorea auf. Im Jahr 2019 veröffentlichten sie eine laibachsche Interpretation von „The Sound of Music“, die während ihrer Reise nach Nordkorea entstand. Im Jahr 2020 feierten sie vihr vierzigstes Jubiläum mit „Laibach Revisited“.

LAIBACH – WIR SIND DAS VOLK PERFORMANCES
25. – 28.03.2022 Berlin (DE), HAU Hebbel am Ufer
02.04.2022 HR-Zagreb, Vatroslav Lisinski Hall
08.04.2022 SI-Ljubljana, Cankarjev Dom
28.04.2022 Hamburg, Kampnagel
23. – 24.06.2022 SI-Maribor (SI)
02.07.2022 RS-Novi

Mehr unter: https://www.laibach.org/future-events/

WIR SIND DAS VOLK (EIN MUSICAL AUS DEUTSCHLAND) TRACKLISTING
(STUMM472)

01 – Philoktet
02 – Der Vater
03 – Medea Material
04 – Ich bin der Engel der Verzweiflung
05 – Flieger, grüß mir die Sonne
06 – Ordnung und Disziplin (Müller versus Brecht)
07 – Traumwald
08 – Lessing oder Das Ende der Aufklärung
09 – Im Herbst 197.. starb… (instrumental)
10 – Ich will ein Deutscher sein
11 – Ich war die Wunde

Album-Vorbestellungen:

„Ich will ein Deutscher sein“ auf YouTube:

LAIBACH WIR SIND DAS VOLK – EIN MUSICAL AUS DEUTSCHLAND (NACH TEXTEN VON HEINER MÜLLER)
VÖ: 25.03.2022 (MUTE/[PIAS])
VORABSTÜCK “ICH WILL EIN DEUTSCHER SEIN”

www.laibach.org
www.mute.com

MINISTRY - 'LAST TANGLE IN PARIS - Live 2012 DeFiBriLaTour'

MINISTRY – LAST TANGLE IN PARIS

Ministry haben Anteil daran, dass sich die Musikindustrie veränderte. Ihre Musik war wie eine Bombe, die jedermann umhaute.

MINISTRY - 'LAST TANGLE IN PARIS - Live 2012 DeFiBriLaTour'
MINISTRY – ‚LAST TANGLE IN PARIS – Live 2012 DeFiBriLaTour‘
Nach mehr als 31 Jahren ist es das Ende dieser großartigen Band und das letzte Live Dokument – ‚The Last Tangle In Paris‘

‚Last Tangle In Paris‘ dokumentiert eine Zeitkapsel der Musikhistorie, die es so niemals wieder geben wird. Neben Live-Performances von Ministry enthält sie ebenso rare Backstage-Aufnahmen und Interviews. Diese Dokumentation zeigt die letzten live Aufnahmen von Ministry und ist der letzte live Auftritt dieser Band.

Die US-Dates der damaligen DeFiBRilLaTouR umschlossen vier Städte – Denver, Los Angeles, New York und zwei Gigs in Chicago. Im Anschluss flog die Band ins finnische Helsinki, um ihre siebenwöchige Europatour zu starten, die sie in Clubs und zu Festivals in Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Irland, England, Spanien, Schweiz, Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik und Russland führte.

Ministry-Last-Tangle-in-ParisDie DVD enthält unter anderen die legendären Songs Psalm 69 und New World Order. Als Bonus enthält die Digipack-Version ein Doppel-Audio-Album als Tour-Retrospektive mit Live-Aufnahmen, die bis ins Jahr 2006 zurückreichen.

Dieses letzte und wertvolle Statement ist erhältlich in 2CD & DVD Digipack, BluRay & 2 CD Amaray, 2-fach Vinyl Gatefold in 160 Gramm, als einfaches CD Paket und auch Digital Audio und Video.

MINISTRY – ‘LAST TANGLE IN PARIS – Live 2012 DeFiBriLaTour’ – Trailer

MINISTRY – LAST TANGLE IN PARIS Line Up:
Al Jourgensen (lead vocal & guitar), Michael Scaccia (guitar), Sin Qurin (guitar), John Bechdel ( keyboards & samplers), Aaron Rossi (drums), Casey Orr (bass)

MINISTRY – LAST TANGLE IN PARIS
Live 2012 DeFiBriLaTour’
VÖ: 4. Juli 2014 UDR/ADA/Warner

MINISTRY – LAST TANGLE IN PARIS – DVD/BluRay Tracklisting:
1. Ghouldiggers
2. No ‘W’
3. Senor Peligro
4. LiesLiesLies
5. 99%ers
6. Life Is Good
7. Relapse
8. The Last Sucker
9. Psalm 69
10. New World Order
11. Just One Fix
12. Thieves

MINISTRY – LAST TANGLE IN PARIS Audio CD Tracklisting:
1. Ghouldiggers
2. No ‘W’
3. Senor Peligro
4. LiesLiesLies
5. 99%ers
6. Life Is Good
7. Relapse
8. The Last Sucker
9. Psalm 69
10. New World Order
11. Just One Fix
12. Thieves

MINISTRY CD 1 Retrosperspective Tracklisting:
1. Ghouldiggers
2. No ’W’
3. Senior Peligro
4. Rio Grande Blood
5. LiesLiesLies
6. 99%ers
7. Life Is Good
8. Relapse
9. The Last Sucker

MINISTRY CD 2 Retrosperspective Tracklisting:
1. Psalm 69
2. New World Order
3. Just One Fix
4. Thieves
5. Khyber Pass
6. Fear is Big Business
7. Let’s Go
8. Watch Yourself
9. So What

Reiz Trigger - Concrete Error

Reiz Trigger – Concrete Error

Subversiv und mit pechschwarzem Humor schlägt REIZ TRIGGER tellergrosse Stücke rauen Betons aus Fundamenten unserer Städte.

Reiz Trigger - Concrete Error
Reiz Trigger – Concrete Error
Dieser „postindustrial noise pop“ der Subprime- und Post-9/11 Krise erzählt von persönlichen und universellen Höhenflügen und Abgründen.

Keine leichte Kost; auch das CD-Cover (in der „limited edition“) mit massiver Betonplatte nicht.

Rock trifft auf Industrial, auf Elektronika, auf „devianten Swing“ und auf Filmmusik. Die Songs: wie Kurzfilme aus dem Untergrund.

Warnend, alarmierend und stets mit einem fiesen Augenzwinkern.

Alles könnte brechen, bersten, bröckeln. So wie Beton.

http://reiztrigger.com/

REIZ TRIGGER is a musical project by swiss musician, composer, video-editor Daniel Stoessel.
the music has been described as „postindustrial noise pop“.
here, the raw meets the elegant. and rubber meets concrete.
first album: „Fragment Research“ (1997, Amusis Records/RecRec).
second album: „Oxidation Noise“ (2009, Amusis Records).
OUT NOW:
third album: „Concrete Error“ (2013, Purple Tree Records).
Daniel is also Keyboarder, Backingvocalist for the legendary Swiss „technical thrash metal“ band CORONER.

http://www.purpletreerecords.com/shop/cd-releases/reiz-trigger-concrete-error.html

jesus-on-extasy-no-gods cover

Jesus on Extasy „No Gods“

„Festzustellen, dass man eigentlich gar kein Rockstar ist, war ziemlich desillusionierend“, beginnt Dorian Deveraux seine Moral aus der Geschicht’ des Senkrechtstartens.

jesus-on-extasy-no-gods cover
Jesus On Extasy - Album 'No Gods'

Während um ihn herum Europas Kulturhauptstadt floriert herrschte lange Zeit Endzeitstimmung bei Jesus On Extasy.

Eine Band, die so einen Namen wählt, kennt keine Götter: Sangen die Industrial Rocker auf dem Erstling noch von biblischer Schönheit, lernten sie ein Testament später, ihre Feinde zu lieben.

Doch was ist, wenn man plötzlich selbst sein größter Widersacher ist und sich der glorreiche Heiligenschein um einen herum als scheinheilig entpuppt?

Diese Frage beantworten Jesus On Extasy auf ihrem dritten Album „No Gods“ nicht nur, sondern durchleben sie.

„Synthesizer eignen sich zum Zerschmettern ebenso gut wie Gitarren. Vielleicht sogar noch besser.“

Die Achterbahnkarriere von Jesus On Extasy hat ihre Narben beim Sänger hinterlassen, der es sich 2005 zusammen mit Co-Gründer Chai Deveraux zur Mission macht Leid & Liebe in digitale Rocksongs zu packen. Dabei kreuzen die Brüder im Geiste nicht einfach nur Synthesizer und Stromgitarren, zu viele Industrial Rocker haben bereits über die Jahrzehnte stumpf Staccato-Riffs über Retro-Drummachines gezerrt.

JOE hingegen expandieren die Genre-Palette mit der Erkenntnis, dass Zerrissenheit, Herzschmerz und Ohrwürmer im synthetischen Rock nicht ausgeklammert werden müssen – eine Portion Glamour schadet schließlich nie. „Man hat unglaublich viele Soundmöglichkeiten, wenn man beide Instrumentalwelten vereint“, beschreibt Produzentengenius Chai die hybride Herangehensweise der modernen Ruhr-Rocker.

„Mit dieser Kombination kann man viel Tiefe erzeugen, ohne das Rockfeeling zu killen.“ Soundfetischismus alleine kickt Rampensau Dorian nämlich nicht: „Außerdem eignen sich Synthesizer zum Zerschmettern ebenso gut wie Gitarren. Vielleicht sogar noch besser.“

Do it yourself als Devise

Jesus On Extasy Bandfoto
Jesus On Extasy

„Selbst ist der Mann“ macht das Duo zu seinem Motto und entert mit viraler Guerilla-Promotion die Online-Bühne zu einer Zeit als MySpace hier noch in den Kindesschuhen steckt.

Fans von KMFDM & Co ernennen JOE rasch zum Kult und die selbsternannten Väter des Industrial Rock höchstpersönlich zeigen ihre Begeisterung für die ersten Demos der Deveraux Inc. mit einem Remix des Smashers „Assassinate Me“, obwohl die Alteisen für labellose Newcomer sonst keinen Finger krümmen.

Der Geheimtipp katapultiert sich 2006 eigenhändig ins Vorprogramm von LÂme Imortelle, ihren Durchbruch feiern Jesus on Extasy jedoch Monate zuvor beim Bochum Total Festival, wo sie in einem echten Kaltstart mit weniger als 24 h Vorlauf die spontan abgesprungenen Zombie Joe im Abendprogramm vertreten.

Vor eindrucksvoller Kulisse zieht die Deveraux-Connection (damals noch mit Basserin Ivy) ein Tausenderpublikum in seinen Bann. Auch die Führungsetage von Drakkar Entertainment war Zeuge dieses Spektakels und konnte den synthetischen Womanizern nicht widerstehen. Getreu der Überschrift ihrer verführerischen Albumpremiere „Holy Beauty“ posieren Dorian und Chai im Frühling 2007 gemeinsam mit der rekrutierten Gitarristin Alicia Vayne (Ex-Pain) und Key-Queen Ophelia Dax, mittlerweile auch Solo als Leandra unterwegs, auf den Covern der Musikmagazine, die auch 2008 vom Nachfolger „Beloved Enemy“ nicht genug haben können.

Wir sind Helden?

Nachdem Jesus On Extasy die Bühne mit anderen Antichrist Superstars wie Marilyn Manson, Project Pitchfork, Tool oder Skinny Puppy teilten, sowohl das M’Era Luna Festival verzauberten, als auch vor vollem Haus in der Oberhausener Königs-Pilsener-Arena performten „ist die Gefahr des Abhebens sehr groß“, gesteht Dorian heute.

„Man führt sich auf wie ein riesiger Rockstar und wird vergöttert. Doch Irrtum: Wir sind keine Helden!“ Die Digital Dandies sind nach ihrem Höhenrausch wieder fest mit beiden Beinen auf dem Boden gelandet und teilen der Gemeinde dies im Titeltrack ihres dritten Albums „No Gods“ auch mit. „Don’t wait for me, ’cause I can’t show you heaven“, bittet der Beau im Refrain.

„Richtige Rockstars gab es in den 70ern und 80ern, das waren echte Götter. Heute werden zwar viele als solche verehrt oder gecastet, doch sind es nicht.“ Einem seiner persönlichen Jugendidole zollt Dorian in „Movie Star“ Tribut: „’Lost Boys’-Darsteller Corey Haim starb dieses Jahr. Sein Schicksal nahm mich sehr mit. Der Ruhm zernagte ihn förmlich.“ „He’s dead but no one cares“, wie schnell der Glanz im Showgeschäft abblättern kann, lehrte ihn dieses Beispiel.

Eine Achterbahn mit Folgen

Wenn man auf einmal ein Leben auf der Überholspur fährt „brennen gut und gerne einmal die Sicherungen durch“, beschreibt das Rockstar Model den intensiven Bandalltag. „Die Zeit nach ‚Beloved Enemy’ war sicher nicht die leichteste für uns.“ Differenzen, unterschiedliche Zielsetzungen – die Stimmung kippte und fand mit Alicia Vayne auch ein personelles Opfer, Schlagzeuger BJ wechselte an den Bass.

„No Gods“ stand zunächst unter keinem guten Stern: „Nach all den internen Reibereien dachten wir daran, einen Schlussstrich mit einem letzten Album zu ziehen. Doch mitten im Recording-Prozess merkte man, dass all die Dissonanzen nur noch mehr Kraft in die Songs des Projektes brachten, das uns allen so am Herzen liegt. Diese Energie wollten wir unbedingt bündeln.“ In der gemeinsamen kreativen Arbeit fand die Gruppe wieder zueinander und „kam gestärkt aus der Krise heraus“, so Dorians Fazit. Ein Schlüsselmoment im Proberaum brachte die Wende: „Alle Fronten waren bereits zerrüttet, doch bei einer halbstündigen Jam Session über ein simples Bluesriff spürten plötzlich alle, dass die Magie wieder da war, ohne irgendjemand ein Wort gesagt hatte.“

Der folgende Auftritt beim Blackfield Festival glättete die Wogen endgültig. Gemeinsam brennen Jesus On Extasy wieder, an ein Ende will jetzt niemand mehr denken – im Gegenteil: Demnächst wird das Quintett das Geheimnis über eine gemeinsame Deutschlandtournee mit einem der Chartbreaker dieses Jahres lüften und sich voll auf den Release von „No Gods“ (27.08. 2010) fokussieren.

Dampf ablassen

Sound-Guru Tim Schuldt sollte die Energiefelder in die richtigen Bahnen lenken, „der richtige Mann, zum richtigen Zeitpunkt“, spürt der Sänger mit dem Doppel-D. „Härter, rockiger sollte es klingen. Stahl, Schweiß und Muskeln zeigen, wie man im Ruhrgebiet so schön sagt.“

Auch das dynamische Drumming des neuen Schlagzeuges Dino rückte in der Vordergrund, bereits der Opener „Revenge“ stellt so manchen US-Industrial-Rocker in den Schatten. JOEs typisch romantischer Tanz auf der Rasierklinge ist deshalb längst nicht passé: In bewährter Tradition schließt die LP mit der nachdenklichen Ballade „Tonight“ ab , die die Komplexität der eigenen Klangkosmen resümierend auf den Punkt bringt.

Obwohl „Transitoriness“ das Älterwerden thematisiert, erfüllte sich Dorian beim Covershoot zu „No Gods“ einen alten Kindheitstraum: Art-Designer Grace Khold verwandelte Jesus On Extasy in düstere Super-Antihelden und erzählt die Geschichte der CD in einem lebendigen Cyber-Comic.

In „Riot“ lassen die Deverauxs den Dampf der vergangenen Leidenszeit ab und sagen falschen Heldensagen den Kampf an. Dass Leben selbst in die Hand zu nehmen und zur Not den Aufstand proben, lautet die neue Devise. „Die wahren Helden sind diejenigen, die sich von niemandem blenden lassen und beispielsweise gegen die aktuelle Ölpest am Golf von Mexiko wehren. Die Zentrale von BP hätte längst in Brand gesetzt werden müssen.“ JOE rollen schon mal das Pulverfass vor. Hast du mal Feuer?

Jesus on Extasy:

Dorian Deveraux: Vocal X-tasy, Synths, Samples
Chai Deveraux: 6- String X-tasy, Backing Vox, Synths, Programming
Ophelia Dax: synthetic X-tasy
Dino: ultra-heavy beatz
BJ: bass

Pendulum Cover

PENDULUM „IMMERSION“

PENDULUM sind zurück! Mit über einer Million verkaufter Exemplare ihres Debüt-Albums In Silico konnten PENDULUM ihren Durchbruch feiern und wurden zum nächsten großen Ding der Elektroszene.

Pendulum Cover
Pendulum "Immersion"

Ganz abgesehen davon hat sich Mastermind Rob Swire inzwischen als feste Institution der musikalischen Evolution auf der britischen Insel gemausert und brillierte in den letzten Monaten mit einem Remix für die Plan B-Single „Stay Too Long“ (UK #9) und dem Einsatz seiner Stimme auf „Ghosts’n’Stuff“ von Deadmau5.

Aber trotz seiner Umtriebigkeit haben PENDULUM nun ihr heiß erwartetes, neues Album Immersion fertig gestellt.

Auf Immersion haben PENDULUM ihre Soundscape erheblich erweitert. Robs Vocals strotzen vor Energie und spannungsgeladener Dynamik, der gesamte Sound ist enorm in die Breite gegangen und die Beats kommen knackiger denn je und werden von kraftvollen Bläsern angetrieben.

Gerade für Fans der ersten Stunde wird Immersion zum Genuß, da sich die Band je den mehr auf ihre Drum’N’Bass Wurzeln zurück beruft.

Die Single Watercolour, die in den UK-Single-Charts auf Platz 4 eingestiegen ist, zeigt die aus Australien stammende, mittlerweile in Camden ansässige Band komplex und progressiv.

Rob: „Genießt dieses erfrischende musikalische Gebräu, das aus der sprudelnden Quelle Camdens kommt. Gibt es einen besseren Weg, die Erfahrung des Eintauchens zu beginnen?“

Im Mai werden PENDULUM zunächst in UK auf Tour gehen (u.a in der Wembley-Arena), bevor sie danach auch den Kontinent betreten. Nachdem sie auch bereits 2008 schon bei Rock Am Ring und Rock Im Park die Massen mit ihrer Live-Energie begeistert hatten, werden PENDULUM auch dieses Jahr am 4. und 6. Juni auf der Centerstage des beliebten Zwillingsfestivals am Nürburgring & in Nürnberg wieder die Massen rocken.

Immersion erscheint am 04. Juni in Deutschland!

Sonic-Boom-Foundation Cover

The SONIC BOOM FOUNDATION

2010. THE SONIC BOOM FOUNDATION arbeiteten ein halbes Jahr im Studio und liefern nun ein unangepasstes Album ab, welches nicht gierig nach aktuellen Trends schielen muss.

Sonic-Boom-Foundation Cover
The SONIC BOOM FOUNDATION "Bad News Always Good News"

Stilistisch wandelt die Band zwischen technoiden Tracks und rockpunkiger Kraftmeierei, ohne den Song aus den Augen zu verlieren.

So treffen auf „Bad News Always Good News“ roughe und neue Sounds auf einen energetischen Drummer, unangestrengte Vocals kämpfen gegen fette Basslayer – insgesamt eine Kombination die in dieser Form ihresgleichen sucht.

Musikalisch werden hier die Liebhaber des Indietronic-Techno-Discopunk betreut.

Die Wilderei im Retro-Supermarkt findet wie auf dem Erstling immer noch statt, wird aber durch „Blick-nach-Vorn-Songwriting“ und „Experimente-ohne-Blick-auf-Kommerz“ ergänzt.

So wird der doppeldeutige Text von „Colour In Tomatoes“ von einer sonoren Computerstimme vorgetragen und kommt im technoiden Trackformat daher, genau wie die Johnny Cash-Coverversion „Folsom Prison Blues“.

Die Grenzen des Machbaren in songwriterischer Hinsicht werden in „Hi-End“ oder „The Four Hundred“ ausgelotet: ersterer hat einen fullminanten Breakbeat ohne Punkt und Komma zu bieten (live gespielt!), und letzterer fängt groovig an, um dann unvermittelt in ein lockeres Drum and Bass-Staccato überzugehen – und nein, man kommt wider erwarten nicht auf das Hauptthema zurück.

Experimentierfreude trifft auf Sing-Alongs in britischer Pop-Manier. Der Albumtitel verweist auf die Lyrics, Sozialkritik im Dreihundertsechziggradwinkel. Die Band wird 2010 auf Tour sein – das sind wirkliche good news!

Bad News Always Good News erscheint am 18. Juni in Deutschland!

IAMX-REWORKS

IAMX veröffentlichen ‚Rework‘-Album

Berlin – Während die meisten Künstler dahin tendieren, ihre Kunst als endliche Einheit zu sehen, sieht IAMX Mastermind Chris Corner seine Musik als sich ständig entfaltend, morphend, treibend … offen für jegliche Interpretation und Änderung.

IAMX-REWORKS
IAMX REWORKS Dogmatic Infidel Comedown

In dieser Hinsicht werden IAMX das Album DOGMATIC INFIDEL COMEDOWN OK, eine Compilation von Überarbeitungen, Covern und Remixen von Songs ihres Studioalbums Kingdom of Welcome Addiction (2009), am 19. März auf ihrem eigenen Label 61seconds veröffentlichen.

„Es gab IAMX-Remixe in der Vergangenheit, aber ich war nie sonderlich involviert in die Auswahl der Künstler und irgendwie wurden meine Erwartungen nie ganz erfüllt,“ sagt Chris.

„Dies ist das erste Mal, dass ich dem Entstehungsprozess wirklich Aufmerksamkeit geschenkt habe. Manchmal bin ich das Kind im Süßwaren-Laden mit all der prickelnden Aufgeregtheit, und manchmal überkommt mich mein Anti-Musikindustrie-Anti-Menschen-Zynismus.

Aber ich hatte es im Gefühl, dass ich von dieser Auswahl an absonderlichen Freaks nicht enttäuscht werden würde. Dogmatic Infidel Comedown OK beinhaltet verschiedene Versionen von Kingdom’s Songs, interpretiert von einer vielfältigen Kollektion an Musikern, wie zum Beispiel Combichrist, James Cook, Pull Out Kings, Alec Empire und viele mehr. „Wir suchten uns gezielt Künstler mit derselben Attitüde und dem freien Geist, der IAMX ausmacht. Leute die im Abseits arbeiten und generell von der kommerziellen Welt ignoriert werden,“ fährt er fort. „Ich wollte, dass das ganze Paket eine spezielle Sammlung von ‚Reworks‘ und Interpretationen enthält – unkonventionell und mit einer eklektischen Mixtur von Stilen und einer experimentellen Kante. Für mich ist dieses Album ein weiteres kleines Symbol der Unabhängigkeit in dieser verwirrten, blutsaugenden Musikindustrie geworden.“

Vom dunklen Industrial-Remix des Songs „I Am Terrified“ von Alec Empire (ehemals Atari Teenage Riot) über den mitternächtlichen Dance-Beat der „Nature of Inviting“-Version von Black Light Odyssey zum twangy Punk-Cover zu „Think Of England“ von Miss Derringer ist Dogmatic Infidel Comedown OK ein faszinierender Einblick in die Art und Weise wie andere Künstler den unglaublich tiefen und komplexen Verstand Chris Corners interpretieren.

Kingdom Of Welcome Addiction wurde vielerorts als Meisterstück bezeichnet, von der Neun-Sterne-Rezension des US-Magazins BLURT, das das Album wie folgt lobte: „[Chris] Corner’s persönlichstes und reifstes Werk bisher… IAMX’s bestes Album, das Album wird ganz sicher eine Sucht sein für jeden, der es hört.“, bis zum Deutschen Musikmagazin SONIC SEDUCER, welches das Album in seiner Jahresrückschau zum ‚Album des Jahres 2009‘ kürte. Zitat: „…durchweg exzellente Songs, großer Drama-Pop mit elektronischem Kick. Zukunftsmusik.“

Chris sagt über ein paar der verschiedenen Versionen: „Der erste Künstler den ich kontaktierte war Alec Empire. Ich bin seit langem ein Fan seiner Musik. Sein Remix für ‚I Am Terrified‘ ist, wie erwartet, wundervoll schwierig und kraftvoll.

Die Struktur ist sehr dynamisch, vom traditionellen 4/4-Takt startend und dann in den 6/8-Takt des Originals einbrechend. Die Version der in LA ansässigen Band Miss Derringer war die wohl größte Überraschung. Sie haben ‚Think Of England‘ neu aufgenommen, komplett in ihrem eigenen Stil – eine 1950-er B-Movie-Version. Es ist äußerst befriedigend Dinge wie diese präsentieren zu können.“

„Ich bin immer rastlos wenn es um meine eigenen Songs geht,“ erklärt Chris weiter. „Es scheint mir unmöglich zu sein, mich hundertprozentig wohlzufühlen mit dem endgültigen Mix, insofern gibt mir das wiederholte Produzieren der Songs auf andere Arten eine zweite Chance. Meine Krankheit ist, dass ich die Songs verkleiden möchte, gleichzeitig in jedem erdenklichen Stil, und deshalb niemals zufrieden sein kann. So gesehen ist es sehr befreiend, anderen ihre eigene Interpretation zu ermöglichen. Die Verantwortung wird von mir genommen und ich kann meine Musik aus einer unbehafteten Perspektive genießen. Die beste Möglichkeit, mir vorzustellen wie es wohl ist, meine Musik das erste Mal zu hören. Aber ich finde immer großen Gefallen an der Chance mich selbst zu dekonstruieren und die Rolle des Studio-Mad-Professors zu spielen.

IAMX
IAMX - Chris Corner

IAMX stecken mitten in der Planung des nächsten Kapitels ihrer sagenumwobenen Geschichte, welche eine Europa-Tour im März und das nächste Studio-Album, das im Herbst 2010 erscheinen soll, beinhaltet. „Nach einem langen, harten, nordeuropäischen Winter, bin ich in einen ungeduldigen und aggressiven Gemütszustand verfallen,“ sagt er. „Ich habe das Gefühl, dass alles was ich im Moment schreibe ein bisschen bissiger ist als Kingdom of Welcome Addiction. Aber andererseits bin ich ja bekannt für meine intensiven Stimmungsschwankungen.

Wir werden im März einen Monat mit touren verbringen und danach werde ich mich in mein Ost-Berliner Spielhaus einschließen und mit der Arbeit am nächsten IAMX-Album fortfahren. Ich plane, es diesen Herbst zu veröffentlichen. Nach der Festival-Saison, im Zuge der Veröffentlichung, werden wir ausgiebig in USA und Europa touren. Zwischendurch werde ich Material für Online-Aktivitäten kreieren, Videos drehen und mich mit den Wildschweinen in meinem Garten unterhalten.“

IAMX auf Europa-Tour

27.2. Gagarin, Athen, Griechenland
04.3. Les Docks, Lausanne, Schweiz
05.3. Dynamo, Zürich, Schweiz
06.3. Schüür, Luzern, Schweiz
07.3. Tunnel Club, Mailand, Italien
13.3. Debaser, Stockholm, Schweden
18.3. Gigant, Apeldoorn, Niederlande
19.3. AB, Brüssel, Belgien
20.3. ULU, London, UK
21.3. Kulturfabrik, Esch-sur-Alzette, Luxemburg
24.3. Trabendo, Paris, Frankreich
26.3. Caracol, Madrid, Spanien
27.3. Salamandra1, Barcelona, Spanien

Dogmatic Infidel Comedown wird veröffentlicht am 19.März mit Überarbeitungen von IAMX-Songs von Künstlern wie Alec Empire, Combichrist, James Cook, Black Light Odyssey, Miss Derringer, etc.

NITZER EBB „INDUSTRIAL COMPLEX“

Als die Schulfreude Douglas McCarthy, Bon Harris und David Gooday 1982 eine Band formierten und ein Jahr darauf das Demotape „Basic Pain Procedure“ aufnahmen, ahnten sie noch nicht, dass sie Musikgeschichte schreiben würden.

Ihr Sound war rau und ungeschliffen, eine elektronische Adaption der abklingenden Punkbewegung. Mit minimalen Mitteln, Drums, einem Sequencer und der durchdringenden Stimme McCarthys führte das Trio fort, was DAF und Die Krupps wenige Jahre zuvor angestoßen hatten – nur konsequenter und deutlich aggressiver. Ihr Name: Nitzer Ebb. Möglichst hart und deutsch klingend, hatte er noch keinerlei Bedeutung, doch wird er neben Front 242 schon bald als Synonym für eine wichtige neue musikalische Strömung stehen: Electronic Body Music, kurz EBM.

GOLD!
Die ersten 12“-Maxis „Isn’t It Funny How Your Body Works“ (1984) und „Warsaw Ghetto“ (1985) weckten das Interesse von Daniel Miller, der Nitzer Ebb für Mute Records signte und 1987 das Debütalbum „That Total Age“ herausbrachte. Er schickte seine neuen Schützlinge mit Depeche Mode auf deren zweiten Teil der „Music For Masses“-Tour durch Europa. Der Durchbruch. Die drei folgenden Alben produzierte Flood, ein Meister seines Metiers. Sie machten aus den ungehobelten, zum Duo geschrumpften Boys ernst zu nehmende Musiker: „Belief“ von 1989 präsentierte sich songorientierter, „Showtime“ (1990) machte Platz für dezente Elemente aus Jazz und Blues. „Ebbhead“ von 1991 räumte schließlich komplett mit dem teutonischen Haudrauf-Sound der Anfangsjahre auf und war mit der eingängigen Kombination von Electro, Dance und Rock seiner Zeit weit voraus. In den USA, wo Nitzer Ebb kurz zuvor erneut im Vorprogramm von Depeche Mode spielten, wurde es gleich hundertausendfach verkauft und gilt als eines der Schlüsselwerke für die aufkommende Industrial-Welle. Mit dem Erfolg kamen die Probleme: Das rockige Album „Big Hit“ geriet Ende 1995 zur Zerreißprobe und besiegelte schließlich das Aus für Nitzer Ebb.

BURN!
Kurz nach der Jahrtausendwende regte es sich wieder im Lager der mittlerweile bis nach Amerika verstreut lebenden Band, zunächst noch verhältnismäßig leise mit diversen Remixveröffentlichungen, dann mit einem Knall: Douglas McCarthy und der Franzose Terence Fixmer taten sich als Fixmer/McCarthy zusammen und ließen den Techno-EBM-Bastard „Between The Devil…“ vom Stapel. Bei den Anhängern von Nitzer Ebb, die sich im Laufe der Jahre stetig verjüngen konnten, traf diese auf den Punkt produzierte Liaison den richtigen Nerv. Vor allem Live wurde deutlich, wie sehr man sich nach den energiegeladenen Performances des begnadeten Frontmanns verzehrt hatte. Der Weg für die Rückkehr Nitzer Ebbs auf die Bühnen war geebnet. Am 02. Juni 2006 spielten sie schließlich erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder live. Als Schlachtfeld hielt das Wave Gotik Treffen in Leipzig her, wo etwa 5000 Fans ein souveränes Konzert erlebten. Im Anschluss ging es in drei Etappen auf eine Clubtournee mit über 40 Stationen rund um die Welt. Zeitgleich mit dem Live-Comeback erschien die Best Of „Body Of Work“ auf Mute Records.

FIRE!
Anfang 2007 trafen sich Douglas McCarthy und Bon Harris in Los Angeles, um, abermals unterstützt von Mark „Flood“ Ellis, an neuem Material zu arbeiten. Keine einfache Aufgabe für eine Band, auf der so große wie unterschiedliche Erwartungen ruhen. Die ersten Songs waren bald im Kasten. „Once You Say“ mit Backingvocals von Martin Gore wurde von Dave Clark in dessen Show auf VPRO’s 3 Voor 12 vorgestellt, „Payroll“ fand sich auf dem Soundtrack zu „SAW IV“ wieder. Beide Titel kamen auch live zum Einsatz und ließen keine Zweifel daran, dass Nitzer Ebb sich auf dem richtigen Weg befanden. Wie brillant und relevant sie tatsächlich noch sind, verdeutlicht nun das neue Album „Industrial Complex“. Es beginnt mit einer mitreißenden Sequenzer-Linie, die an die frühen Gassenhauer der Marke „Murderous“ erinnert. „Promises“ steht ansonsten jedoch mit beiden Beinen fest in der Gegenwart und hält auf Länge, was die ersten Töne versprechen. McCarthys Stimme variiert von offensiv bis fragil, das Arrangement ist detailreich, kantig und energisch – das komplette NE-Universum komprimiert auf knapp vier Minuten. Dann „Once You Say“, ein ähnliches Kaliber. Mit seinen Anleihen aus BigBeat und einem markanten, tiefen Basslauf geht es direkt in die Beine. Das schleppende „Never Known“ fusioniert die Essenz der Alben „Showtime“ und „Ebbhead“. Akustische Drums, bluesiges Flair und lasziver Gesang schaukeln sich zu einem wüsten Finale auf. Volle Kraft zurück: „Going Away“ mit düsterer Atmosphäre, zarten Pianosounds und ungeahnter Feinfühligkeit ist neben dem von Alan Wilder (Ex-Depeche Mode) produzierten „Come Alive“, der B-Seite von der EP „As Is“ (1991), die einzige reinrassige Ballade in der Geschichte von Nitzer Ebb, und was für eine! Mit dem Midtempo-Track „Hit You Back“ wird abgerechnet und übergeleitet zum Groovemonster „Payroll“, das mit seiner ausgeprägten Crossover-Note weder vor Sprechgesang, noch derb verzerrten Sounds halt macht. „On Your Knees“, „I Don’t Know You“ und „My Door Is Open“ ziehen das Tempo wieder an, werden von schweren Sequenzern angetrieben und sich als erstklassige Clubnummern etablieren. Auffällig ist auch hier der gereifte Stimmeinsatz McCarthys: Die einst zumeist geschrienen Vocals sind heute melodisch und facettenreich. Dass Nitzer Ebb über einen ausgeprägten Sinn für Melodie und Atmosphäre verfügen, schimmerte in der Vergangenheit schon häufiger durch, allerdings nur dezent. Umso besser, dass das kurzweilige „I’m Undone“ im Anschluss allen Emotionen freien Lauf lässt und das musikalische Spektrum in seiner ganzen Breite nochmals unterstreicht. Ähnliches gilt für „Kiss Kiss Bang Bang“ auf der anderen Seite der Extreme. Es ist hart, stakkatoartig und schlägt mit seinem EBM-Drive eine stählerne Brücke zurück in die späten Achtzigerjahre, bevor mit dem trip-hoppig rhythmierten „Travelling“ das mit Abstand vielseitigste Album der englischen Pioniere geschlossen wird. Ohne Zweifel ist es Nitzer Ebb mit „Industrial Complex“ gelungen, die Vielgestaltigkeit, die alle ihre Werke bislang auszeichnete, zu bewahren und aus dem Querschnitt jeder Ära ein Fundament für den modernen Klang der Gegenwart schaffen. Nur so konnten sie gleichzeitig ihren eigenen Ansprüchen gerecht und ihren Wurzeln hundertprozentig treu bleiben.

NITZER EBB „INDUSTRIAL COMPLEX“ Tracklisting:
01. Promises
02. Once You Say
03. Never Known
04. Going Away
05. Hit You Back
06. Payroll
07. On Your Knees
08. I Don’t Know You
09. My Door Is Open
10. I’m Undone
11. Kiss Kiss Bang Bang
12. Travelling

PLAGE NOIRE – Ostsee Winter-Festival


PLAGE NOIRE – das neue Winter-Festival an der Ostsee mit neuen Bandbestätigungen

PLAGE NOIRE
PLAGE NOIRE

Der Festivalsommer 2009 befindet sich auf der Zielgeraden und Festivalfans müssen nicht mehr bis zum M’ERA LUNA Festival 2010 warten.

PLAGE NOIRE, das neue Winter-Festival, findet bereits am 6. und 7. November in der Ferienanlage Weissenhäuser Strand statt.

Besucher erwartet eine Mischung Kurz-Trip, Wellness-Wochenende und Festival.

Das PLAGE NOIRE-Festivalgelände ist eine überdachte Ferienanlage mit traumhafter Kulisse direkt am Meer – einfach nur perfekt zum Feiern und Treffen Gleichgesinnter.

Musikalisch ist beim PLAGE NOIRE der Name Programm: Nicht nur der Strand ist schwarz, sondern auch der dominierende Musikstil.

Von Gothic-Pop über Death-Glam bis Industrial reicht die musikalische Bandbreite der über zwanzig Bands, die auf zwei Bühnen auftreten.

Das gesamte bereits bestätigte Programm in der Übersicht:

PLAGE NOIRE – Ostsee Winter-Festival – Live in voller Konzertlänge:

ASP * Apoptygma Berzerk * Blutengel * Anne Clark * Client * Funker Vogt * And Also The Trees * Rotersand * Mono Inc. * In The Nursery * Kilian Camera * Persephone * Fetisch: Mensch * Rabia Sorda * Solitary Experiments * The Cyberchrist Project

PLAGE NOIRE – Ostsee Winter-Festival – Lesungen:

Emilie Autumn * Oswald Henke

Alle Konzerte finden natürlich indoor statt und auch für die Übernachtung kann das Zelt bei diesem Festival getrost zu Hause bleiben: In der Ferienanlage Weissenhäuser Strand stehen komfortable Apartments oder Hotelzimmer zur Verfügung. Neben Auftritten in voller Konzertlänge erwarten die Besucher Lesungen, DJ-Sets, Parties und vieles mehr. Außerdem stehen natürlich alle Wellness-Angebote der Ferienanlage Weissenhäuser Strand zur Verfügung. Für alle Besucher, die mit der ganzen Familie anreisen möchten, bietet PLAGE NOIRE am Freitag und am Samstag Kinder-Programm mit professioneller Betreuung und abends einen Kinder-Betreuungsservice.

Das PLAGE NOIRE kombiniert Festival, Szene-Treffen und Wochenendtrip – mit den Annehmlichkeiten einer modernen Ferienanlage.

Tickets gibt es von 99 Euro pro Person für das Programm und zwei Übernachtungen im 10er-Apartment bis 159 Euro pro Person im 2er-Apartment oder 199 Euro pro Person im Hotel-Doppelzimmer unter 01805 – 853 953 (14 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz) oder unter www.plagenoire.de.

Kinder bis einschließlich 12 Jahren erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Detaillierte Konditionen für Wellness-Angebote und zum Restaurantangebot vor Ort gibt es unter www.plagenoire.de.

PLAGE NOIRE – Ostsee Winter-Festival – alle Bands in der Übersicht

ASP
ASP – dieser Name steht seit Jahren für die erfolgreichste deutsche Gothic Rock Band und genreübergreifend für den Konzert-Geheimtipp schlechthin. Im Jahr 2008 sind die sympathischen Frankfurter konsequent ihren Weg weitergegangen und ihr in größter Bescheidenheit als „Zwischenalbum“ bezeichnetes Meisterwerk „Zaubererbruder – Der Krabat-Liederzyklus“ wurde von der Kritik und den Fans gleichermaßen begeistert aufgenommen. Ein Einstieg in die Media-Control-Charts auf Platz 13 war ein erstes Anzeichen für den großen Erfolg einer wirklichen Indie-Institution. Im darauf folgenden Herbst wagte die Band ein weiteres Abenteuer und ging mit vier Gastmusikern zusammen auf die dazugehörige Unplugged-Tournee, welche bis auf den letzten Platz ausverkauft war!

Apoptygma Berzerk
Im Englischen hört man auf gewisse Fragen häufig die Antwort: „it’s not rocket science“ übersetzt: das ist doch keine Raketenwissenschaft, was so viel heißt wie „das ist gar nicht so kompliziert“ – Stephan Groth, der Kopf von Apoptygma Berzerk hat sein letztes Album so genannt, weil er meint: „Wenn ich die Zeit, die ich für das „Studium“ der Musik verbracht habe, und dafür, mit Apoptygma zu arbeiten, für das Studium von Mathematik oder Ingenieur-wissenschaften aufgewendet hätte, dann wäre ich wohl jetzt schon einem renommierter Raketenwissenschaftler. Die Band verbucht einen Erfolg von mehr als ein Dutzend Alben und kann auf eine Bandgeschichte von fast zwanzig Jahren zurückblicken, mit Tourneen in 15 Ländern, zu denen bald weitere kommen werden. „Rocket Science“ ist übrigens, wenn man mitzählen möchte, Studioalbum Nummer sechs.

Blutengel
Dass Popmusik und Fantasy ein gutes Paar abgeben, haben die Vorreiter des Gothic Pop schon bewiesen. Und obwohl der dunkle Ohrwurm-Sound erwachsen geworden ist, klingt er nach wie vor frisch und kompakt wie seit „Seelenschmerz“ nicht mehr. Die Dark-Pop-Legende hat außerdem ein ganz besonderes Jahr hinter sich, denn sie feierten 2008 ihr zehnjähriges Jubiläum. Es erschienen etliche Live CDs, Live DVDs und sonstige „Goodies“ in extravaganten Versionen. Kurz gesagt: Die Fans wurden besonders belohnt und sie werden es dieses Jahr wieder – mit einer exklusiven Live-Show auf dem Plage Noire Festival.

Anne Clark
Anne Clark wird gern als das weibliche Gegenstück zu Künstlern wie Nick Cave, John Cale von Velvet Underground oder Tom Waits bezeichnet. Vor allem aber ist sie eine einzigartige Künstlerin, die sich seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich in der internationalen Musikszene etabliert hat. Was das Geheimnis von Anne Clark ist? Sie verbindet Romantik und Atmosphäre auf ihre unnachahmliche Art mit traumhaften wie tanzbaren Klängen und lotet in bewegenden Worten dabei immer auch die Tiefen menschlicher Abgründe aus.

Client
Client sind absichtlich rätselhaft und schwer definierbar. Zunächst präsentierten sich die beiden umtriebigen Musikerinnen Kate Holmes und Sarah Blackwood unter den Pseudonymen Client A und Client B als gesichtslose Chiffren, um erst nach und nach mit ihren wahren Identitäten ans Licht der Öffentlichkeit zu rücken. „Wir wollen anhand unserer Musik bewertet werden. Außerdem macht es uns Spaß, mit Anonymität und Androgynität zu flirten.“ Ihr maßgeschneiderter Look erinnert an Uniformen: teils osteuropäische Sekretärin/ Flugbegleiterin, teils Dominatrix. Die Ästhetik spiegelt Themen wie Voyeurismus, die urbane Unterwelt und die dunkle Seite des Lebens wieder. Clients Sound ist eine nüchterne und dennoch verführerische, im klassischen Songwriting verwurzelte Electro-Variante. Beeinflusst von Joy Division, Kraftwerk, DAF, The Smiths und der Songwriting-Tradition des englischen Nordens sind Client das perfekte Gegengift zum allgegenwärtigen Wohlfühl-Pop.

Funker Vogt
Das Musikprojekt Funker Vogt wurde 1995 von den Hamelnern Jens Kästel und Gerrit Thomas, damals noch als Nebenprojekt zu deren Band Ravenous, ins Leben gerufen. Seitdem brachte Funker Vogt neun Alben heraus und etablierte sich an der Spitze der internationalen Electro-Szene. Anfänglich dominierten brachiale elektronische Beats den Sound, der durch deutschsprachige, gesellschaftskritische Texte abgerundet wurde. In den frühen Jahren verließ der Gesang Jens Kästels die Anlagen größtenteils stark verzerrt. Mit der Zeit entwickelte sich die immer noch elektronische Musik aber weg vom reinen Computersound. Der Gesang tritt nun öfters klar und unverzerrt in Erscheinung und die musikalische Facette wird um echte Gitarrenriffs erweitert. Die Livequalitäten Funker Vogts haben sich im Laufe der Jahre zu absoluter Spitzenklasse weiterentwickelt. Kein Wunder, denn seit 1996 haben die Hamelner unzählige Konzerte in Europa, Russland und Nordamerika gespielt. Übung macht eben doch den Meister.

And Also The Trees
Wie keine andere Band repräsentieren And Also The Trees den Sound der englischen Midlands. Standen ihre Zeitgenossen wie PIL und Gang Of Four für den urbanen Sound der Post-Punk-Ära, war die Musik der aus Worcestershire stammenden, 1979 gegründeten Band deutlich von der sie umgebenden Landschaft geprägt. Eine spannungsgeladene, dichte Atmosphäre aus läutenden Gitarren und sich ewig wiederholenden Rhythmusspiralen, kinderreimartige Texte und ein fast schon präraffaelitisches Artwork machten AATT zu romantischen Naturalisten des Post-Punks

Rotersand
Gunther Gerl und Rascal Nikov gründeten im Jahr 2002 das Musikprojekt Rotersand. Zuvor arbeiteten sie gemeinsam an Projekten wie The Fair Sex oder WARM. Kurz darauf stieß der Produzent und DJ Krischan J. E. Wesenberg dazu. Neben Progressive Trance und Techno gehören auch Pop und Klassik zu den musikalischen Einflüssen, die den Sound von Rotersand charakterisieren. Die zahlreichen Veröffentlichungen des Gelsenkirchener Trios erreichten durchgehend hohe Platzierungen in den deutschen Alternative-Charts. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach Liveauftritten von Rotersand immer groß ist. Unter anderem tourte das Trio 2006 mit Covenant durch ganz Europa und die USA. Im August diesen Jahres erschien mit der EP War On Error wieder neues Material. Wem das nicht genügt, der bekommt mit dem Album Random Is Resistance, welches im Oktober erscheinen wird, einen kräftigen Nachschlag feinsten Futurepops.

Mono Inc.
Bei der Hamburger Dark-Alternative-Band mit Synth-Rock-Charakter Mono Inc hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Nachdem sich die Band im Jahr 2006 vom einstigen Sänger Miky Mono trennte, wollte sich kein adäquater Ersatz fürs Bandmikrofon finden. Also stieg Martin Engler, der bisher nur im Hintergrund singen durfte, hinter seinem Schlagzeug hervor und nahm die Rolle des Bandleaders dankend an. Die Drumsticks schleudert seitdem die ansehnliche Katha Mia. Die Veränderung setzte offenbar Energien frei. Ihr erstes Album mit der Neubesetzung, Temple Of The Torn, wurde seit 2007 erstmals weltweit vertrieben. Auch national wuchsen die Fangemeinde und der kommerzielle Erfolg stetig. Der Song Burn Me lief monatelang als Titelsong einer DSF-Rennfahrerserie im deutschen Fernsehen. Mit dem Nachfolgealbum Pain, Love & Poetry schafften es Mono Inc 2008 in die Top 20 der deutschen Alternative-Charts. Nachdem sie im April diesen Jahres mit Subway To Sally und ASP auf großer Tour waren, erscheint Ende September ihr neues Album. Voices Of Doom gehört schon jetzt zu den Lieblingsalben des Sängers Martin Englers, der ansonsten neben The Cure und Depeche Mode auch die Foo Fighters verehrt

In The Nursery
Die Köpfe hinter der britischen Band In The Nursery britische Band sind die beiden Zwillinge Nigel und Klive Humberstone aus Sheffield. 1981gründen sie ihre Band. Mit ihren experimentellen Tracks, machen sich In The Nursery schon bald einen Namen in der aufblühenden Industrial-Szene Englands machen. Von dunklem Pathos erfüllte Synthiesounds kombiniert mit knackigen Military-Drums und einem wuchtigen Rhythmusfundament werden zum charakteristischen Sound. Die Band entwickelt ihren Sound konsequent weiter und geht immer mehr in Richtung instrumentaler Tracks. 2003 erscheint mit „Praxis“ nach langer Zeit wieder ein regulären Studioalbum. Zu den typischen In The Nursery-Sounds kommen jetzt wieder Vocals hinzu.

Kirlian Camera
Ohrwurm-taugliche Melodien mit satten elektronischen Arrangements und der unbändigen Lust am Klangexperiment, getragen von der beeindruckenden stimmlichen Präsenz von Elena Alice Fossi – Das sind Kirlian Camera. Die dunkle Seite der Weltraumforschung und der Blick unter die Oberfläche dessen, was wir zu wissen und zu verstehen glauben, wird mit einem facettenreichen und vielschichtigen musikalischen Ansatz umgesetzt. Elena und Angelo Bergamini weben ein dichtes Netz aus elektronischen Klängen, das mit seiner einzigartigen Atmosphäre zu fesseln weiß, aber auch ebenso gut auf der Tanzfläche funktioniert, ohne dabei den Geist und das Feeling des klassischen Kirlian-Camera-Sounds aus den Augen zu verlieren. In der heutigen Electro-Szene gibt es nur wenige Acts, die man mit Fug und Recht als wirklich einzigartig bezeichnen kann… Kirlian Camera sind mit Sicherheit einer davon.

Persephone
Die deutsch-österreichische Band Persepohne wird von der reizenden Sonja Kraushofer präsentiert, jene rothaarige Zauberstimme, die auch bei L’Âme Immortelle am Mikrofon steht. Der musikalische Werdegang Sonja Kraushofers beweist ebenso wie ihre Bühnenpräsenz, dass sie ein echter Profi ist: Nachdem sie sehr früh Klavier- und Ballettunterricht nahm, ließ sie sich an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien zur Musicaldarstellerin ausbilden. Ihre Vorliebe für klassische Musik durchzieht Persephone durch sämtliche bisher erschienenen vier Alben. Cello und Kontrabass gehören seit jeher zur Grundausstattung der Band. In letzter Zeit arbeiten Persephone des öfteren mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode zusammen, was ihre Musik noch pompöser und eindrucksvoller gestaltet.

Fetisch: Mensch
Die perfekte Synthese verschiedener Stilistiken kann nur auf künstlerische Weise gelingen. Daher ist sie nur abseits der häufig beschrittenen Pfade möglich. Dort, wo man noch das Wesen eines Gedankens erfassen muss. Das Gefühl im Klang nur erspüren kann. Wo es unmöglich ist, sich an bekannte Muster zu klammern. Doch nur dort gibt es Freiheit. Dort gibt es fetisch:MENSCH. fetisch:MENSCH, erstanden aus den Bruchstücken von Goethes Erben, Erblast und Artwork, unternimmt den Versuch, den Mensch und sein Leben aus allen Perspektiven in Töne umzuformen. Fassbar zu reflektieren über die Seele und das Herz. fetisch:MENSCH nutzt elektronische Elemente von Juno-Reactor-Intensität für erdige Rocksongs. Melancholische Brachial-Gitarren im HIM-Stil für ambiente Techno-Gemälde. Und all das zusammen als Leinwand für Worte von ungeahnter Tiefe und Schönheit. Wer fühlen möchte, der höre. Wer konsumieren möchte, vergesse. fetisch:MENSCH spielt vor allem live. fetisch:MENSCH sind Oswald Henke (Stimme), Tim Hofmann (Gitarre, Bass, Programmierung), Jochen Schobert (Gitarre, Gitarrensynthesizer), Dirk Törppe (Schlagzeug).

Rabia Sorda
Erk Aicrag kann auch anders. Auf seinem neuen Club-Smasher „Radio Paranoia“ peppt er den Electropunk-/Hard-Electro-Mix seines Solo-Projektes Rabia Sorda nicht nur mit einer ordentlichen Dosis Achtziger-Groove auf, sondern er beweist sich, neben seinen altbekannten Shouter-Qualitäten, auch als rotzig-kratzbürstiges Gesangstalent. Das Resultat ist der wohl eingängigste Track, den man je von dem Hocico-Frontmann gehört hat – eine frenetische, raue Hit-Nummer, bei der sich Melodie und aggressive Energie zu einem wuchtigen Electroclash-Stomper verbinden. Die Hardliner unter Euch brauchen sich aber keine Sorgen zu machen, dass diese Frischzellenkur Erks Musik seichter gemacht hätte. Ganz und gar nicht: nur besser! Eine ebenfalls Club-Hit-verdächtige B-Seite und vier Remix-Knaller runden eine rundum gelungene Single ab, die mächtig Appetit auf das bald erscheinende neue Album des mexikanischen Electro-Energiebündels macht.

Solitary Experiments
Satte Electro-Beats, kombiniert mit einer einprägsamen Stimme und einer Melodie, die sofort im Ohr hängen bleibt: Solitary Experiments melden sich eindrucksvoll mit ihrer neuen Single „Immortal“ zurück und spielen ihre Stärken voll aus. So erweisen sich die Berliner auf „dem Titelstück, das auf der Single in zwei verschiedenen Versionen und zwei gnadenlos Tanzflächen-tauglichen Remixen (darunter einem Club-lastigen Icon-Of-Coil- Remix von Sebastian Komor) vertreten ist, wieder einmal als erstklassige Hit-Lieferanten und als effektive Brückenbauer zwischen der Pop- und der Tanzmuskel-Fraktion mit einer perfekten Synthese aus wuchtigen Club-Sounds, emotionalem Tiefgang und Wiedererkennungswert. Das macht Lust auf das in der zweiten Hälfte des Jahres erscheinende neue Album „In The Eye Of The Beholder“.

The Cyberchrist Project
The Cyberchrist Project ist das neue Band-Projekt von Mike Johnson (Agonoize) und DJ Cyberchrist. Das Duo Infernale verbindet satte Beats, dunkle Vocals, harte, unter die Haut gehende Ohrwürmer und eine ordentliche Prise Sex zu einer absolut süchtig machenden Cybergoth-Attacke!

LESUNGEN

Emilie Autumn: „The Asylum for Wayward Victorian Girls
Courtney Loves „anarchy violinist“ kehrt zurück auf die Bühne und beansprucht diese ganz für sich. Sie war zu Gast bei den amerikanischen Talkshow-Gurus Leno und Letterman, zierte die Titel von Hochglanzmagazinen und wurde von Künstlern wie Love, Otep oder Billy Corgan gebeten, auf ihren Alben mitzuspielen. Unter ihren Korsettbögen erfindet Emilie Autumn mit ihren teuflisch dunklen Lyriks, Metall-zerfetzenden Violinensolos und ihrer markanten Stimme „gothic“ für die Massen, und Gothicanhänger hatten noch nie soviel Spaß. Im Herbst wird ihr autobiographischer Roman „The Asylum for Wayward Victorian Girls“ in Europa veröffentlicht. Geschrieben und illustriert von niemand geringerem als Emilie Autumn persönlich. „The Asylum…“ ist mehr als ein Hingucker im Bücherregal – es ist auch eine der vollständigsten Beschreibungen von bipolarer Störung, die je veröffentlicht wurde und nimmt die Leser mit hinter die Türen der modernen Psychiatrie und viktorianischer Irrenhäuser. Eine wahre Horror-Geschichte über Verrückte, Mörder und medizinische Experimente. Aus diesem Werk liest Emilie Autumn beim Plage Noire.

Oswald Henke: „Seelenkonzil“
Zur Veröffentlichung seines dritten Buches „Ich habe mir die Liebe abgewöhnt und bin doch weiter süchtig“ begibt sich der Sänger von Goethes Erben und fetisch:Mensch mit neuen Texten und Ideen auf seine „Seelenkonzil“-Lesereise. Oswald Henke lädt zu einer besonderen Zusammenkunft ein, in der das Seelenleben inspiziert, analysiert, seziert und therapiert wird. Manchmal ernsthaft und einen Augenblick später durch die verklärende Fensterscheibe der Ironie. Im Haus des Seelenkonzils ist alles möglich. Es darf gelacht und geweint werden, man wirft gemeinsame Blicke zurück oder entdeckt verbindende Gedankenspiele und Ansichten. Oswald Henkes Texte laden ein mitzudenken, mitzufühlen und zu erleben dass man nicht allein ist in dem was man fühlt denkt und…
www.oswald-henke.de

PLAGE NOIRE FESTIVAL
Freitag, 13. & Samstag, 14. November 2009 – Weissenhäuser Strand / Ostsee

Tickets unter 01805 – 853 850 (14 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz)

www.plagenoire.de

EXTIZE – Hellektrostar

Dieser Sommer wird heiß! Heiß und laut! Denn aus dem Cyberspace kommt ein Kracher auf uns zu, der mit seiner Mischung aus Industrial, Trance, Hellektro, EBM und Techno jede Tanzfläche in ein Flammenmeer verwandeln wird!

Extize EP
Extize EP
EXT!ZE sind schrill, verrückt und grotesk, wie buntes Neonlicht, das zu den hypnotischen Rhythmen aus den Boxen irrsinnig flackert und den Weg in ein dekadentes Nachtleben weist. EXT!ZE sind echt, lebendig und ehrlich. Sie leben ihre Musik, sie leben den verrückten Lifestyle, die durchtanzten Nächte und sind mit dem Song „Hellektrostar“ jetzt schon ein absoluter Burner in französischen und deutschen Clubs.

Jetzt haben sie endlich den Weg aus dem Underground zu einem Label gefunden und ihr Feuerwerk aus Sounds, Rhythmen, Samples und dem einzigartigen Gesang wird endlich jeden erreichen.

Als Vorgeschmack auf das kommende Album gibt es zunächst die E.P., welche neben dem Club-Burner „Hellektrostar“, das durchgedrehte „100% Pure Cocain“ und Remixe von namhaften Kollegen
wie REAPER und NACHTMAHR beinhaltet.

Die Frage ob die rote Pille, oder die weiße Pille den richtigen Weg ebnet, stellt sich bei EXT!ZE nicht! EXT!ZE sind die Pille, die den Weg in die Neonlicht durchtränkte, einzigartig groteske Welt öffnet.

Extize
Extize
EXT!ZE – „Hellektrostar EP“ Tracklist:

01. Hellektrostar
02. 100% Pure Cocaine
03. Red Water
(Rusted Land Edit)
04. Hellektrostar
(Reaper RMX)
05. Hellektrostar
(Studio-X RMX)
06. 100% Pure Cocaine
(Nachtmahr RMX)

EXTIZE Band-Member:
CYB3ERELLA
(Vocals/Programming/Keyboards)
CYB3RSLUT
(Drums)
IONIC MATRIX
(Keybords/Guitar)
CYB3ERCORE
(Programming/Sampling)
Gründungsjahr:
2008


www.extize.com